18.12.2017, 10:01 Uhr

Michael Petrakovits baut in Großpetersdorf ein "herzhaftes" Lokal

Ildikó Kissné Horváth mit Gatte (Café Kiss), Ali Fuat Bozar (Pizzeria Giovanni) mit Bauherren Michael Petrakovits. (Foto: Michael Strini)

Nichts erinnert mehr an das ehemalige Cappuccino. Der Neubau besticht vor allem durch seine ungewöhnlich runde Form.

GROßPETERSDORF (kv). Man sieht es nicht gleich auf den ersten Blick, aber wenn man genauer hinsieht erkennt man es: Aus der Vogelperspektive hat das neue Bauwerk an der Ortseinfahrt Großpetersdorf die Form eines Herzens.
"Mein Projekt sollte sich von der Masse abheben und da die Grundstücksform dreieckig ist, hat sich am Ende die Herzform ergeben", erklärt Bauherr Michael Petrakovits.

Weil eckig jeder kann

Der Bauplan von Architekt Martin Schwartz zeigt es deutlich, der Neubau in Großpetersdorf hat sehr viel Herz. Im Inneren verleiht die runde Form den Räumlichkeiten viel Gemütlichkeit. Auf jeden Fall kann sich die Großgemeinde über einen besonderen Eyecatcher freuen, den man nicht überall findet.
Für die Rundungen mussten die Ziegel speziell zugeschnitten werden. "Das war natürlich auch kostspieliger, aber eine Gewerbeimmobilie muss etwas Besonderes und Einzigartiges bieten." Die eigenwillige Bauform war natürlich auch eine Herausforderung für die am Bau beteiligten Firmen, die aus der Region kommen. "Firma Szeiszer hat die anspruchsvollen Rundungen bei den Spenglerarbeiten perfekt gemeistert." Auch bei den Fliesen holte man sich mit der Firma Strobl einen Experten ins Boot. Elektro Unger zeigte sich für die Elektroinstallationen verantwortlich.

Schlemmen statt Tanken

Ursprünglich befand sich dort eine Tankstelle. "Als diese aufgelassen wurde, kaufte mein Vater Josef das Grundstück und vermietete das Gebäude", erzählt Michael Petrakovits. In dieser Zeit quartierte sich dort ein Rasenmähergeschäft ein, später das Cafe Cappuccino. "Das Gebäude verfiel nach und nach und ich musste mich entscheiden. Ein Abriss und Neubau war am Ende die beste Option", so der Bauherr.

Internationale Pächter

Ali Fuat Bozar betrieb in Großpetersdorf einen Imbiss. "Irgendwann wurde uns das Lokal zu klein und zu alt", sagt Sohn Mehmet Bozar. Die neue Lokalität war für die Gastrofamilie der perfekte Neuanfang und so eröffnete Ende August 2017 die "Pizzeria Giovanni". Ein Blick in die Speisekarte führt auf eine kulinarische Weltreise - von italienischen Gerichten über türkischen Kebab bis hin zum American Burger und österreichischen Schmankerln.

Ungarn trifft Italien

Auch im Café Kiss nebenan treffen verschiedene Länder aufeinander. Die gebürtige Ungarin Ildikó Kissné Horváth lebt in Kohfidisch und hat vor bald zehn Jahren in Großpetersdorf ihr erstes Kaffeehaus eröffnet. Dort genießen die meisten Gäste zu ihrem Kaffee auch die eine oder andere Zigarette. "Ich selbst bin Nichtraucherin und Mutter und sehnte mich nach einem rauchfreien Lokal", erklärt sie ihre Beweggründe für das zweite Lokal. Das Café Kiss Nummer zwei ist familienfreundlich mit Spielecke und einem großen Tisch für Feierlichkeiten.

Angenehmes Raumklima

Baubeginn war im Herbst 2016. Das 160 m² große Gebäude verfügt über eine Gasheizung. Die moderne Lüftungsanlage sorgt für ein angenehmes Raumklima und deren Wärmerückgewinnung bietet obendrein Energieeffizienz.

Link: Eröffnung des zweiten Café Kiss Großpetersdorf - doppelt hält bekanntlich besser
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