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Schlögl-Ei: Eine echt runde Sache

<f>Rundum gute Qualität</f> garantiert: Barbara Schlögl-Artner mit Ehemann und Produktionsleiter Jörg
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  • <f>Rundum gute Qualität</f> garantiert: Barbara Schlögl-Artner mit Ehemann und Produktionsleiter Jörg
  • Foto: Foto: Schlögl Ei
  • hochgeladen von Eva Maria Plank

Seinen Ursprung fand die Firma Schlögl-Ei vor 40 Jahren in einer Landwirtschaft in Draßmarkt.

STOOB-SÜD. Dieser wurde von Anton Schlögls Mutter geführt, später ergab sich die Notwendigkeit einer Spezialisierung in der Landwirtschaft.
Das größte Potenzial sah der junge Anton Schlögl in der Legehennenhaltung. Und so kam es 1973 dazu, dass er mit 21 Jahren den ersten Hühnerstall mit 10.000 Legehennen errichtete. Sein früh erlerntes Talent als Verkäufer setzte er ein, um mit seinem PKW-Kombi Gaststätten und Bäckereien anzufahren und dort seine Eier zu vermarkten. Zuhause half die ganze Familie mit und kümmerte sich um die Hühner und die Eiproduktion. Sein Bruder Johann, der damals in Wien studierte, verhalf ihm zu ersten Kontakten in Wien und so begann das „Eier Taxi“ nach und nach, sein Einsatzgebiet zu erweitern. Mit der Eröffnung der ersten Großmärkte stieg der Bedarf an Eiern stetig an. Um diesen auch decken zu können, begann Anton Schlögl 1977 damit, erste Landwirte als Zulieferanten zu gewinnen.

IFS-Zertifizierung

Dank unternehmerischem Geschick und tatkräftiger Unterstützung seiner Frau Maria entwickelte sich das Unternehmen rasant weiter. Als Bindeglied zwischen österreichischen Landwirtschaftsbetrieben und dem Lebensmittelhandel garantiert der Betrieb mittlerweile 80 Bauern (von Bio- über Freiland- bis Bodenhaltung) eine gesicherte Existenz. Für einen reibungslosen Produktionsablauf sorgen rund 79 Mitarbeiter. Während sich Anton Schlögl um den Vertrieb kümmert, leitet seine Frau Maria die betriebsinterne Produktion. Ihre Erfahrung sowohl im logistischen Bereich als auch im Umgang mit den Mitarbeitern macht sie zu einer wichtigen Stütze für das Unternehmen und zur zentralen Ansprechperson für die Mitarbeiter. 
Beste Qualität (IFS-Zertifizierung auf höherem Niveau), Zuverlässigkeit und Loyalität gegenüber Mitarbeitern und Bauern sowie unternehmerische Gesellschaftsverantwortung gelten als oberste Prinzipien bei Schlögl-Ei.

Gentechnikfrei

"Alle unsere Produkte – vom Jausenei übers Osterei bis zum Frischei – stammen von artgerechten Haltungsformen, tragen das AMA Gütesiegel und sind garantiert aus nachhaltiger, gentechnikfreier Erzeugung. Darüber hinaus werden die Hühner mit hochwertigem Donausoja gefüttert. Lückenlose Rückverfolgbarkeit zur Identifizierung jedes einzelnen Eies vom Produzenten bis zum Endverbraucher. Mit unserem neuesten Programm “Hahn im Glück!” unterstützen wir den Schutz junger Hähne und tragen einen wichtigen Beitrag zur artgerechten Tierhaltung bei", so Mag. Barbara Schlögl-Artner, die seit Sommer 2012 in der Geschäftsführung des Betriebes tätig ist.

Frische Ideen

Bereits nach ihrem BWL Studium begann sie sich in der Firma um die Bereiche Qualitätssicherung, Marketing und Export zu kümmern. Seite an Seite mit ihren Eltern lernte sie so den Betrieb und das Eiergeschäft immer besser kennen. Mit frischen Ideen und Innovationen hält sie das Familienunternehmen am Puls der Zeit und treibt das Geschäft weiter voran. Zum Betrieb gehört auch eine eigene Legehennenhaltung (48.000 Legehennen in Bodenhaltung) mit angeschlossener Landwirtschaft, welche von Matthias Schlögl bewirtschaftet wird. Innovationen und das ständige Bestreben sich weiterzuentwickeln ließen die Firma zu einem großen Teilnehmer am österreichischen Eiermarkt werden.

Überraschungsei

Der Weg zum Ei war im wahrsten Sinne des Wortes für Tochter Barbara Schlögl-Artner ein kleiner Eiertanz. "Meine Geschwister und ich sind mit und in der Eierfirma unserer Eltern groß geworden. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, wo ich mir mit meiner jüngeren Schwester einen Wettkampf am Fließband geliefert habe und wir uns daran gemessen haben, wer denn flinker die Packungen in die Container packte. Für den Gewinner sprang dann immer ein Überraschungsei heraus." Nach lehrreichen Jahren in der Selbständigkeit als Grafik-Designerin hatte sie das Gefühl, angekommen zu sein. "Allerdings hatte sich auch im Eierbusiness einiges getan und so kam es, dass eines Tages mein Vater zu mir kam und meinte, dass es seit Neuestem einen International Food Standard gäbe, den ich ihm doch bitte irgendwie verdeutschen möge. Ich sagte spontan zu und begann langsam wieder „Eierluft“ zu schnuppern."
Anfangs war das Projekt nur als kurzer Ausflug zurück in den Familienbetrieb gedacht, doch je tiefer die Juniorchefin in die Firma eintauchte, desto größer wurde ihr Ehrgeiz. "Ich begann meinen Platz in der Firma zu finden. Anfänglich betreute ich die Marketingabteilung, bis ich dann in das operative Geschäft einstieg. Schlussendlich zog ich vor einigen Jahren doch zurück ins Burgenland, um näher an der Firma und meiner Familie zu sein." Auch der Gatte von Barbara Schlögl-Artner ist mittlerweile in das Familienunternehmen eingestiegen und hat gemeinsam mit ihrer Mutter die Produktionsleitung inne.

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