20.04.2017, 15:08 Uhr

Frauen in der Technik – eine Erfolgsgeschichte

Projekt „Jobmentoring“ für Frauen wurde neu gestartet

NEUTAL (EP). Im Rahmen des Projektes werden Frauen, die im BUZ Neutal eine Ausbildung absolvieren, begleitet und unterstützt. „Frauen haben es noch immer schwerer, in `männlichen` Berufen Fuß zu fassen. Auch ein Praktikumsplatz während der Ausbildung ist nicht einfach zu finden", weiß die Intiatorin des Projektes, Landesrätin Verena Dunst. Kurs- und Ausbildungsmaßnahmen wie das Projekt ,Jobmentoring‘ seien deshalb wichtig. "Frauen werden während der Ausbildungszeit bis zur Integration am Arbeitsmarkt betreut und begleitet." Das Projekt richtet sich an burgenländische Frauen, die den (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben anstreben. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre und läuft von 2017 bis 2019 (max. 24 Monate); in diesem Zeitraum werden 50 bis 60 Frauen betreut. Die Projektkosten von 95.519 Euro werden aus Mitteln des europäischen Sozialfonds (ESF), des Landes und des Bundes finanziert. Derzeit sind dreizehn Frauen im Projekt.

Ausbildungpaket

„Unser Ziel ist, jede Teilnehmerin bestmöglich zu begleiten und ein individuelles Ausbildungspaket zusammenstellen“, so BUZ-Geschäftsführer Mag (FH) Christian Vlasich. Wichtig sei auch die enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Diese funktioniere sehr gut. „Von den derzeit dreizehn Frauen, die seit sechs Wochen im Projekt betreut werden, haben bereits zwölf einen Praktikumsplatz gefunden“, sagt BUZ Fachtrainerin Heike Schabhüttl, die die Frauen von Beginn der Kursmaßnahme bis zur Integration am Arbeitsmarkt begleitet. Dies sei in der kurzen Zeit ein schöner Erfolg, so Vlasich: „Die Suche nach einem Praktikumsplatz ist oft schwieriger als die Suche nach einem Job.“

Karriereplan

Das Ziel der Maßnahme ist die berufliche Integration der Teilnehmerinnen während der Ausbildung, die Erarbeitung eines Karriereplans, die Erstellung entsprechender Bewerbungsunterlagen sowie die Unterstützung bei der Jobsuche. Das AMS Burgenland ist dabei Projektpartner. „Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, sind eine schwierige Zielgruppe. Es geht dabei oft um Menschen mit Existenzängsten, es geht um Armut, auch um Kinderarmut. Dazu kommt, dass fast jede zweite im Burgenland als arbeitslos gemeldete Frau nur einen Pflichtschulabschluss hat, nur 30 Prozent haben eine Lehre. Bei den als arbeitslos gemeldeten Männern haben 53 Prozent eine Lehre absolviert. Gerade deshalb sind Projekte wie ,Jobmentoring`so wichtig“, erklärt Jutta Mohl, Leiterin der AMS Regionalstelle Oberpullendorf.

Neustart

Auch Bürgermeister Erich Trummer begrüßt die Maßnahme: "Das Projekt ist zugeschnitten für Frauen die einen Neustart wollen. Es ist sinnvoll in diese 13 Frauen zu investieren."
Für die Frauen ist das Erlernen eines technischen Berufes eine Herausforderung, die sie gerne annehmen. "Für mich ist es eine andere Welt, die Ausbildung ist zwar schwierig aber es ist zu schaffen", so etwa die ehemalige Köchin Peggy, die zur tehcnischen Zeichnerin ausgebildet wird. Auch Marliese hat sich für einen technischne Beruf entschieden. "Ich wollte immer schon etwas mit meinen Händen produzieren, so gesehen ist der ideale Beruf für mcih."
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