09.11.2017, 10:58 Uhr

Gegen das Vergessen: Alexander Van der Bellen am Roma-Mahnmal

Gemeindevorstand Franz Zarits, Gemeindevorstand Peter Krail, Bürgermeister Christian Weninger, Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen, Mag.a Doris Schmidauer, Gattin des Bundespräsidenten, Landeshauptmann Hans Niessl, Christian Klippl, Obmann Kulturverein Roma Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Roma-Volksgruppenbeirates (Foto: Foto: Gemeinde Lackenbach)
LACKENBACH (EP). Im November 1940 wurde von den Nationalsozialisten in einem Gutshof in Lackenbach ein "Zigeunerlager" eingerichtet, in dem Roma und Sinti unter unmenschlichen Bedingungen interniert wurden. Von rund 4.000 dort Festgehaltenen erlebten nur 300 bis 400 die Befreiung des Lagers im Jahr 1945. Auf Anregung der österreichischen Opferverbände wurde am 6. Oktober 1984 unweit des ehemaligen „Zigeunerlagers“ ein Mahnmal für die hier internierten und von hier deportierten Roma und Sinti errichtet.

Jährliche Gedenkfeier
Anlässlich der 50. Wiederkehr der Errichtung des „Zigeunerlagers“ Lackenbach wurde im Jahre 1990 erstmals eine Gedenkfeier beim Denkmal organisiert. Seither werden diese Gedenkfeiern jährlich im November vom Kulturverein österreichischer Roma gemeinsam mit der burgenländischen Landesregierung und der Marktgemeinde Lackenbach abgehalten. Die höchsten politischen Repräsentanten des Burgenlandes und der Republik Österreich nahmen  auch heuer wieder an der Gedenkstunde teil. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Landeshauptmann Hans Niessl und alle Teilnhemer wurden von Bürgermeister Christian Wennger begrüßt,  danach legten die politischen Repräsentanten in Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma Kränze nieder.
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