16.10.2017, 15:42 Uhr

Einfach näher dran mit Christian Prieber: "Ich könnte in keiner Stadt leben"

Christian Priber mit Sohn Elias im Elektroauto an seinem Lieblingsplatz am Kirchenberg. (Foto: Foto: privat)

Christian Priber ist Lackendorfer aus Leidenschaft und mag Elektroautos

LACKENDORF (EP). LACKENDORF (EP). Der 44-jährige selbstständige Versicherungskaufmann und Vater eines zehnjährigen Sohnes hat die meiste Zeit seines Lebens in Lackendorf verbracht. Kindergarten und Volksschule besuchte er in dem beschaulichen Dorf, danach ging's ins Sportgymnasium nach Wiener Neustadt, wo Priber die Matura ablegte.
"Ich war sogar kurze Zeit Spitzensportler im Dreisprung und Zehnkampf, habe Wettkämpfe bestritten." Nach der Schulzeit zog es ihn aber wieder nach Lackendorf, baute ein Haus und hat geheiratet. Neben seinem anspruchsvollen Job hat Christian Priber aber ein besonderes Hobby: Er organisiert einen Stammtisch für Photovoltaik und moderne Mobilität in Lackendorf.
"Ich komme aus einer sehr aufgeschlossenen, autointeressierten Familie und kam daher sehr früh in den Genuss, erste Probefahrten mit Elektroautos zu machen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Autohersteller großteils damit beschäftigt, über die Medien auf Elektroautos einzuschlagen." Seine Praxiserfahrung und auch Berechnungen widerlegten diese herrschenden Meinungen. "Innerhalb eines Jahres nach der ersten Probefahrt hatten mein Vater, mein Onkel, mein Großvater, meine Gattin und ich ein Elektroauto gekauft. Später folgten dann noch meine Cousine, meine Mutter, mein Großonkel und weitere Bekannte, die wir mit Probefahrten und Praxisberichten von den Vorteilen eines Elektroautos überzeugen konnten. In unserem kleinen Dorf mit 597 Einwohnern gibt es bereits 14 Elektroautos - und das nur, weil die Menschen objektiv informiert werden", ist sich Christian Priber sicher.

Umweltfreundlich
Der Großteil der Elektroautos wird zum Teil über eigene Photovoltaikanlagen getankt, was die Vorteile des Autos und auch der PV-Anlage verbessere. "Und das nicht nur aus ökologischer, sondern auch aus ökonomischer Sicht." "Alle sechs bis acht Wochen findet ein Stammtisch statt, der gleichzeitig ein Infoabend ist. Interessierte können mit einem E-Auto Probe fahren, Besitzer von E-Fahrzeugen tauschen sich untereinander aus, es gibt Informationen über Förderungen.
"Viele bedanken sich bei mir, dass ich ihnen die Augen geöffnet habe. Die Tatsache, dass es bei uns einen derartigen Andrang an dieser umweltfreundlichen Mobilität gibt, zeigt das Potenzial, welches hier verborgen liegt." Schuld an der schleppenden Entwicklung seien Halb- und Unwahrheiten über Elektroautos: "Daher kommen die Konsumenten erst gar nicht auf die Idee, sich selbst ein Bild über die Vor- und Nachteile der einzelnen Antriebsarten zu machen."
Im Hause Priber fährt sogar der Rasenmähertraktor elektrisch. "Dafür habe ich extra den Motor umgebaut, auch meine Kettensäge wird elektrisch angetrieben."

Stille und Natur

Der Familienvater liebt die Natur: "Ich habe meine Kindheit am Kirchenberg und in der Sandgrube verbracht, mein Haus steht auf dem Kirchenberg, der für mich eine eigene Faszination ausstrahlt. Ich mag diese Stille und die Natur um mich herum, ich könnte nie in einer Großstadt wohnen."

www.meinbezirk.at/bgld/end
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