Fußball | 2. Klasse Mitte
FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II: Ein Debakel und die Nachwehen

FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II-Spielertrainer Laszlo Egle (re.) ließ zuletzt selbst mit seiner Körpersprache den notwendigen Impuls für seine Mannschaft vermissen. Das gestand der Legionär auch ein und versprach in den nächsten Wochen ein anderes Auftreten.
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  • FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II-Spielertrainer Laszlo Egle (re.) ließ zuletzt selbst mit seiner Körpersprache den notwendigen Impuls für seine Mannschaft vermissen. Das gestand der Legionär auch ein und versprach in den nächsten Wochen ein anderes Auftreten.
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UNTERFRAUENHAID (Oliver Frank). Es war ein Saisonstart, der zum Alptraum wurde: Das 0:10-Debakel des FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II im Nachbarschaftsduell beim ASK Raiding glich mit der historischen Schmach einer Selbstzerfleischung. Keine 48 Stunden später begann der geschäftsführende Obmann Norbert Hoffmann am Montag mit der Aufarbeitung. Die scheinbar höchste Saisonniederlage in der 58-jährigen Klubgeschichte hat deutliche Spuren hinterlassen und nicht zuletzt die Kritik nach dem völlig verpatzten Saison-Auftakt intern befeuert. Die Mannschaft um Spielertrainer Laszlo Egle zeigte sich in der Nachbetrachtung selbstkritisch und beschloss eine interne Rangordnung in punkto Kommunikation auf dem Platz.

Als es nach 41 Spielminuten zum sechsten Mal im Gehäuse des FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II einschlug und sich ASK Raiding-Neuerwerbung Richard Nemeth in seiner Premieren-Halbzeit mit seinem 4. Treffer feiern ließ, ließen die Gäste bereits lange zuvor die Schultern hängen und schauten beschämt zu Boden. „Von Beginn weg hat leider die notwendige Körpersprache gefehlt. Innerhalb der Mannschaft gab es nach dem frühen hohen Rückstand keine Kommunikation mehr“, schilderte Klubobmann Norbert Hoffmann.

Kein einziger Feldspieler stemmte sich erkennbar gegen die historische Niederlage – weder sportlich noch emotional. Wer hat am Spielfeld eigentlich das Sagen? Das fragten sich auch entsetzte Fans. Scheinbar niemand oder doch alle? Ein Umstand, den es für Norbert Hoffmann rasch zu beheben galt. „Wir haben uns am Montag bei der Spielerbesprechung darauf geeinigt, dass ab sofort vier Spieler in der Mannschaft das Sagen haben“, so Hoffmann. So werden Torhüter Fabian Hoffmann (er fehlte beim Saisonauftakt verletzungsbedingt), Andreas Kautz, Emmerich Hermann (der in Raiding wohnhafte Kicker heiratet am Wochenende) und natürlich Spielertrainer Laszlo Egle zukünftig lautstark Kommandos geben.

"An einem Strang ziehen"

Nicht nur die fehlende Organisation und Kommunikation seien „tödlich“ gewesen, gab Norbert Hoffmann zu. Da der spielende Trainer Laszlo Egle selbst mit seiner Körpersprache, Ratlosigkeit und Resignation vorlebte, fehlte zusätzlich der Impuls, den eine Mannschaft in einer solch einer schwierigen Phase braucht. Dazu bekannte sich der Trainer auch. Jedoch stellt die Klubführung klar, dass es (vorerst) keine Trainerdiskussion geben wird. „Wir werden die Flinte jetzt nicht ins Korn werfen. Wir müssen alle an einem Strang ziehen“, lautet die Parole.

Auch eine Debatte, die indirekt auch mit der gern diskutierten Frage nach dem Verfügung stellen qualitativ guter Spieler vom Burgenlandligaklub FC Deutschkreutz wird nicht angeheizt. „Wir werden diesbezüglich in den nächsten Tagen zwar Gespräche führen, wie wir das in den nächsten Spielen bewerkstelligen werden“, so Hoffmann. So lief unter anderem FC Deutschkreutz-Co-Trainer Mario Bintinger in der 2. Halbzeit auf. Auch deutlich mehr Feuer hätte man sich auch vom Regionalliga-erprobten Goran Erseg erwartet. Er hätte für den 2. Klasse Mitte-Klub zur Verfügung stehen sollen, doch der 28-Jährige meldete sich vor dem Anpfiff krank.

"Nehme die Spieler in die Pflicht"

„Ich nehme die Spieler in die Pflicht, da muss mehr kommen. Gerade die, die schon länger dabei sind, müssen vielmehr Verantwortung übernehmen“, fordert Hoffmann. „Bis zum Freitag ist nicht mehr so viel Zeit. Vielleicht können wir bis dahin diese Tugenden irgendwie in die Spieler reinbringen, um dann solche herben Ergebnisse zu vermeiden“, hofft das Vereinsoberhaupt. Am Freitag, ab 19 Uhr, trifft FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II in Unterfrauenhaid auf den 2. Klasse Mitte-Titelanwärter und neugegründeten Mattersburger Sportverein 2020.

Rückendeckung für die Spieler

Ein rabenschwarzer Tag soll sich nicht mehr wiederholen. „Beim ASK Raiding war es eben ein Spiel, bei dem uns gar nichts gelungen ist. Es hat überhaupt nichts funktioniert. Da kann man auch niemanden ausnehmen“, konstatierte Norbert Hoffmann. Grundsätzlich ist der Obmann kein Befürworter fürs Schlechtreden. „Jetzt ein Fazit zu ziehen, ist natürlich schwierig. Wir haben eine herbe Niederlage einstecken müssen, die es so lange nicht mehr gab. Das ist für uns bitter. Ich habe aber vorher eine gute Trainingsbeteiligung gesehen – und ich habe Vertrauen in die Spieler.“

Mehr Qualität und Quantität erwünscht

Das Personal und die Spielphilosophie werde man nicht über den Haufen werfen. Die Vereinsführung zweifelt nicht an den Spielern und ihrem grundsätzlichem Können. „Sie haben ihre Qualitäten.“ Man muss aber in schmerzlicher Form hinnehmen, dass es Rückschläge geben wird. „Es ist aber keine Qualitätsfrage“, meint Hoffmann. Mehr Qualität und vor allem Quantität sollen in den nächsten Wochen noch mehr vom Partnerklub und Burgenlandligisten FC Deutschkreutz kommen. Diesbezügliche Gespräche laufen auch heute.

2. Klasse Mitte | 1. Spieltag:

FC Deutschkreutz/Unterfrauenhaid II-Spielertrainer Laszlo Egle (re.) ließ zuletzt selbst mit seiner Körpersprache den notwendigen Impuls für seine Mannschaft vermissen. Das gestand der Legionär auch ein und versprach in den nächsten Wochen ein anderes Auftreten.

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