RIP Anton Lehmden: ein bedeutender Künstler für das Burgenland und über seine Grenzen hinaus ist nicht mehr

Prof. Anton Lehmden 1995 in der Pfarrkirche Kleinwarasdorf, in der er sieben Kirchenfenster geschaffen hat, 1995
  • Prof. Anton Lehmden 1995 in der Pfarrkirche Kleinwarasdorf, in der er sieben Kirchenfenster geschaffen hat, 1995
  • Foto: Burgenländisches Landesarchif,BF-Fotosammlung
  • hochgeladen von Eva Maria Plank

DEUTSCHKREUTZ. Der Künstler Anton Lehmden ist am Dienstag im 90. Lebensjahr in Wien verstorben. Bekannt war er für seine Landschaftsmalereien, architektonischen Gestaltungen und den Erhalt des Schlosses Deutschkreutz, wo er bis zuletzt lebte.
Lehmden wurde am 2. Jänner 1929 in der Nähe von Nitra bei Bratislava in der heutigen Slowakei geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er ab 1945 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er später mehr als 25 Jahre lang selbst als Professor unterrichtete. Ende der 1960er Jahre kaufte er das Renaissanceschloss in Deutschkreutz wo er seither bis zuletzt lebte und arbeitete.

Großes Kulturschaffen

Das Land Burgenland und Kulturlandesrat Hans Peter Doskozil bedauern den Tod des renommierten Künstlers Professor Anton Lehmden. „Anton Lehmden ist weit über die Grenzen des Burgenlands hinaus für seine Landschaftsmalereien und architektonische Gestaltungen bekannt. Von Amerika bis Japan hat er die Kultur belebt und viele Sammler gewonnen. Auch die Renovierung und Umgestaltung des Barockschlosses Deutschkreutz waren ein bedeutender Beitrag für das Burgenland. Für dieses großartige Kulturschaffen gebührt ihm großer Dank“, so Kulturlandesrat Doskozil.
Auch Bürgermeister Manfred Kölly ist  vom Ableben des Ehrenbürgers von Deutschkreutz zutiefst betrofffen: "Für mich persönlich und für die Gemeinde ist der Tod von Anton Lehmden ein schwerer Verlust. Wir haben eine große Persönlichkeit verloren."

Landeskulturpreis

Seit 1966 war Professor Lehmden in Deutschkreutz ansässig, wo er bis zuletzt lebte. 1995 würdigte ihn das Burgenland mit dem Landeskulturpreis für Bildende Künste, 2000 erhielt er das Komturkreuz. Anlässlich seines 75. Geburtstages ehrte das Burgenland den großen „Phantastischen Realisten“ 2004 mit einer Gesamtschau in der Landesgalerie. Im Burgenland waren seine Bilder zuletzt in Halbturn im Infeld - Haus der Kultur zu sehen. Die Ausstellung trug den Titel "Anton Lehmden und seine MeisterschülerInnen". Seit den frühen 70ern tätigte das Burgenland Ankäufe seiner Werke, die einen wichtigen Teil der Sammlung des Landes ausmachen.
Anton Lehmden wurde 1929 in Nitra geboren und studierte in der legendären Meisterklasse von Albert Paris Gütersloh an der Kunstakademie in Wien, wo er später auch selbst als Professor tätig war. Gemeinsam mit Rudolf Hausner, Ernst Fuchs, Arik Brauer und Wolfgang Hutter gehört er zur sogenannten Wiener Schule des Phantastischen Realismus.

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