Symposion der Kindergarten- und HortpädagogInnen in Raiding

Mag.a Claudia Priber, Leiterin Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Gesellschaft, LSI HR Erwin Deutsch, MAS, MSc, Kindergarteninspektorin Mag.a Gerda Konrath, Prof. Dr. Dino Capovilla, Bildungsreferent LH Hans Niessl, Kindergarteninspektorin Kornelia Berlakovich, Amtsführender Präsident des Landesschulrates Mag. Heinz Zitz,
  • Mag.a Claudia Priber, Leiterin Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Gesellschaft, LSI HR Erwin Deutsch, MAS, MSc, Kindergarteninspektorin Mag.a Gerda Konrath, Prof. Dr. Dino Capovilla, Bildungsreferent LH Hans Niessl, Kindergarteninspektorin Kornelia Berlakovich, Amtsführender Präsident des Landesschulrates Mag. Heinz Zitz,
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RAIDING. Im Lisztzentrum Raiding fand das 17. Symposion der burgenländischen Kindergarten- und HortpädagogInnen statt. Mehr als 450 PädagogInnen waren der Einladung gefolgt. „Inklusive Pädagogik im Kontext von Transitionsprozessen – Herausforderungen und Perspektiven für eine gemeinsame Erziehung“ lautete das Tagungsthema, zu dem Prof. Dr. Dino Capovilla von der Humboldt-Uni Berlin referierte.

Soziale Kompetenz
„Die Kindergärten sind die erste und sehr wichtige Bildungsstätte. Neben Wissen werden hier auch Werte wie Solidarität und Menschlichkeit, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz vermittelt. Damit sind sie auch für die Persönlichkeitsentwicklung von fundamentaler Bedeutung“, betonte Bildungsreferent Landeshauptmann Hans Niessl in seiner Ansprache. Diesem Umstand habe man im Burgenland mit der Schaffung bester Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung Rechnung getragen: Knapp 98% der 3- bis 5-Jährigen im Land besuchen den Kindergarten; bundesweit liege man damit an erster Stelle, bei der Betreuung der 0- bis 2-Jährigen auf Platz 2 hinter Wien. Seit 2009 gibt es die Kinderbetreuungsunterstützung mit bis zu 500 Euro sowie die Kinderkrippenförderung mit bis zu 1.000 Euro pro Jahr. „Seither wurden mehr als 25 Mio. Euro an Kinderbetreuungsförderung für die burgenländischen Familien investiert“, so Niessl.

Möglichkeit

Ein klares Plädoyer für Inklusion hielt Erziehungsexperte Prof. Capovilla. Es solle allerdings dort, wo gemeinsame Erziehung nicht möglich sei, Ausweichmöglichkeiten geben. Als additive Förderung könne dies beispielsweise Nachmittagsunterricht sein. Wichtig sei es, dass behinderte bzw. Kinder mit besonderem Förderbedarf im Alltag Anschluss mit anderen Kindern finden, etwa in Sport- oder anderen Gruppen. „Es soll ihnen die Möglichkeit zum Vergleich gegeben werden, das Messen mit anderen soll das Selbstbild formen. Das ist für die soziale Entwicklung von entscheidender Bedeutung“, so Capovilla.

Praxisnah
Prof. Dr. Dino Capovilla studierte Informatik und Philosophie und promovierte in den Erziehungswissenschaften zum Thema Inklusion. Aktuell bekleidet er die Juniorprofessur für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an der Humboldt-Universität in Berlin. Seine Erfahrungen und Erkenntnisse als selbst stark sehbehinderter Schüler, Student und Lehrer in inklusiven Bildungssystemen begründen seine praxisnahe Ausrichtung.
„Aus meiner eigenen Erfahrung als Pädagoge heraus empfinde ich größten Respekt und Anerkennung für die Arbeit der KindergartenpädagogInnen, denn in den Kindergärten wird großartige, wertvolle Arbeit geleistet“, so Niessl abschließend.

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