12.08.2017, 12:24 Uhr

Jede Vorzugsstimme zählt

Nach Gemeinderatsbeschluss ist jede Listenumreihung möglich

PILGERSDORF (mb). "Seit über zwei Jahren denken wir drüber nach, wie wir den Wünschen der Wähler, die Vorzugsstimmen abgeben, noch mehr entsprechen können", beginnt Ewald Bürger, bereits seit zwei Perioden Bürgermeister der Großgemeinde Pilgersdorf, über das neue Vorzugsstimmen-Recht, das mittels Gemeinderatsbeschluss ermöglicht wurde, zu sprechen. Bei der letzten Gemeinderatssitzung fiel die Entscheidung, dass das übliche Vorzugsstimmen-Recht, das an die Listenreihung gebunden ist, außer Kraft zu setzen. 

Auszug aus der Gemeindewahlordnung

Die Gemeindewahlordnung sieht vor, dass der auf dem Stimmzettel an erster Stelle angeführte Wahlwerber je Stimmzettel doppelt so viele Listenpunkte erhält, wie Mandate in der betreffenden Gemeinde zu vergeben sind. Der auf dem Stimmzetteln an zweiter Stelle angeführte Wahlwerber erhält einen Punkt weniger, der an dritter Stelle angeführte erhält zwei Punkte weniger und so fort. Für jede Vorzugsstimme erhält der Wahlwerber 20 Vorzugspunkte.  


Freies Spiel der Kräfte

Der Bürgermeister und die ersten sieben Kandidaten, jeweils ein Sitzenkandidat aus jedem Ortsteil sind fix. Neben Ewald Bürger (Bürgermeister) sind das Josef Thurner (Deutsch Gerisdorf), Kathrin Pessenlehner (Bubendorf), Robert Grosinger (Lebenbrunn), Franz Kainz (Salmansdorf), Wolfgang Heiszenberger (Steinbach), Alexandra Heissenberger (Kogl) und Thomas Renner (Pilgersdorf).
Mittels eines "Fairnesabkommens" innerhalb der Fraktion wird auf die übliche Wahlreihung verzichtet und somit macht jede Vorzugsstimme eine Umreihung zwischen Platz 9 bis 42 möglich.
"Durch diese neue Wahlordnung lassen wir ein freies Spiel der Kräfte zu, alles ist möglich, jeder hat die gleiche Chance", so Robert Bürger.
Über Politikverdrossenheit kann man sich in der Großgemeinde nicht beklagen. Insgesamt hätte man an die 60 Kandidaten gehabt, geeinigt habe man sich auf 42 Kandidaten. "Über die Hälfte unserer Kandidaten sind nicht parteizugehörig, aber Personen, die gerne für unsere Großgemeinde aktiv sind", Ewald Bürger mit sichtlicher Freude. Zudem habe man Menschen auf der Liste gereiht, die einen tollen Querschnitt zwischen jung und alt, Ehrgeiz und Erfahrung auf der Liste vereinen können.

Ambitionierte Ziele

Als Ziel habe man sich ein 15 Mandat und den Vizebürgermeister, wenn möglich sogar ein 16 Mandat gesetzt. "Unser Vorhaben und unsere Wahlziele sind sehr ambitioniert, das wissen wir. Aber das spornt uns noch mehr an", bekommt Ewald Bürger Unterstützung von Robert Bürger. Mit dem neuen Vorzugsstimmenwahlkampf erhofft man sich mehr Motivation, Ehrgeiz und vor allem Freude an der Mitarbeit in und für die Gemeinde.
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