Fred Sinowatz-Wissenschaftspreis für NMS Rechnitz

LR Helmut Bieler und LSR-Präs. Heinz Josef Zitz überreichten im Beisein von Bgm. Engelbert Kenyeri den Gewinnerscheck an die NMS Rechnitz
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  • LR Helmut Bieler und LSR-Präs. Heinz Josef Zitz überreichten im Beisein von Bgm. Engelbert Kenyeri den Gewinnerscheck an die NMS Rechnitz
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Wo: Neue Mittelschule, Schulgasse 10, 7471 Rechnitz auf Karte anzeigen

Einer der drei Wissenschaftspreisträger 2015 ist die NMS Rechnitz. Die SchülerInnen der 4ku-Klasse erhielten ihn für "Gedenkjahr 70 Jahre Kriegsende", einem Jahresprojekt, in dessen Rahmen auch ein Fotobuch entstand.
Kulturlandesrat Helmut Bieler und LSR-Präs. Heinz Josef Zitz überreichten am Mittwoch den Scheck an die Schüler, die offizielle Ehrung erfolgt am 28. Oktober.

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"Anfang des Schuljahres erfuhren wir, dass wir in diesem Jahr ein sehr großes und aufwendiges Projekt starten. Die Gemeinde hat uns gebeten, das Thema "70 Jahre Kriegsende" zu bearbeiten. Dafür fuhren wir nach Wien ins Dokumentations-Archiv des österreichischen Widerstandes und nach Budapest in ein Museum. Außerdem gab es ein Gespräch mit dem Sohn eines in Rechnitz getöteten Zwangsarbeiters, dieses war sehr ergreifend und interessant. Wir konnten überhaupt nicht verstehen, wie Menschen damals so schrecklich sein konnten. Im Geschichtsunterricht gestalteten wir Schautafeln, die wir am 22.3.2015 in unserer Aula ausstellten. Unter der großen Anteilnahme der politischen und konfessionellen Vertretern des Burgenlandes präsentierten wir die Ergebnisse unserer Forschung", fassten die SchülerInnen ihr Projekt zusammen.

Die Fachjury in ihrer Begründung: "Die SchülerInnen haben sich nicht mit der ererbten Last begnügt, sondern sie haben sich aufgemacht, dieses Erbe zu erwerben. Sie haben recherchiert, wie das wirklich war, im Gedenkjahr, damals, als dieses noch kein Gedenkjahr war, sondern bloß eine Katastrophe, und sie haben sich mit drei menschlichen Schicksalen auseinandergesetzt, so gut es ging, so sorgfältig sie dazu in der Lage waren, bis aus den drei Namen drei Menschen erstanden sind, die ihnen, und uns allen, somit ans Herz gewachsen sind. Sie haben mit diesem Projekt erworben, was sie vorher bloß ererbt hatten, und was sie nun besitzen. Zu dieser Erkenntnis gratulieren wir, dafür zeichnen wir sie aus! Denn, was man nicht nützt ist eine schwere Last, ein „alt Geräte, das ich nicht gebraucht“."

Fred-Sinowatz–Wissenschaftspreis 2015

Im Jahr 2015 wird dem Kriegsende (1945), dem Staatsvertrag (1955), dem EU-Beitritt (1995) und dem Roma-Attentat (1995) gedacht. Das Kulturreferat der Burgenländischen Landesregierung vergibt daher 2015 den Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreis für drei herausragende Projekte aus dem Bereich der Politischen Bildung, die sich mit Aspekten des Gedenkjahres auseinandersetzten.
Im Rahmen der Ausschreibung sollen Projekte eingereicht werden, die dazu geeignet sind, das Demokratieverständnis und die Toleranz innerhalb der burgenländischen Gesellschaft zu verbessern.
Zugelassen waren Publikationen, Oral-History- und Schulprojekte, Vortragsreihen, Film- und Medienprojekte, Ausstellungen usw., die einen innovativen pädagogischen Ansatz verfolgen. Zum Wettbewerb zugelassen sind Volksgruppen-, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Schulen, Vereine und Einzelpersonen.

Preis:

Es werden drei Preise zu je 1.000 Euro vergeben. Die Preise sollen der Finanzierung der Projekte dienen und werden daher bereits im Juni 2015 angewiesen. Über die Zuerkennung der Fred-Sinowatz-Wissenschaftspreise entscheidet eine kompetente und unabhängige Jury.
Die zwei weiteren Wissenschaftspreisträger 2015 sind
- Dr. Walter Feymann, Die langen Schatten der Vergangenheit - Publikation über Nazifizierung und Entnazifizierung des Burgenlandes
- Peter Liszt, BA, Die Kriege meiner Väter, historische Aufarbeitung Familiengeschichte Familiengeschichte

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