Literaturpreis
Land vergab "Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt 2020"-Preise

Jugendanwalt Christian Reumann und Landesrätin Daniela Winkler gratulierten den Gewinnern.
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Landesrätin Daniela Winkler gratuliert den Gewinnern des Literaturpreisausschreibens "Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt 2020".

BURGENLAND. „Von der Rettung der Welt…“ war das Thema des diesjährigen Literaturwettbewerbes „Goldenes Kleeblatt gegen Gewalt“. Aufgabenstellung war, eine kurze Geschichte zu schreiben, in der unsere Welt gerettet und für die künftigen Generationen lebenswert erhalten wird.
„Dieses Thema ist ein sehr ernstes und es lässt niemanden aus. Es betrifft unsere Lebensgrundlage und es geht darum, Verantwortung für unseren Lebensraum zu übernehmen. Der Literaturwettbewerb ist eine Chance, mit den Geschichten viele Menschen zum Nachdenken und zum Handeln anzuregen und zu bewegen“, sagt Jugend- und Bildungslandesrätin Daniela Winkler.

Die Zurndorferin Elke Steiner belegte als beste Burgenländerin Platz 3.
  • Die Zurndorferin Elke Steiner belegte als beste Burgenländerin Platz 3.
  • Foto: Elke Steiner
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188 Werke

Der Wettbewerb wird seit 2005 jährlich vom Forum „Gewaltfreies Burgenland“ und der Kinder- und Jugendanwaltschaft Burgenland ausgerichtet. Die Einladung dazu richtet sich an alle Menschen, die sich literarisch mit dem Thema auseinandersetzen wollen. Aktuell wurden 188 Werke aus acht Bundesländern Österreichs, aber auch aus Italien, Deutschland, Ungarn und Schweiz, eingereicht. Eine achtköpfige unabhängige Jury hat die Beiträge bewertet.
„Es ist schade, dass die Preisverleihung wegen der Pandemie nicht in gewohnter Form stattfinden kann und die Siegerinnen und Sieger nicht in entsprechendem Rahmen gewürdigt werden können. Ungeachtet dessen dürfen wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihren hervorragenden Leistungen gratulieren und die Preise überbringen“, so die Landesrätin.
Organisator Jugendanwalt Christian Reumann war über die hohe Teilnehmerzahl und die einbrachten Werken sehr erfreut: „Die Schreiberinnen und Schreiben haben in ihren Beiträgen die Ernsthaftigkeit und Wichtigkeit des Themas in beeindruckender Art und Weise zum Ausdruck gebracht.“

Sarah Stampfel aus Kemeten
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Gesamtsieger

Platz 1 in der Gesamtwertung ging an Malak Aderounmu, Ober-Ramstadt (D) vor Sarah Pohl, Schallstadt (D). Elke Steiner aus Zurndorf und Mathias Steiner, Graun im Vinschgau (I) teilten sich den dritten Platz aufgrund der Punktegleichheit. Elke Steiner erhielt auch den Sonderpreis für die beste Burgenländerin.
Die Sonderpreise für Jugendliche erhielten Gesamtsiegerin Malak Aderounmu, Mathias Steiner sowie Jonas Rathmanner (MS Großwarasdorf), Sarah Stampfel (Kemeten), Emily Sauer (Unterkohlstätten) und Luna Antonia Iby (Draßmarkt).

Luna Antonia Iby aus Draßmarkt
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  • Foto: Luny Iby
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Statements der Preisträger

  • Malak Aderounmu, Oberramstadt (Deutschland): „Zuerst ist es mir echt schwer gefallen mir zu dem Thema etwas auszudenken. Da ich glaube, dass die Rettung der Welt entweder durch einen kompletten Stimmungwandel unter der Menschheit oder einer kompletten Auslöschung dieser erfolgen würde, habe ich versucht zu einer dieser Möglichkeiten etwas zu schreiben und bin dann irgendwann auf diese Idee gekommen, in der ich versucht habe darzustellen, wie kleine Dinge, bei denen wir uns vielleicht nicht immer viel denken, summiert großes Unheil auslösen können. Und wie, weil es uns so schwerfallen wird, davon loszukommen, die Auslöschung der Menschheit, vielleicht der einzige Weg ist, die Welt zu retten.“
  • Sarah Pohl, Schallstadt (Deutschland): „Die Klavierspielerin rettet die Welt, indem sie das tut, was sie am besten kann: sie spielt Klavier. Damit löst sie eine Verkettung positiver Dinge aus. Ich denke, es braucht keine übernatürliche Fähigkeiten um die Welt zu retten, sondern oft sind es die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Das zu tun, was wir gut können und unsere ureigensten Fähigkeiten und Talente zu leben macht die Welt zu einem besseren Ort. Nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere (in meiner Geschichte für Diejenigen die der Klavierspielerin lauschen). Meine Geschichte möchte Mut machen, an die eigenen Superkräfte zu glauben und darauf zu vertrauen, dass auch Musik, Kunst und andere schönen Dinge die Welt im positiven Sinne verändern können.“
  • Elke Steiner, Zurndorf (Burgenland): „Ich wollte meinem Text eine Melodie und ein Reimschema geben, um den holprigen „Ökologischen Fußabdruck“ auch für Kinder zugänglich zu machen. Mit Zilly, Wolly und Käthe, der Krähe sind mir dabei drei starke Tiercharaktere zu Hilfe gekommen. Ich würde gerne ein Bilderbuch daraus machen.“
Jonas Rathammer (MS Großwarasdorf)
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  • Foto: Jonas Rathammer
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  • Mathias Steiner, Graun im Vinschgau (Südtirol): „Empathie ist zu einem zu missenden Wert geworden. Doch sie ist entscheidend. Entscheidend in ihrem Fehlen, wenn man über Menschen urteilt, über sie richtet, wenn man Zukunft aufs Spiel setzt. Entscheidend in ihrem Dasein, wenn man Menschen akzeptiert, sie versteht, man sich mit ihnen identifiziert. Durch empathisches Handeln kann Schlechtes vom Menschen abgehalten werden, aber vor allem können dadurch unser aller große Probleme gelöst werden. Mit wahrer Empathie kann kein Klimawandel, keine Umweltzerstörung, kein Artenschwinden existieren, sondern eine wahrhaftig als lebenswert zu bezeichnende Welt wird zu unserer Sphäre der Existenz. So soll mein Text dazu führen, den Leser zu ermutigen, empathischer zu handeln. Denn Empathie ist jener Wert, auf dem wir das Fundament für unsere Zukunft aufbauen können. Empathie bedeutet nichts anderes als Zukunft. Empathie ist Zukunft.“
  • Emily Sauer, Unterkohlstätten (Burgenland): „Ich habe zum ersten Mal an einem derartigen Wettbewerb teilgenommen. Einerseits hat mich das Thema angesprochen, andererseits schreibe ich gerne Geschichten. Außerdem war ich neugierig, wie Personen außerhalb meiner Familie oder meinem schulischen Umfeld auf meine Geschichte reagieren.“
  • Jonas Rathmanner, Oberpullendorf: „Die Motivation zu meinem Beitrag war unter anderem die bevorstehende Advent- und Weihnachtszeit so wie die ver-rückte Zeit der Pandemie, welche uns allen viel abverlangt. In all unserem Tun aber kann die Liebe Wunder bewirken …
Emily Sauer aus Unterkohlstätten
  • Emily Sauer aus Unterkohlstätten
  • Foto: Emily Sauer
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  • Sarah Stampfel, Kemeten: „Nur eine einzige, winzige Tat meiner- oder Ihrerseits kann etwas Weltbewegendes, Großes und Mächtiges ins Rollen bringen, wenn man wahrhaftig daran glaubt, sich selbst vertraut und niemals aufgibt. Genau das will ich mit den von mir verfassten Zeilen ausdrücken. Egal wie aussichtslos die Lage zu sein scheint, mit einer großen Portion Hoffnung im Gepäck und einem Freund an der Seite, kann man alles erreichen.“
  • Luna Antonia Iby, Draßmarkt: „Ich finde es wichtig, dass die Leute kapieren, dass wirklich jeder etwas verändern kann, soll und muss. Und dabei geht es nicht darum, gleich die ganze Welt auf den Kopf zu stellen. Man kann auch ganz klein anfangen.“

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