21.11.2016, 15:47 Uhr

Auf Umwegen zum Traumberuf

Markus Krenn lernte Glaser, bevor er sich zum Tätowierer ausbilden ließ

OBERPULLENDORF (EP). Der gebürtige Kobersdorfer stieg gleich nach der Lehre ins Sicherheitsgewerbe ein, jobbte einige Jahre in dem Beruf und war mit einem eigenen Detektivbüro selbstständig. "Damals stand ich fast mit dem Rücken zur Wand, war ausgebrannt. Ich wusste, dass ich so nicht weitermachen wollte."
Auf vielen Umwegen kam Markus Krenn zum Traumberuf. "Tattoos haben mich immer schon fasziniert, ich wollte damit auch meine künstlerische Ader ausleben", so Krenn. Der ausgebildete Tätowierer und Piercer bietet seine Dienste seit zwei Jahren im Oberpullendorfer Studio "Skin Arts" an, mit wachsendem Erfolg.

Gerne selbstständig

"Man muss sich in diesem Gewerbe seinen guten Ruf im wahrsten Sinn des Wortes erarbeiten. Im Burgenland ist es schwierig als Tätowierer durchzustarten, anfangs wusste ich ja nicht, ob das Studio auch angenommen wird." Diese Sorgen hat Markus Krenn heute nicht mehr, im Gegenteil, er hat sich in der Szene schnell etabliert und ist sehr gefragt. Sechs Tage die Woche ist Krenn für seine Kunden da. "Als Ein-Mann-Betrieb ist klarerweise viel zu tun, ich mache alles, von der Beratung über die Skizzen und das Tätowieren, selbst." Früher wurde sogar am Sonntag gearbeitet, heute geht er es ruhiger an. Markus Krenn, der sich sein erstes Tattoo mit 27 Jahren stechen ließ, ist gerne selbstständig. Es gebe natürlich Vor- und Nachteile: "Aber ein Job, wo ich von 8.00 bis 17.00 Uhr im Büro verbringe, wäre nichts für mich. Das kann sich jeder aussuchen, ich habe mein Geschäft in der Nähe. Allein die Lebensqualität, die ich dadurch gewinne, ist enorm." Markus Krenn hat vieles erlebt in seinem Berufsleben. "Egal, ob negativ oder positiv, diese Erfahrungen kann mir keiner mehr nehmen. Sie haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Und jetzt kann ich sagen, ich bin angekommen."
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