Evolutionspädagogin Anika Ertl: Wenn man einfach nicht mehr weiter weiß

Mit den richtigen Übungen kann Evolutionspädagogin Anika Ertl Gehirnverbindungen neu vernetzen.
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  • Mit den richtigen Übungen kann Evolutionspädagogin Anika Ertl Gehirnverbindungen neu vernetzen.
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SÜDBURGENLAND/OSTSTEIERMARK. Die Evolutionspädagogik® orientiert sich an den sieben evolutionären menschlichen Entwicklungsstufen von Charles Darwin. Anika Ertl betreibt sowohl eine Praxis in Graz als auch Bad Waltersdorf, ihr Einsatzgebiet reicht bis ins Südburgenland - vom Bezirk Oberwart bis Jennersdorf.

Falsch vernetzt

Die richtigen Gehirnvernetzungen sind notwendig, damit der Mensch etwas zustande bringt. "Die exzessive Nutzung von Computern, Handys oder Fernsehen kann eine Ursache dafür sein, dass sich die Gehirnhälften nicht richtig vernetzen, sie arbeiten getrennt voneinander", weiß Evolutionspädagogin Anika Ertl aus Bad Waltersdorf.

Bewegungsabläufe neu erlernen

Die diplomierte Evolutionspädagogin kann durch gezielte Testverfahren herausfinden, woher das jeweilige Problem herrührt. "Es gibt ein Erstgespräch, bei dem ich entweder einen Überblickstest oder einen Kinesiologischen Muskeltest durchführe." Mit entsprechenden Übungen kann man im nächsten Schritt daran arbeiten und eine Besserung herbeiführen. Damit werden die Vernetzungen zwischen den beiden Gehirnhälften neu programmiert. "Durchschnittlich sind zwischen vier und sechs Sitzungen notwendig, dies im Abstand von etwa einem Monat."

Jeder Fall ist Individuell

Die Auslöser für Schwierigkeiten sind sehr breit gefächert und muss jeder Fall genau untersucht werden. Übervorsichtigkeit könne beispielsweise dazu führen, dass sich Kinder schwer mit der Selbstverantwortung tun. Sie verlieren ihr Körpergefühl und entwickeln selbst Ängste. "Ein Kind kann nicht Fahrrad fahren lernen, wenn es ständig Angst hat zu stürzen", weiß Anika Ertl aus Erfahrung.

Anwendungsbereiche bei Kleinkindern

Viele Mütter kennen diese Sorgen nur zu gut: Das Kind schläft einfach nicht durch, macht ins Bett oder kann ohne Schnuller nicht leben. "Die Ursachen sind vielfältig, beispielsweise liegt es am Verlust des Urvertrauens - ein Schreckmoment, oftmals ausgelöst durch etwas ganz Banales", sagt Anika Ertl. Selbst bei Schreibabys könne man mit Hilfe dieser Methode etwas bewirken. "In dem Fall arbeite ich über die Mutter, die eng mit dem Säugling verbunden ist." Auch ein unbemerkter Geburtsstress kann zu Problemen führen.

Kampf in der Schule

Lernprobleme, Schulfrust, Konzentrationsschwierigkeiten, Lese-, Schreib- und Rechenschwächen, Prüfungsangst, Hausaufgabenstress, ADHS oder auffälliges Verhalten. Viele Kinder und Jugendliche fechten einen täglichen Kampf mit sich selbst aus. Eltern sind verzweifelt, weil sie sich einfach nicht erklären können, warum zuhause der Stoff sitzt und das Kind trotzdem mit einem Nicht Genügend heimkommt. Auch die Angst davor, überhaupt in die Schule zu gehen, kommt häufiger vor, als man ahnt.
"Im Laufe der Entwicklung bilden sich im Gehirn viele Synapsen, treten solche Schwierigkeiten auf, fehlen diese Verbindungen." Gezielte Körperübungen stellen die nötigen Vernetzungen wieder her und die Erfolge führen dazu, dass das Kind wieder gerne zur Schule geht.

Erwachsen sein ist oft nicht leicht

Diese Methode wird nicht nur bei Schülern angewandt, sondern dient generell der Konfliktlösung sowie der Bewältigung spezifischer Lebensprobleme.
"Erwachsene kämpfen täglich mit den Herausforderungen des Lebens. Sie entwickeln Ängste, leiden unter Beziehungsproblemen, es gibt Schwierigkeiten im Job oder man kommt beruflich einfach nicht weiter", so die Expertin. Auch Übergewicht und Essstörungen können mit Hilfe der Evolutionspädagogik® in Angriff genommen werden.
Ältere Menschen ziehen sich aus verschiedenen Gründen oftmals in die Isolation zurück, sei es durch den Verlust des Partners oder sie bewältigen die plötzliche Umstellung vom Berufsalltag in die Pension nicht. Sie brauchen wieder den Mut, aktiv am Leben teilzunehmen, dann kehrt auch die Lebensfreude zurück.

Die sieben evolutionären Stufen

Lernberater Ludwig Koneberg hat vor über 20 Jahren herausgefunden, dass herkömmliche pädagogische Ansätze oftmals nicht genügen, um Lösungen für Lern- und Verhaltensprobleme zu finden. Die Evolutionspädagogik® ist eine Methode, um neurologische Blockaden im Gehirn aufzuspüren und zu lösen.

Stufe 1: Fisch
In diesem Bereich ist die Ursicherheit und das Urvertrauen des Menschen angesiedelt. Die Bandbreite reicht von Menschen, die die Ruhe selbst sind bis hin zu Zappelphilippen, die einfach nicht still sitzen können.

Stufe 2: Amphibie
Hier geht es um Rückzug und Neugierde. Manche Menschen verstecken sich und ziehen sich zurück, andere müssen alles wissen. Ein häufiges Problem ist die Angst vor Neuem.

Stufe 3: Reptil
In gewissen Situationen erstarrt man plötzlich, es stresst einen, wenn man loslegen soll. Schwierigkeiten in diesem Bereich äußern sich oftmals in Nägelbeißen oder Bettnässen.

Stufe 4: Säugetier
In dieser Phase kommt die Gefühlsebene und Gefühlssicherheit ins Spiel. Es geht um Nähe und Distanz, beispielsweise wenn Leute nicht merken, wann sie sich zurücknehmen müssen. Hier sind die meisten Lernschwierigkeiten angesiedelt, nämlich wenn die Links-Rechts-Vernetzung gestört ist.

Stufe 5: Affe
Diese Entwicklungsphase betrifft das Verhalten in der Gruppe - vom Außenseiter bis hin zum Anführer. Es geht um Individualität und Selbstfindung.

Stufe 6: Urmensch
Hier ist die Körper- und Sprachsicherheit verankert. Wenn man nicht gefestigt ist, dann passt man sich gerne an. Entscheidend ist die Frage, wie man von anderen gesehen wird bzw. was andere von einem halten.

Stufe 7: Mensch
Es geht um Empathie und Symphatie - vom übertriebenen Helfersynsdrom bis hin zum puren Egoismus.

Mehr über die Evolutionspädagogin Anika Ertl erfahren Sie hier.

Autor:

Karin Vorauer aus Oberwart

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