Serie "Unsere Sporttalente" | Mountainbike
Lukas Mihalkovits: "Man muss sich quälen können!"

Ob Cross-Country- oder Downhillrennen mit waghalsigen Sprüngen - für Lukas Mihalkovits wurde das Hobby zum Lebensinhalt.
  • Ob Cross-Country- oder Downhillrennen mit waghalsigen Sprüngen - für Lukas Mihalkovits wurde das Hobby zum Lebensinhalt.
  • Foto: jmphoto
  • hochgeladen von Oliver Frank

DÖRFL (Oliver Frank). Ein trüber, kalter Wintertag eine Woche vor Ostern. Feiner Regen, starker Wind. Kein Sonnenstrahl durchdringt die tiefhängende Wolkendecke. Kein idealer Tag für eine Radtour. Allerdings bremst das Lukas Mihalkovits nicht, eine Mountainbike-Trainingseinheit steht für ihn im Wienerwald an. Und er ist motiviert. Das unterstreicht auch diese Zahl: „In den letzten Jahren bin ich sicher über 50.000 Rad-Kilometer gefahren“, beziffert er. Beachtlich. Und der 23-Jährige ist klarerweise auch top-ausgerüstet.

Dichtmilch in den Rennreifen

Mountainbikes werden immer besser: Hydraulische Bremsen, Speichen mit Hightech-Fasern oder spezielle Reifen, die vor allem auf sportliche Trailrides und Marathons brillieren sollen. „In meinen Reifen ist nach wie vor Luft und Dichtmilch eingefüllt“, erklärt Lukas Mihalkovits trocken – nicht nur als Branchenkenner sondern als Fahrer bei Weltcup-Rennen. Und der 23-Jährige hat viel zu erzählen: Durch seine unersättliche Faszination für den Bikesport, seinen präzisen Fahrstil sowie die Liebe zum Outdoorsport und zur Natur verkörpert der gebürtige Dörfler diesen Sport optimal. Und es ist eine Geschichte, die vor rund einem Jahrzehnt auf den sanften Hügeln von Dörfl begann und zur internationalen Bühne des Mountainbikens von heute führt: Vor ziemlich genau neun Jahren fand seine Jungfernfahrt statt. „Es war im Dirtpark in Dörfl“, erinnert sich der Absolvent der Handelsakademie in Oberpullendorf gerne zurück. Damit begann eine neue Ära. „Später fuhren mich meine Eltern oder mein Bruder immer zum Semmering!“ Um dort zu fahren, den Spaß auszuleben und zu trainieren.


12.000 Rad-Kilometer jährlich

Heute prägt ihn neben seinem Studium die tiefe Verbundenheit zum Mountainbiken. Aus einem Hobby wurde Leidenschaft, und die Leidenschaft wurde schnell zum Lebensinhalt. Und ist stolz auf die Zusammenarbeit mit Michael Knopf, der dem Team Radwelt MK factory racing vorsteht. „Von ihm bekomme ich Ersatzteile für das Bike und abseits davon profitiere ich auch von seinem Wissen.“ Welches Lukas Mihalkovits später auf der Strecke gemeinsam mit Trainer Roland Plank auch umsetzen will. Denn Mountainbiken ist mehr als sportliches Radfahren. „Ich kann mich quälen“, erklärt der Student für Sportwissenschaften mit internationaler Biker-Erfahrung. Etwa 12.000 Rad-Kilometer spult der Nichtraucher jährlich ab. Der Lohn: Langjährige Top-Leistungen hievten ihn zur Elitegruppe.


Ziel: Weltcuppunkte sammeln

Ob reine Bergrennen, Cross Country auf Marathon-Distanz, kurze Sprintrennen, Downhill oder Enduro – im letzten Jahr setzte er mit einem internationalen Top 7-Rang im ung. Nagykanizsa und einer Top 10-Platzierung bei den Österr. Meisterschaften in Dornbirn gehörige Duftmarken. Das primäre Ziel des ehrgeizigen Pedalritters für die heurige Rennsaison: „Weiter Punkte sammeln!“ Damit er sich weiter in der Weltrangliste verbessern kann. Die beste Gelegenheit dafür wartet Ende Mai beim internationalen Rennen im tschechischen Nove Mesto, wo für Lukas Mihalkovits die Premiere im Weltcup auf dem Programm steht ...

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