Karfreitag: Feiertag als Ausgleich?
SPÖ und Pfarrer Stefan Grauwald fordern einen freien Karfreitag

<f>Stefan Grauwald,</f> Klaudia Friedl, Peter Heger.
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OBERPULLENDORF (EP). Von der neuen Karfreitagsregelung sind burgenlandweit 35.000 evangelische Christen betroffen. Dies hat die Bezirks-SPÖ, an der Spitze Nationalrätin Klaudia Friedl und LA Peter Heger, auf den Plan gerufen: "Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen, die Karfreitagsregelung ist bloß ein Sieg für Industrie und Wirtschaft."

Überstundenkaiser

Die Arbeitnehmer würden verlieren, so NR Klaudia Friedl. Die ersten Lösungen für einen Feiertag ab 14.00 Uhr sei eine Verhöhnung aller arbeitenden Menschen. "Die endgültige Lösung eines Urlaubstages statt einem gesetzlich verankerten Feiertag für alle, verstärkt diesen Eindruck. Die Arbeitnehmer haben genug von den Anschlägen auf ihre Leistungen." Die österreichischen Arbeitnehmer seien Überstundenkaiser im EU-Vergleich. "Dafür wäre der freie Karfreitag ein Ausgleich. Es wäre an der Zeit, durch einen zusätzlichen Feiertag zumindest einen Schritt in Richtung fairen Ausgleich zu machen", so die beiden Politiker. Nicht als Vertreter einer politischen Partei, sondern als Mitarbeiter einer Ökumene und als demokratiepolitisch besorgter Bürger, tritt in dieser Diskussion auch Pfarrer Mag. Stefan Grauwald auf den Plan. "Ich bin auch ein wachsamer Bürger, dem demokratische Grundwerte ein Anliegen sind. Wenn die jahrzehntelangen Grundrechte einer Minderheit vom Tisch gefegt werden, dann ist es Zeit, um aufzustehen", so der evanglische Pfarrer von Weppersdorf.

Weckruf

Der Karfreitag sei nicht nur ein Feiertag der Evangelischen. "Er ist zentraler Feiertag aller christlichen Kirchen – auch die der Katholischen. Die Entscheidung der Regierungsparteien muss ein Weckruf zum ökumenischen Schulterschluss in dieser Sache sein", so Grauwald. Der Pfarrer ruft zum Besuch der heiligen Messe am Karfeitag auf. "Füllen Sie die Kirchen und zeigen Sie, dass vielleicht Regierungen Minderheiten für vernachlässigbar halten. Gott aber nicht!"

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