25.09.2016, 19:40 Uhr

Ein Leben lang in Stoob

Die Künstlerin Annemarie Hollweck kam als Kind nach Stoob und ist bis heute leidenschaftliche Stooberin.

STOOB (mb). Über den Dächern von Stoob, in der alten Hauptschule, 78 Stufen hoch über der Straße, hat die Künstlerin Annemarie Hollweck ihr Atelier, in dem sie über ihr Leben und ihre tiefe Verbundenheit mit Stoob berichtet. "Mein Vater war evengalischer Pfarrer und so bin ich als Kind nach Stoob gekommen", erzählt sie im Gespräch. Die christlich, humanistisch und kreative Lebensweise ihrer Eltern hat sie und ihr künftiges Leben sehr geprägt, denn der Sinn für Schönes, Ästhetik und zwischenmenschliche Werte sei in ihrer Kindheit immer groß geschrieben worden. Es ist auch etwas, das sie heute noch antreibt und sie auch in der Pfarrgemeinde aktiv sein lässt. So singt sie nicht nur im Chor, sondern ist auch aktiv als ökomenisches Mitglied im Bergkirchenkomitee. "Es geht um den Erhalt eines Kulturgutes, welches wir hier in Stoob haben und das ist das Wichtigste", so Hollweck über ihr Engagement. Auch sonst ist die Stooberin, die ihr Leben der Keramik und der Kunst verschrieben hat, unermüdlich in ihrer Arbeit mit Menschen. Im Moment ist ihr Herzensprojekt "Cenacolo", wo sie mit ehemalig Drogensüchtigen kreative Workshops macht und die Ergebnisse dieser Arbeiten am 27. Oktober in einer Vernissage im Haus St. Stephan gezeigt werden.

Die große weite Welt
Ihn ihrem Lebensplan hatte ja ursprünglich die Keramikschule keinen Platz, sondern die Modeschule in Hetzendorf stand am Plan. Aber das Leben wollte es anders und so wurde doch die Keramik, für die Stoob weit über die Grenzen hinaus bekannt ist, ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Zuerst besuchte sie selbst die Keramikschule und kehrte nach Jahren ebendort als Lehrerin für Dekor und Zeichnen zurück. Aber bis sie die Liebe wieder nach Stoob zurück holte, durfte sie auch fast ein Jahr in Dänemark leben und arbeiten. "Ich hatte so unglaubliches Heimweh nach Stoob, hab es aber dann doch ausgehalten und meinen Eltern ein Telegramm mit den Worten ’Bin erwachsen, komme nicht nach Hause‘, geschrieben", erzählt sie lachend. Dennoch sei sie dann sehr gerne wieder in das intakte Gemeindeleben nach Stoob zurückgekehrt, wo damals wie heute der Zusammenhalt ein sehr guter und starker war.

Tolles Erholungsgebiet
Außer den tollen Zusammenhalt unter den Stoobern liebt sie auch die Gegend und die Landschaft rund ihr Zuhause. Als absolutes Highlight sieht sie das Erholungsgebiet rund um das Rückstaubecken. "Als überzeugte Radfahrerin, die kein Auto hat, liebe ich die vielen Radwege rund um Stoob und genieße das Erholungsgebiet, wo ich Kraft tanken kann", so die Künstlerin.

Kunst in Stoob
Seit Jahren arbeitet sie im "magischen Künstlerdreieck", beinahe Tür an Tür mit der Galerie Hametner und der Schauspielerin Brigitte Antonius, was einmal mehr zeigt, dass Stoob ein kreatives Pflaster ist.
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