11.12.2017, 15:04 Uhr

S31 Überholverbot wird nun geprüft

Überholverbot geplant? Der tödliche Unfall, der sich vor kurzem auf der S31 ereignete, sorgt für Diskussionen. (Foto: Foto: FF Weppersdorf)

Nach tödlichem Unfall wird S31 Überholverbot gefordert, auch zusätzliche Maßnahmen auf der B61a möglich.

OBERPULLENDORF (EP). Im zweispurigen Abschnitt auf der S31 zwischen Oberpullendorf Nord und dem Kreisverkehr Steinberg-Dörfl krachte es bereits öfter, nach dem tödlichen Unfall vor etwa einem Monat werden immer öfter Stimmen nach einem Überholverbot sowie einem Tempolimit an dieser Stelle laut.

Gutachter prüft Überholverbot
Der Straßenerhalter, die ASFINAG (Autobahnen und Schnellstraßen-Finanzierungs AG) dazu: "Wir lassen derzeit die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit eines Überholverbotes im Bereich Oberpullendorf Nord bis Süd durch einen Gutachter prüfen", so Bernhard Lautner, ASFINAG Verkehrsexperte. Dies bestätigt auch Bezirkshauptmann Klaus Trummer. "Aufgrund der Unfallhäufigkeit sind wir dafür, dass hier nachgeschärft wird, damals wurde die Situation anders eingeschätzt. Wir hatten letzte Woche ein Gespräch mit den Zuständigen der Verkehsrabteilung und haben uns die Stiuation angeschaut. Wir sind gerade dabei, die Problematik mit der Asfinag auszudiskutieren."
Trummer plädiert für ein Überholverbot. "Unsere Intention geht in diesem Bereich der S31 Richtung Überholverbot und doppelte Sperrlinie." Auch die Bezirks-ÖVP fordert Maßnahmen: "Zahlreiche Unfälle im zweispurigen Abschnitt der S31 muss die Verantwortlichen aufrütteln. Wir fordern ein Überholverbot und eine Sperrlinie, um diesen gefährlichen Abschnitt zu entschärfen", heißt es in einer Aussendung von LA Patrik Fazekas. Auch Bezirks-Feuerwehrkommandant Martin Reidl schlägt in die gleiche Kerbe: "Auch wir sind für ein Überholverbot und eine doppelte Sperrlinie, weil eine Geschwindigkeitsbeschränkung in diesem Abschnitt nichts bringen würde."

Maßnahmen an der B61a
Geprüft wird nach dem schweren LKW Unfall auch die Verkehrssicherheit entlang der B61a. Im Bereich des Kreisverkehrs bei Oberloisdorf ereignete sich erst vor kurzem ein schwerer LKW-Unfall, bei dem der Lenker über den Kreisverkehr fuhr und in weiterer Folge über diesen "segelte". "Bezüglich B61a gab es letzte Woche eine Besichtigung vor Ort mit der Feuerwehr und Verkehrssachverständigen. Dabei wurde geprüft, wie es weitergeht, Ergebnisse gibt es aber noch keine", so Klaus Trummer. Martin Reidl forciert Bodenmarkierungen im Bereich dieses Kreisverkehrs. "Außerdem sind wir für zusätzliche Tafeln, man sieht den Kreisverkehr einfach zu spät." Wolfgang Heckenast, Baudirektor des Landes, betont, dass es am Verlauf des Fahrbandrandes rückscheinende Leuchtmittel gibt. "Man kann über zusätzliche Maßnahmen diskutieren, wir sind immer bemüht gemeinsam mit der Feuerwehr Maßnahmen zu setzen. Ich wehre mich aber gegen einen Schilderwald, wir können in diesem Bereich nicht alles mit Schildern zupflastern."
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