23.10.2017, 14:50 Uhr

Einfach näher dran mit Daniel Sommer: "Stoob ist meine Heimat"

Die Jugend von Stoob vor dem heurigen Osterfeuer. Der Plutzer war 12 Meter hoch und hatte zehn Meter Durchmesser. (Foto: Foto: privat)

Daniel Sommer war gemeinsam mit Michael Danzinger quasi der Erfinder des Plutzer-Osterfeuers.

STOOB (EP). Aufgewachsen ist Daniel Sommer in Stoob und Kärnten, mit 18 – nach der Matura – ging er nach Stoob zurück. "Für mich war immer klar, dass ich wieder hierher zurückkomme.
Ich habe mich immer mehr als Stoober denn als Kärntner gefühlt, hier habe ich meine Freunde, hier ist meine Heimat", so der Student der Betriebswirtschaft, der zur Zeit seinen Master im Finanz-, Wirtschafts- und Rechnungswesen macht. Mit 15 ist Daniel Sommer in die Burschenschaft eingetreten, er war bis vor kurzem Obmann des Vereins, der sich aus etwa 100 Mitgliedern der Dorfjugend – also auch Mädchen – zusammensetzt. Die Burschenschaft hat in Stoob eine lange Tradition und veranstaltet viele Feste mit bzw. in Eigenregie. So wird alle zwei Jahre ein Faschingsumzug organisiert, dieser wird in Kooperation mit den lokalen Gastwirten veranstaltet.

Osterfeuer als Plutzer

Vor allem der Brauch des Osterfeuers wird von der Burschenschaft zelebriert. "Das Osterfeuer erfreut sich in Stoob besonderer Beliebtheit, denn es wird in Form eines riesigen Plutzers gebaut. Von Mitte Jänner bis Ostern arbeiten die Stoober Burschen ehrenamtlich am hölzernen „Kunstwerk“. Vom Baumschnitt bis zur Errichtung arbeiten pro Samstag zwischen 15-40 Burschen an der Umsetzung. Heuer war der Plutzer zwölf Meter hoch und hatte einen Durchmesser von zehn Metern", ist Sommer stolz. Ganz Stoob ist dann auf den Beinen, wenn der Plutzer angezündet wird. "Das Osterfeuer war immer ein Treffpunkt für die Stoober, inzwischen kommen die Menschen aus dem ganzen Bezirk, um mit uns zu feiern." Viel Organisationstalent zeigen die Burschen auch beim Maibaumaufstellen. "Jeden 30. April stellen wir unter Mithilfe von erfahrenen Holzarbeiter am Hauptplatz einen großen, von den Mädchen geschmückten Maibaum auf."

Tradition
Der Höhepunkt des Jahres ist der traditionelle Stoober „Burschenkirtag“. "Die Stoober Jugend eröffnete heuer mit 40 Tanzpaaren den Kirtag. Neben der Errichtung einer wetterfesten Tanzfläche, ist die Burschenschaft auch für die Organisation und die Gestaltung des Kirtags verantwortlich", so Sommer. An Stoob schätzt der 25-Jährige die Zusammengehörigkeit der Bevölkerung und speziell der Dorfjugend: "Gute Ideen werden von allen angenommen und, wenn es geht, auch umgesetzt." Daniel fährt jedes Wochenende nach Stoob, joggt dann gerne um den Stausee und wandert zum "Biri", einer unter Naturschutz stehenden Streuobstwiese. "Dort oben gibt es ein Bankerl, von wo man das gesamte Stooberbachtal überblickt. Dort kann ich abschalten und die Natur genießen. Das ist Entspannung pur."
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