22.03.2017, 16:27 Uhr

Montagsakademie in der BHAK/BHAS Oberpullendorf

Krise – wissenschaftstheoretisch und -historisch betrachtet

OBERPULLENDORF. Wenn Ökonomen heute Umweltprobleme oder soziale Ungerechtigkeit als Ursachen der Krise ausmachen, so beziehen sie den Begriff der Krise einmal auf die Analyse von Problemen und einmal auf die Beschreibung von Ereignissen. Woher kommt der Begriff der Krise eigentlich, was bedeutet er ursprünglich und weshalb bedarf die ›Krise‹ immer auch eines Beobachters? Wie kam es dazu, Soziales über die Form der Krise zu beobachten und warum wurde die Krise als strukturelles Signum der Neuzeit bezeichnet? An diese und andere Fragen möchte der Vortrag aus theoretisch-konzeptueller und wissenschaftshistorischer Sicht herangehen, auch um zu zeigen, welche​ Wissenschaftsprozesse im Verhältnis von Natur und Gesellschaft im Hintergrund stehen, wenn wir heute von Krise sprechen.

Montag, 27. März 2017, 19:00 Uhr BHAK und BHAS Oberpullendorf, Gymnasiumstraße 19, Vortragender: Univ.-Prof. Dr. Simone De Angelis, Zentrum für Wissenschaftsgeschichte, Universität Graz

Zur Person:
Forschungsschwerpunkte:
Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der Medizin, Historische Epistemologie, Methodik der Wissenschaftsgeschichte, Geschichte und Philosophie der Wissenschaften, Studien zur Erforschung der europäischen Aufklärung und der Renaissance, Wissenschafts- und Kulturbeziehungen zwischen Italien und Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Berufliche Laufbahn:
seit Oktober 2011: Universitätsprofessor am Zentrum für Wissenschaftsgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz
⋅ 2008-2011: Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Bern
⋅ 2008: Habilitation in Vergleichender Literaturwissenschaft und Wissenschaftsgeschichte, Universität Bern
⋅ 1996-2000 und 2003-2008: Assistent für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft, Universität Bern

Auszeichnungen, Stipendien, Gastprofessur:
⋅ 2011 Stipendiat am Morphomata Center for Advanced Studies der Universität Köln: Entstehung, Dynamik und Medialität kultureller Figurationen. Gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
⋅ 2010 Albrecht von Haller-Medaille der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern
⋅ 2000-2003 Post-Doc-Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
⋅ 2002-2003 London, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wellcome Trust Center für Geschichte der Medizin an der Universität London
⋅ 2004-2005 Stipendiat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel (Deutschland)
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