29.08.2016, 15:00 Uhr

Ein Hoch auf das Landleben

Gerhard Hufnagel ist Obmann des Männergesangsvereins (MGV) Franz Liszt und ist mit Raiding eng verbunden.

RAIDING (EP). Seine Kindheit in Raiding ist etwas, was Gerhard Hufnagel ewig im Gedächtnis bleiben wird. "Wir hatten damals eine Kindheit, die es heute so nicht mehr gibt. Ich war mit meinem Opa ständig auf dem Feld oder im Wald unterwegs oder war mit meinen Freunden draußen in der Natur. Damals gab es ja keinen Fernseher, kein Handy oder Playstation. Wenn ich diese Erlebnisse meinen Enkeln erzähle, ernte ich nur ungläubiges Staunen", so der 68-Jährige.

Insel der Seligen
Gerhard Hufnagels Vater stammt aus der Liszt-Gemeinde, im ehemaligen Elternhaus haben sich Hufnagel und seine Gattin heute ein kleines Paradies geschaffen. "Mein Vater pendelte so wie ich zur Arbeit nach Wien. Für ihn war Raiding genauso wie für mich immer ein Rückzugsort." Das Landleben hat es ihm auch heute noch angetan. "Ich war und werde nie ein Stadtmensch sein, ich liebe das beschauliche Leben hier. Raiding ist eine Insel der Seligen."

Nachwuchssorge

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Als begeisterter Raidinger und Obmann des MVG liegt Hufnagel natürlich das Erbe von Franz Liszt am Herzen. Entstanden ist der Verein quasi im Wirtshaus. "Wie es halt so ist in einem Dorf: Männer treffen sich im Wirtshaus und irgendwann wird halt gemeinsam gesungen." Der MGV, seit 1986 stillgelegt, wurde im Jahr 2000 mit Obmann Manfred Fuchs wieder professionell aufgestellt. Zahlreiche Auftritte im In- und Ausland sind damals wie heute ein Markenzeichen des MGV, Obmann Gerhard Hufnagel ist stolz auf seine Sänger. "Wir sind ein lustiger Chor, 25 Männer singen mit Freude. Ich schätze auch die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Truppe. Allerdings fehlt uns der Nachwuchs, wir würden uns sehr über Interessenten freuen."

Unbeschreiblic

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Inzwischen gibt es vom MGV zwei CDs mit Liebes-, Jagd-, Frühlings- und Weinliedern. Ein großer Erfolg steht im September ins Haus.
Der Chor ist zum Europäischen Winesong Festival in Pecs (Ungarn) eingeladen, die Generalprobe dazu findet übrigens am 4. September um 14.00 Uhr im Pfarrzentrum Raiding statt. "Die Teilnahme ist eine große Ehre für uns", freut sich Hufnagel, der in seiner Freizeit außer den eigenen Garten die Natur rund um Raiding genießt. Die absolut schönsten Plätze sind für ihn die Urbani Kapelle und das "RAGA" Weingebirge. "Hier kann ich absolut abschalten, unternehme Spaziergänge oder fahre mit dem Rad durch diese wunderbare Gegend. Es ist einfach unbeschreiblich schön hier." Wenn er Gesellschaft braucht, besucht Hufnagel auch gerne mal das einzige Wirtshaus der Gemeinde, den "Braustadel". Bier wurde und wird hier zwar nie gebraut werden, der Name sei aber berechtigt. "Bis heute steht im Stadel eine voll funktionstüchtige Bierbrau-Anlage. Das ist halt Raiding, auch deshalb liebe ich diesen Ort und den Menschenschlag hier." P).
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