Individuelle Spezialbetreuung im Pflegeheim St. Peter in Oberpullendorf

IOBERPULLENDORF. n Österreich leben 800 bis 1000 Menschen im Wachkoma, darunter etwa 30 Burgenländerinnen und Burgenländer. Ein Großteil davon wird zu Hause betreut. Im Pflegeheim St. Peter in Oberpullendorf gibt es nunmehr ein Spezialangebot mit 15 Pflegeplätzen für Patientinnen und Patienten mit einem Wachkoma. Es ist dies das erste Angebot dieser Art im Burgenland. Geführt wird die neu erbaute Einrichtung von der Burgenländischen Pflegeheimbetriebs-GmbH. „Das neu errichtete Pflegeheim St. Peter in Oberpullendorf für Langzeitpflege mit den neuen Schwerpunkten Wachkoma und Hospiz, zeichnet sich durch eine außerordentlich hohe Qualität in den Bereichen der pflegerischen und medizinisch-therapeutischen Versorgung, der baulichen Gegebenheiten und der technischen Ausstattung aus“, erklärte dazu Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar.

„Wachkoma“, ein Synonym für das Apallische Syndrom, ist eine Gesamtbezeichnung für die bei Ausfall der Großhirnrinde entstehenden Krankheitssymptome. Die häufigsten Ursachen für ein Wachkoma sind akute Ereignisse, durch die die Betroffenen und deren Angehörige aus deren gewohnten Leben herausgerissen werden. Das Vollbild der Krankheit entsteht hauptsächlich durch eine zu lange, unzureichende oder fehlende Sauerstoffversorgung des Gehirns. Diese resultiert häufig im Rahmen von kardiopulmonalen Reanimationen, schweren Schädel-Hirn-Traumen, hypoxischen oder ischämischen Hirnschäden. Die Bedürfnisse von Menschen im Wachkoma unterscheiden sich wesentlich von denen anderer Patienten. Sie sind schwer kranke, mehrfach behinderte Menschen, die eine massive Beeinträchtigung der bewussten Wahrnehmung erfahren müssen.

Menschen im Wachkoma befinden sich in einer „Zwischenphase“. Ihre geöffneten Augen sollten zwar die Außenwelt wahrnehmen, dennoch scheint die Welt draußen keine Bedeutung für sie zu haben. Was Patienten im Wachkoma bei geschlossenen und offenen Augen konkret erleben, können Außenstehende nicht sagen. „Für diese Patientinnen und Patienten, für die vorerst keine weitere Verbesserung erreichbar scheint, steht nun in Oberpullendorf eine Langzeitpflegeeinheit zur Verfügung, die als Schwerpunkte spezielle pflegerische Leistungen, ein Grundverständnis für dieses neurologische Krankheitsbild und ein speziell geschultes TherapeutInnenteam für die Betroffenen und deren Angehörige anbieten kann“, betonte VAMED Vorstandsdirektor Mag. Gottfried Koos.

Die Burgenländische Pflegeheim Betriebs-GmbH ist ein PPP-Modell zwischen der Burgenländischen Krankenanstalten GmbH (KRAGES) sowie der VAMED Management und Service GmbH & Co KG und umfasst neben dem Pflegeheim St. Peter in Oberpullendorf auch die Pflegeheime in Neudörfl an der Leitha sowie Hirschenstein/Rechnitz. Erklärtes Ziel dieser privat-öffentlichen Kooperation war und ist es, neue Wege im Bereich Pflege und Betreuung zu bestreiten.

Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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