„Schnellere Verbindu ng muss her“

Verwaist: der Bahnhof Neckenmarkt/Horitschon.
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Bürgermeister Peter Heger fordert eine schnelle und lückenlose Anschlussverbindung von Neckenmarkt/Horitschon nach Deutschkreutz.
HORITSCHON/ DEUTSCHKREUTZ (EP). Etwa 14 Minuten, und somit doppelt so lange wie mit dem Bus, brauchen Pendler derzeit vom Bahnhof Horitschon/Neckenmarkt zum Bahnhof Deutschkreutz. Die Bürgermeister der Gemeinden fordern schon lange eine schnellere Verbindung, für den Ortschef von Horitschon, Peter Heger (SPÖ), ist die derzeitige Verbindung alles andere als zeitgemäß.
„Eine rasche, direkte und bequeme Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist für unsere PendlerInnen unbedingt notwendig. Gerade in Zeiten steigender Benzin- und Dieselpreise ist es wichtig, die öffentlichen Verkehrsmittel effizient einzusetzen und weiterzuentwickeln.“ Die Horitschoner PendlerInnen sollten auch ohne Auto schnell zu ihren Anschlussverbindungen kommen. „Dazu ist eine Fahrzeit von einer knappen Viertelstunde vom Bahnhof Neckenmarkt/Horitschon nach Deutschkreutz eindeutig zu lange. Laut Routenplaner benötigt man für die 6,7 Kilometer lange Strecke neun Minuten.“
Allerdings schwindet die Chance auf einen Ausbau der Strecke. Denn beim Verkehrsgipfel letzte Woche zwischen LH Hans Niessl und Verkehrsministerin Doris Bures ist von einer Elektrifizierung oder Ausbau der Strecke Neckenmarkt/Horitschon nach Deutschkreutz keine Rede mehr. Das Land Burgenland investiert 15 Millionen Euro in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Land, auch der Deutschkreutzer Bahnhof soll für den Personenverkehr adaptiert werden, Neckenmarkt/Horitschon bleibt auf der Strecke.
Bürgermeister Manfred Kölly kann dies nachvollziehen, er befürwortet den Ausbau des Bahnhofes Deutschkreutz und freut sich über die Maßnahmen, die den Pendlern zugute kommen werden. Das Bahnhofsgebäude soll laut den Plänen der ÖBB modernisiert, attraktiviert und ausgebaut werden. Es soll mehr Abstellmöglichkeiten, zum Teil überdacht, geben, der Park & Ride Bereich wird ausgebaut. „Somit werden in Deutschkreutz vernünftige Rahmenbedingungen für unsere Pendler geschaffen“, so Kölly. Auch mehrere Gleise sollen entstehen, damit einerseits die Bahnanrainer vom Lärm entlastet werden und es andererseits mehr Möglichkeiten für die Wirtschaft gibt. Dass die Elektrifizierung voraussichtlich nicht stattfinden wird, überrascht Kölly nicht. „Die Elektrifizierung der Strecke ist aus meiner Sicht unwirtschaftlich und nicht sinnvoll. Man kann doch nicht in eine Strecke 35 Millionen Euro hineinbuttern, die kaum frequentiert wird. Soweit ich weiß, fahren etwa sieben Personen diese Strecke mit dem Zug, der noch dazu 14 Minuten dafür braucht. Neckenmarkts Bürgermeister Hans Iby (ÖVP): „Wenn es die Pendler wünschen, sollte man die Strecke Neckenmarkt/Horitschon ausbauen, bzw. elektrifizieren. Es ist momentan für die Pendler sehr mühsam. Genauso wichtig ist aber, dass der Güterverkehr erhalten bleibt – auch in wirtschaftlicher Hinsicht.“

Lösung erarbeiten
Bis zum Herbst solle es ein Gesamtkonzept für den Schienenverkehr im Burgenland geben, bis 2016 will man 55 Milllionen Euro investieren, sagten Doris Bures und Hans Niessl beim Verkehrsgipfel in Eisenstadt. Bürgermeister Peter Heger gibt die Hoffnung nicht auf. „Auch wenn dabei nicht ausdrücklich von der Personenzugverbindung Neckenmarkt/Horitschon die Rede ist, bin ich davon überzeugt, dass die Verhandlungspartner eine Lösung erarbeiten werden, die alle Beteiligten zufrieden stellen wird.“

Verwaist: der Bahnhof Neckenmarkt/Horitschon.
Der Bahnhof Deutschkreutz soll adaptiert und ausgebaut werden.
Autor:

Eva Maria Plank aus Oberpullendorf

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