Bauzeitkapsel im Burg Hotel geöffnet

Hoteldirektor Marcel Pomper und Reduce-Vorstandsdirektor Andreas Leitner präsentieren die  Bauzeit-Urkunde
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STADTSCHLAINING. Gerald Mader war und bleibt ein Teil vom Friedenszentrum Schlaining - er war Vordenker und innovativer Pioniergeist des Friedens. Gemeinsam mit seiner Frau Getrud und zahlreichen Mitstreitern hat er seine Vision wahrwerden lassen. Bis zuletzt war er an allen Entwicklungen seines Friedenszentrums, aber auch an der nationalen und internationalen Politik sehr interessiert. 1982 gründete Gerald Mader das Institut für Friedensforschung und Friedenserziehung (heute: Österreichisches Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung - ASPR) auf Burg Schlaining und stand dem Institut bis 2011 als ehrenamtlicher Präsident vor. Unter seiner Leitung erhielt das ASPR 1987 den UN-Status "Peace Messenger". Und bis zuletzt hatte Gerald Mader die Vision von einer Welt, in der Frieden möglich ist. Er entwickelte mit dem Burghotel und dem Haus International weitreichende Synergien, die heute von ASPR-Direktorin Gudrun Kramer, Ursula Gamauf-Eberhardt und einem kompetenten ASPR-Team in seinem Sinne weitergelebt werden.

(Von recht) Ursula Gamauf-Eberhardt, ASPR-Direktorin Gudrun Kramer, Elke Marksteiner und ASPR-Mitarbeiterinnen
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Generalsanierung des Burghotels

Die gesamte Friedensstadt putzt sich derzeit für die diesjährige Jubiläumsfeier "100 Jahre Burgenland" heraus. Auch im Burghotel Schlaining bleibt kein Stein auf dem anderen, denn es soll nach der Generalsanierung im Juli 2021 als 3*** Superior Hotel mit 100 Betten in Betrieb gehen. Die Burg, die parallel dazu im Moment ebenfalls vollständig saniert und renoviert wird, wird zu DER neuen und einzigartigen Hochzeits-, Event- und Seminar-Location des Südburgenlandes, die vor allem mit ihrem zauberhaften Ambiente und der modernsten technischen Ausstattung inmitten einer beeindruckenden Landschaft punktet.

Walter Hofer und Maria Binder hatten Aufzeichnungen über die Bauzeit-Kapsel
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Im Zuge der Bauarbeiten im Burghotel wurde vor wenigen Tagen jene "Bauzeitkapsel" geborgen, die 1986 beim Bau des Hotels von Bauten-Minister Heinrich Übeleis, Institutsgründer Gerald Mader und Bgm. Viktor Binder eingemauert wurde. Dank Maria Binder, der Frau des Altbürgermeisters - sie hatte relevante Fotos und Beschreibungen - sowie dem Zeitzeugen Walter Hofer konnte die Kapsel lokalisiert und geborgen werden. Reduce-Vorstandsdirektor Andreas Leitner und Hoteldirektor Marcel Pomper öffneten die Kapsel, in der die Urkunde der Grundsteinlegung des Burg-Hotels (1986) zum Vorschein kam. Darin wird berichtet, dass das Friedensinstitut den einstigen Giczy-Hof kaufte, um ein Hotel für die Friedensarbeit und den Gästen des Instituts zu errichten.

Bauzeit-Urkunde

Kalligraph, Künstler und Musiker Heinz Grünauer
  • Kalligraph, Künstler und Musiker Heinz Grünauer
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Für die Auswertung der Bauzeit-Urkunde aus dem Jahr 1986 konnte Heinz Grünauer, Kalligraph, Künstler und „Weltpartie-Musiker“ gewonnen werden.
Aus der Urkunde geht hervor, dass die Fundamente des Giczy-Hofes aus der Zeit des Baues der Schlaininger Stadtmauer unter Andreas Baumkircher (15. Jahrhundert) stammen. Die Gebäude sind im Zusammenhang mit der Burg errichtet worden und dienten zur Erfüllung der wachsenden wirtschaftlichen und kriegerischen Bedürfnisse. Bis ca. 1920 stand der Giczy-Hof im Besitzverbund mit der Burg, danach wurde er von der Familie Pum übernommen, die daraus ein großes Bauerngehöft für sich und ihre Bediensteten machte. In den 60er-Jahren veränderte Ladislaus Giczy, ein kleiner Transportunternehmer und Wasserwart, das Gehöft für Wohnzwecke. 1976 kaufte die Gemeinde den Gebäudekomplex und brachte dort ihren Bauhof unter. 1986 verkaufte die Gemeinde die Gebäude an das Österreichische Institut für Friedensforschung mit der Auflage, diese für den Fremdenverkehr zu revitalisieren. Die Sanierung und der Umbau in eine Hotel-Pension für die Besucher der Region Schlaining und die Teilnehmer an Konferenzen und Seminaren des Österreichischen Institutes für Friedensforschung und Friedenserziehung werden durch die Förderung des Bundesministeriums für Bauten und Technik ermöglicht.
„Dieser Urkunde wurde anlässlich der kompletten Renovierung und Umbauarbeiten des Giczy-Hofes am 29. Juni 1986 kundgemacht“ – so die Auswertung von Heinz Grünauer.

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