"Fledermausbar" rekonstruiert
Schüler der Keramikschule Stoob in spannendes Projekt involviert

Die am Projekt beteiligten Schüler bei derArbeit
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  • Die am Projekt beteiligten Schüler bei derArbeit
  • Foto: Keramikschule Stoob
  • hochgeladen von Eva Maria Plank

Projekte sind in jeder Schule ein willkommener Anlass für  Schüler, ihr Können einzusetzen und dabei neue, aufregende Erfahrungen zu machen.

STOOB. Im Sommer/Herbst 2019 hat eine Gruppe junger Leute der Keramikfachschule Stoob die Universität für angewandte Kunst in Wien in einem spannenden Projekt unterstützt. Dafür gab es zur Belohnung viel Anerkennung und eine Reise nach London.

Projektstart

Von Fachlehrer, Hafnermeister Josef Koth wurden die Schüler der vierten Klasse der Keramikfachschule Stoob, gefragt, wer Interesse und Zeit hätte, in den Sommerferien für drei Wochen an einem Projekt der Universität für angewandte Kunst in Wien, mitzuwirken.
Die Aufgabenstellung war, eine nicht mehr vorhandenen Bar der Wiener Werkstätte nachzubauen, welche im Jahre 1907 von Josef Hoffmann eröffnet wurde. Das von Josef Hoffmann geplante Kabarett Fledermaus war neben dem Palais Stoclet und dem Sanatorium Purkersdorf eines der herausragendsten Projekte der Wiener Werkstätte. Dieses einzigartige Dokument der handwerklich-kreativen Arbeit aus dem Jugendstil, ist im Zuge der beiden Weltkriege zerstört worden. Die Innenausstattung wurde von Josef Hoffmann geplant, umgesetzt wurde es von der Wiener Werkstätte als ein gemeinschaftliches „Gesamtkunstwerk“ ohne jegliche Auftraggeber.
Das einzige was der Universität für angewandte Kunst für diese Interpretation vorlag, waren ein Schwarz-Weiß-Foto und eine Farbpostkarte der Bar.

Um die stilistische Adaption so realistisch wie möglich zu gestalten, war es notwendig, zunächst Vergrößerungen der einzelnen Details des Originals anzufertigen. Lehrer, Studenten und Archivare der Universität setzten diese Vorarbeit erfolgreich um. In dieser noch vorhandenen fotografischen Abbildung sind 56 Dekorfliesen erkennbar. Diese sind alle unterschiedlich gestaltet, als Relief, Gravur oder bemalt. Von den insgesamt 56 Motiven, welche in der Fotografie ersichtlich sind, konnten neun Motive identifiziert werden. Die rund 30 weiteren Motive konnten durch grafische Nachbearbeitung, wie Aufhellung und Verbesserung, stilistisch nachvollzogen werden.
Unsere Aufgabe war dann die praktische Umsetzung. Diese war durch die maßstabsgetreuen Vorlagen des Architekten möglich. Für jede einzelne Fliese haben wir durch eine Farblegende der Kunstuniversität die Farben bestimmt, sie auf das Maß des Planes zugeschnitten und vorerst auf Wandpaneele aufgelegt. Parallel wurde jede Fliese von uns geschliffen und geklebt. Insgesamt arbeiteten die Schüler zwei Wochen an diesem Vorgang. In der dritten und letzten Woche wurden die verlegten Fliesenwände verfugt.

Ausstellung im Belvedere

Die fertige Fliesenwand beträgt 60 Quadratmeter. Dafür wurden rund 7.000 Keramikfliesen in verschiedenen Größen, Farben und Motiven verlegt.  Diese einzelnen Paneele der Bar wurden zerlegt, verpackt und anschließend nach London transportiert. Dort kann die Arbeit bis Jänner 2020, neben anderen bewundernswerten Werken, in der Ausstellung Into the Night, Cabarets & Clubs in Modern Art von den Besuchern betrachtet und bestaunt werden. Ab Februar 2020 kommt der Ausstellungsraum anschließend nach Wien ins Belvedere.
"Wir, als beteiligte Schüler der Keramikfachschule Stoob und unser Projektbetreuer Alexander Spadlinek, ließen uns dieses Erlebnis nicht entgehen. Gemeinsam flogen wir für ein Wochenende nach London, um uns dort das Endergebnis anzusehen. Wir waren begeistert. Ein großes Dankeschön an die Initiatoren, Förderer und Fachkräfte, welche uns an der Umsetzung dieses herausfordernden Projektes durch ihre großartige Zusammenarbeit unterstützt haben."

Großes Dankeschön

Die Universität für angewandte Kunst Wien, Firma Spadlinek und Fliesenmacher, Firma Ardex, Keramikerin Beate Seckauer, Cosima Rainer, Sofie Mathoi, Maria Wiala und alle restlichen Lehrenden und Studierenden der Universität für angewandte Kunst Wien.
Besonderer Dank gilt Schulleiterin Mag. Christa Pichler, Fachlehrer und Hafnermeister Josef Koth, Betreuer Alexander Spadlinek und unterstützenden Fachlehrer Mag. Sascha Eselböck. (Bericht von Marie-Christin Ebner)

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