"Zutiefst unzufrieden und enttäuscht"
FPÖ Oberpullendorf wechselt zur DAÖ

Herbert Adelmann ist seit Sonntag nicht mehr Bezirksparteiobmann der FPÖ Oberpullendorf – er wechselt mit 14 seiner 20 Bezirksgruppen-Mitglieder zur DAÖ
  • Herbert Adelmann ist seit Sonntag nicht mehr Bezirksparteiobmann der FPÖ Oberpullendorf – er wechselt mit 14 seiner 20 Bezirksgruppen-Mitglieder zur DAÖ
  • Foto: Fotostudio Rozsenich
  • hochgeladen von Franz Tscheinig

Am Palmsonntag verkündete FPÖ Bezirksparteiobmann Herbert Adelmann den Wechsel der Bezirkspartei Oberpullendorf zur DAÖ – 14 der 20 Mitglieder gehen mit – Adelmann soll "Die Allianz für Österreich" im Burgenland aufbauen

WIEN/OBERPULLENDORF. FPÖ Bezirksparteiobmann Herbert Adelmann wechselt mit 14 der insgesamt 20 FPÖ-Bezirksgruppen-Mitglieder zur DAÖ. Das gab der 41-Jährige gemeinsam mit DAÖ-Obmann Karl Baron bei einer Pressekonferenz am Sonntagvormittag bekannt. 

"Aufbau der Partei im Burgenland"

„Herbert Adelmann steht für die erste offizielle Ausrollung unserer Bürgerbewegung in den Bundesländern und er wird für den Aufbau der Partei im Burgenland sorgen“, erklärte Baron. 

"Wir haben das Vertrauen in diese FPÖ verloren"

Adelmann beschreibt die Gründe für den Wechsel als "einfach zu erklären": Man sei mit der gesamten Entwicklung und Situation der Freiheitlichen Partei zutiefst unzufrieden und enttäuscht. "Das ist eine Stimmung, die nicht nur bei uns in Oberpullendorf oder im Burgenland vorherrscht, sondern eine Grundstimmung, die sich mittlerweile durch die gesamte Freiheitliche Partei in Österreich zieht. Wir haben das Vertrauen in diese FPÖ, die von Hofer und Kick geführt wird, verloren und viele Ur-Freiheitliche vermissen jene Werte, die diese Bewegung ausgemacht haben", so Adelmann bei der Pressekonferenz. 

"Wer soll noch Vertrauen zu Hofer haben?"

Vor allem der Umgang mit Heinz-Christian Strache stößt Adelmann sauer auf: "Wer soll noch zu Bundesparteiobmann Norbert Hofer Vertrauen haben, der seinen damaligen engsten Parteifreund HC Strache so kaltblütig abgeschossen hat. Es war unkameradschaftlich und wahrlich schäbig wie Norbert Hofer und Herbert Kick mit Strache umgegangen sind und wie sie ihn mit Füßen getreten haben. Ich und viele andere sehen das als großen Hochverrat an unseren freiheitlichen Tugenden."

"FPÖ wurde zur zweiten ÖVP"

"Kameradschaft und Loyalität, wie sie von Strache vorgelebt wurden, wurden unter Hofer und Kickl abgeschafft. Es hat mich in meinen Grundfesten erschüttert, als ich mit ansehen musste, wie Hofer, Kickl und weitere Parteifreunde unmenschlich über Strache hergezogen sind. Alle diese Personen haben 14 Jahre lang von Strache gelebt. Ich prognostiziere heute schon, es wird für all diese Herrschaften ein böses Erwachen bei den nächsten Wahlen in ihren Bundesländern geben. Seit Hofer und Kickl die Partei übernommen haben, geht es mit ihr bergab. Die FPÖ wurde zur zweiten ÖVP."

Strache freut sich über neue Landesorganisation

Strache selbst meldete sich ebenfalls am Sonntag zu Wort: "Ich freue mich sehr, dass wir nach Wien heute mit dem Burgenland eine weitere Landesorganisation der ‚Allianz für Österreich‘ präsentieren dürfen. Mit dem jungen, dynamischen und hoch motivierten Herbert Adelmann als 'Landessprecher' unserer Bürgerbewegung und seinem Team sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt!" 

Hofer: "Parteiausschluss zuvorgekommen"

Norbert Hofer sagte dem ORF Burgenland, dass ein Parteiausschluss von Adelmann bereits vorgesehen war. Adelmann sei mit seinem heutigen Wechsel diesem Schritt zuvorgekommen. Gemäß dem Landesparteistatut der FPÖ Burgenland wird der Parteiausschluss von Adelmann mit sofortiger Wirkung ausgesprochen.

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