Pinkafeld
"Blackout Sicherheitsinsel" wurde für die Sicherheit im Katastrophenfall vorgestellt

Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz (7.v.l.), Bürgermeister, Landtagsabgeordneter Kurt Maczek (6.v.r.), Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner (4.v.l.), Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Kinelly (2.v.r.) sowie Landessicherheitszentrale-Geschäftsführer Christian Spuller (6.v.l.) mit Vertretern der Firmen.
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  • Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz (7.v.l.), Bürgermeister, Landtagsabgeordneter Kurt Maczek (6.v.r.), Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner (4.v.l.), Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Kinelly (2.v.r.) sowie Landessicherheitszentrale-Geschäftsführer Christian Spuller (6.v.l.) mit Vertretern der Firmen.
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Am 15. Jänner wurden im Feuerwehrhaus Pinkafeld sogenannte "Blackout Sicherheitsinseln" für die Sicherheit im Krisen- und Katastrophenfall in Pinkafeld vorgestellt. Weiters bekam Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner sein Dekret überreicht.

PINKAFELD. Länger anhaltende Stromausfälle, sogenannte "Blackouts" werden im technologischen Zeitalter immer wahrscheinlicher. Um die allgemeine Sicherheit in Ausnahmesituationen gewährleisten zu können, wurde in jeweils einem Gebäude jeder Gemeinde des Burgenlandes eine "Blackout-Sicherheitsinsel" eingerichtet. Eine davon befindet sich im Haus der Stadtfeuerwehr Pinkafeld.
Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz besuchte diese gemeinsam mit Bürgermeister, Landtagsabgeordneten Mag. Kurt Maczek, Landessicherzeitszentrale-Geschäftsführer Dipl.Ing. Christian Spuller, Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Wolfgang Kinelly und Stadtfeuerwehrkommandant HBI Kurt Tripamer.

Zahlreiche Experten

Eingeladen waren auch die Hersteller-Partner von Notstromaggregaten - Siegfried Klein (Firma Funktechnik Klein GmbH), Erich Hartner (Firma Erich Hartner e.U.), Dominik Galfusz (Firma Magirus Lohr GmbH) sowie Denise Meszolits (Firma Felix Austria GmbH, Hersteller von Notfallnahrung) und Mag. Stefanie Haslinger (Bäckerei Deiser, Hersteller von Notfall-Dosenbrot).
Nach der Präsentation der Blackout-Insel wurde dem neuen Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner von Abteilungsvorständin Mag.a Brigitte Novosel (Abteilung 2, Burgenländische Landesregierung) sein Dekret vom Land Burgenland erreicht.

Pinkafeld als Vorzeigemodell

"Um für den Krisen- und Katastrophenfall bestens gerüstet zu sein, ist es entscheidend, bereits vor einem tatsächlichen Ereignis die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheitsinseln sind ein Teil einer Reihe von Maßnahmen, die in Zusammenarbeit mit den Einsatzorganisationen und Behörden auf Gemeinde-, Bezirks- und Landesebene getroffen werden, um derartige Ereignisse bestmöglich zu bewältigen und der Bevölkerung im Ernstfall sofort Hilfe anbieten zu können", erklärte der Landeshauptmann-Stellvertreter beim Besuch der Stadtfeuerwehr Pinkafeld. Er sieht die drei Blackout-Sicherheitsinsel in Lutzmannsburg, Günseck und Pinkafeld als die Pilotprojekte und Vorzeigemodelle für das gesamte Burgenland.

Die Initiative von Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz wird in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren und der Landessicherheitszentrale Burgenland umgesetzt. Diese Initiative hat das Ziel, dass im Krisen- und Katastrophenfall (zum Beispiel bei längerfristigen Stromausfällen - sogenannten "Blackouts") das örtliche Feuerwehrhaus als erste Anlaufstelle für eine Erstversorgung der Bevölkerung dienen soll.
In den Sicherheitsinseln erwartet die Bevölkerung eine Notstromversorgung, Versorgung mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, ärztliche Versorgung, Kommunikationsmöglichkeiten mit der Leitstelle der Landessicherheitszentrale Burgenland und den Einsatzorganisationen wie Rettung, Feuerwehr und Polizei.

Sicherheit der Bevölkerung

Vertreter der Gemeinden begrüßen die Initiative und betonen die Wichtigkeit einer derartigen Einrichtung für den Fall einer Krise oder Katastrophe.
"Die Sicherheit der Bevölkerung hat für mich oberste Priorität. Daher schaffen wir mit den Sicherheitsinseln nun in jeder Gemeinde eine zentrale Anlaufstelle, die im Falle einer Krise oder Katastrophe zuverlässige und rasche Hilfe für die Bevölkerung ermöglicht", sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz. Er meinte abschließend: "Nach Lutzmannsburg und Günseck wurde nun die Sicherheitsinsel in der Stadtgemeinde Pinkafeld präsentiert. Im heurigen Jahr sollen in weitere Folge weitere Blackout-Sicherheitsinseln in den Gemeinden entstehen."
Dipl.Ing. Christian Spuller, Geschäftsführer der Landessicherzeitszentrale, erklärte zur Blackout-Sicherheitsinsel: "Um für eine Krise gerüstet zu sein, ist es enorm wichtig, dass es solche Blackout-Inseln gibt. Wir haben das Digitalfunknetz im Burgenland von 60 auf 66 Standorte erhöht. Das Digitalfunknetz ist von größter Wichtigkeit."

Dekretüberreichung

Landesfeuerwehrdirektor Sven Karner wurde bei der Präsentation sein Dekret von Abteilungsvorständin Mag.a Brigitte Novosel überreicht. Der neue Landesfeuerwehrdirektor meinte zum Thema Blackout und Sicherheit: "Ich appelliere vor allem an die Bevölkerung, dass man sich nicht nur auf die Sicherheit des Landes und der örtlichen Feuerwehr verlassen sollte. Es wäre wichtig, dass sich auch private Haushalte mit Notstromaggregarten absichern." Den neuen Standort der Blackout-Sicherheitsinsel im Feuerwehrhaus Pinkafeld findet er als Standort sehr gut.

Bürgermeister Kurt Maczek meinte zur Installierung: "Das neue Feuerwehrhaus in Pinkafeld ist ein Leuchtturmprojekt. Wir sind bestens und professionell ausgestattet."

Bezirksfeuerwehrkommandant Wolfgang Kinelly erklärte: "Ohne Strom funktioniert in der heutigen Gesellschaft nichts mehr. Wir sehen unsere Rolle als Feuerwehr, der jeweiligen Ortsbevölkerung beratend zur Seite zu stehen." 

Stadtfeuerwehrkommandant Kurt Tripamer und sein Team präsentierten zum Schluss der Präsentation noch ein Blackout. So wurde der Strom gekappt, es dauerte nur 15 Sekunden, bis das Notstromaggregat ansprang und das gesamte Feuerwehrhaus und das Areal davor wieder beleuchtet waren.

Autor:

Bettina Homonnai aus Oberwart

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