Fäkalien vor der Gasthaustür

Respektloses Verhalten und Drohungen stehen beim Kirchenwirt in Siget leider an der Tagesordnung.
  • Respektloses Verhalten und Drohungen stehen beim Kirchenwirt in Siget leider an der Tagesordnung.
  • hochgeladen von Jennifer Vass

SIGET IN DER WART (jv). Der Fasching ist schon was Tolles. Da kann man sich mal so richtig gehen lassen. In Siget hat das ein 17-jähriger Bursch etwas zu ernst genommen und sich gedacht, er lässt auch seinen Darm "mal so richtig gehen" und seine Notdurft direkt vor der Tür des Kirchenwirtes verrichtet.

Immer wieder Drohungen

Ereignet hat sich der Vorfall am Aschermittwoch, wo der Fasching ja eigentlich schon zu Ende ist. In Siget wird allerdings ein alter Brauch, "Fleischbetteln", ausgeübt, bei dem man am Aschermittwoch von Haus zu Haus zieht und sich entgegen der Fastenzeit mit Fleisch eindeckt. Dass dabei auch der ein oder andere Schnaps gekippt wird, gehört dazu.
"Unser Gasthaus war am Mittwoch geschlossen. Die herumziehenden Burschen sind über den Zaun geklettert und einer hat sich dann entschlossen, uns direkt vor die Eingangstür zu schei...en", erzählt Wirt Harald Hagen-Pieler.
Dass diese Art von respektlosem Verhalten kein Einzelfall ist, zeigte sich in den letzten Monaten immer wieder. "Unsere Mitarbeiter werden laufend beschimpft, teilweise auch bedroht. Mittlerweile haben wir auch fünf anonyme Drohbriefe erhalten. Eingebrochen wurde übrigens auch schon einmal. Das Verwunderliche, gestohlen wurde nichts, nicht mal eine Packung Zigaretten. Anscheinend wollen uns manche aus dem Ort haben."

"Nicht alle Sigeter so"

Die Familie Hagen-Pieler hat den Kirchenwirt vor über drei Jahren übernommen. Dass sie es als nicht gebürtige Sigeter so schwer haben werden, damit haben sie nicht gerechnet. "Wir sind sogenannte 'Gyüttment', Menschen, die zugezogen sind. Das ist hier wohl nicht so gern gesehen." Der Wirt spricht auch kein Ungarisch, wie es in Siget üblich ist. Gäste aus dem Ort hat er selten, das Gasthaus ist dennoch immer gut besucht.
Der Vorfall am Aschermittwoch ist die Spitze des Eisberges, gegen den Burschen wurde Anzeige erstattet. Nach dem Einbruch im letzten Jahr wurde eine Videoüberwachung angebracht, so konnte der Täter identifiziert werden. Dieser hat sich zwar entschuldigt, aber von Reue spüren die Gastronomen nicht viel.
Ortsvorsteher Geza Meszaros weiß um die Probleme, möchte aber nicht alle Sigeter in einen Topf werfen. "Es sind zwei, drei Familien, denen man es einfach nicht Recht machen kann. Die Aktion am Aschermittwoch geht aber eindeutig zu weit! So etwas darf nicht mehr passieren."

Hier geht es zur Nachfolgestory: Deutliche Ansagen!

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