13.10.2017, 17:26 Uhr

Interview mit Bürgermeisterin Angelika Mileder: "Das Amt bereitet mir unheimlich viel Freude"

Angelika Mileder ist die einzige ÖVP Bürgermeisteirn im Bezirk. (Foto: Foto: privat)

Die 45-jährige Angelika Mileder wurde am 1. Oktober zur Bürgermeisterin von Frankenau-Unterpullendorf gewählt. Mit ihr hat der Bezirk Oberpullendorf nun nach Klaudia Friedl eine zweite Frau an der Spitze einer Gemeinde.

FRANKENAU-UNTERPULLENDORF (EP). Wann und wieso haben Sie sich entschieden politisch zu engagieren? Und warum in der ÖVP?
ANGELIKA MILEDER: Vor der letzten Gemeinderatswahl 2012 wurde ich vom damaligen Bürgermeister Anton Blazovich gefragt, ob ich mich auf die Kandidatenliste der ÖVP setzen lassen würde. Ich war damals schon seit über fünf Jahren Verschönerungsvereinsobfrau, daher bei den Ortsbewohnern bekannt. Damals war meine Antwort: „Du weißt gar nicht wen ich wähle…“ Toni lachte: “Das ist mir egal, ich möchte dich dabeihaben, weil du eine intelligent, kreativ, hilfsbereit und freundlich bist. Und du liebst deine Ortschaft.“ Bei der damaligen Gemeinderatswahl erhielt ich die meisten Vorzugsstimmen und rutschte sofort in den Gemeinderat. So begann mein Engagement für die Kommunalpolitik der ÖVP.

Ist Gemeindepolitik spannend?
Auf jeden Fall! Im April 2017 wurde ich vom Gemeinderat zur Bürgermeisterin gewählt, eine turbulente und wirklich sehr schöne Zeit liegt seither hinter mir. Anfangs war ich skeptisch, sehr viel Neues kam auf mich zu, ich merkte aber, dass es mir unheimlich viel Freude bereitete: Menschen zuhören, beistehen und helfen können, leider nicht immer – jedem Menschen Recht getan, ist eine Kunst die niemand kann.

Sie sind im ersten Wahlgang Bürgermeisterin geworden. War das überraschend oder haben Sie damit gerechnet?
Von vielen Gemeindebürgern bekam ich während den Hausbesuchen positives Feedback und Motivation. In der Großgemeinde ist die ÖVP seit Langem die führende Fraktion. Jedoch, dass wir bei diesen Gemeinderatswahlen zwei Mandate dazugewinnen konnten, hätte ich mir nie träumen lassen. Ich dachte zuerst, dass es sehr riskant ist als Frau diesen führenden Posten anzustreben. Es wirklich eine Überraschung für mich, dass ich mit so viel Zuspruch diese Wahl für mich entscheiden konnte. Das tolle Team hinter mir, von alt bis jung, aus unterschiedlichen Interessensgruppen, sowie Frauen  und Männern aus allen vier Ortsteilen, hat viel dazu beigesteuert, damit wir diesen Erfolg erlangen konnten.

War Ihre Kandidatur ein leichte Entscheidung?
Zuerst klärte ich alles mit meiner Familie, meinem Mann und meinen drei Kindern. Diese unterstützten mich vom ersten Tag meiner Entscheidung. Außerdem bekam ich von allen Seiten, ob auf Gemeindeebene oder Bezirksebene, zustimmende Unterstützung und den Auftrag dieses Amt zu übernehmen.

Sie sind berufstätig und haben eine Familie. Wie bringen Sie alles unter einen Hut?
Meine Kinder sind beinahe erwachsen und „brauchen“ mich nicht mehr auf Schritt und Tritt. Mein Team im Gemeindeamt leistet hervorragende Arbeit, ich kann mich zu 100% auf sie verlassen und danke ihnen auf diesem Wege gleich dafür. Zurzeit bin ich drei Tage der Woche im Verkauf tätig und die restliche Zeit nimmt mich mein Amt in Anspruch. Es ist nicht immer einfach Termine zu koordinieren und überall präsent zu sein. Jedoch, wo ein Wille, da auch ein Weg!

Was ist das schönste daran, Bürgermeisterin einer Gemeinde zu sein?
Unsere Gemeinde mit vereinten Kräften voranzubringen und somit die Wünsche der Bürger und Bürgerinnen und Interessen aller in die Tat umzusetzen. Verschiedene Menschen kennenzulernen, mit einem tollen Team zusammenzuarbeiten, die Gemeinde aufblühen zu sehen und mein Können und meine Erfahrung in vielen Bereichen einzusetzen, sind nur einige schöne Facetten.

Sehen Sie auch Nachteile?
Jeder Beruf hat seine Vor- und Nachteile. Wenn das Positive überwiegt, kann man in jeder Branche seine Person einbringen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.