17.01.2018, 11:00 Uhr

Kommentar

Seit 6. Jänner haben Ärzte im Wochenend- und Feiertagsdienst eine Ruhezeit von 21.00 bis 7.00 Uhr. Das heißt: Die Mediziner haben nicht - wie bisher - von Freitagabend bis Montagfrüh Bereitschaft, sondern können sich in der Nacht regenerieren. Somit haben die Patienten die Sicherheit, dass sie sowohl am Wochenende, als auch zum Wochenstart einem ausgeruhten Hausarzt gegenübersitzen und nicht einem übermüdeten, weil er 72 Stunden Bereitschaftsdienst hatte. Eine Regelung, die zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt. Denn auch die Attraktivität des Berufes wird dadurch deutlich angehoben, somit ist die flächendeckende Versorgung mit Hausärzten im Bezirk (hoffentlich) gewährleistet.
Wir alle brauchen ab und zu einen Arzt und erwarten bestmögliche Betreuung vor Ort, möglichst ohne Wartezeiten. Aber Hand aufs Herz: Oft reicht eine banale Erkältung und der Doktor des Vertrauens wird mitten in der Nacht (unnötig) angerufen. Etwas mehr Selbstreflektion und Geduld der Patienten wird deshalb trotz der Wochenend-Neuregelung nötig sein ...

Kommentar zum Thema Wochenendienste für Hausärzte sind neu geregelt
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