Gasleitung löste Explosion in Mehrparteienhaus in Pinkafeld aus

Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld war nach einem Gasaustritt im Einsatz.
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  • Foto: Stadtfeuerwehr Pinkafeld
  • hochgeladen von Michael Strini

PINKAFELD. Am Abend des 20.09.2018 wurde die Stadtfeuerwehr Pinkafeld mittels Rufempfänger zu einem Gasaustritt in einem Mehrparteienhaus in Pinkafeld alarmiert. Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld rückte mit einem ELF (Einsatzleitfahrzeug), einem ULF (Universallöschfahrzeug) und 12 Mann zum Einsatz aus.
Die Erkundung des Einsatzleiters ergab, dass es aus unbekannter Ursache zu einer Verpuffung in einer Wohnung im ersten Obergeschoss gekommen ist. Ein Mann erlitt dabei schwere Verbrennungen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Explosion wahrgenommen

Die 22-jährige Untermieterin wollte vorm Haus eine Zigarette rauchen. Plötzlich vernahm sie einen Knall, welcher sich wie eine Explosion anhörte. Sie hörte ihren Lebensgefährten im Haus schreien. Der 24-Jährige konnte alleine das Haus verlassen. Er wurde von einem First Responder, Mitglied der Stadtfeuerwehr Pinkafeld, sowie dem Roten Kreuz erstversorgt und anschließend mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Großräumige Absperrung

Sofort nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde diese großräumig abgesperrt. Nach Abschaltung des Stromes und der Gaszufuhr wurden drei kleine Welpen in einem der Räume entdeckt, welche durch die Stadtfeuerwehr Pinkafeld gerettet werden konnten. Die Messung mit den Gasmanngeräten durch einen Erkundungstrupp zeigte eine erhöhte Konzentration an explosiven Gasen.
Gemeinsam mit Mitarbeitern der Energie Burgenland wurden in allen Räumen im Gebäude (vom Keller bis zum Dachgeschoss) Gasmessungen durchgeführt. Nach den Messungen wurde das Gebäude gut durchlüftet. Es konnte deutlicher Gasgeruch wahrgenommen, aber aufgrund der Durchlüftung keine messbaren Werte festgestellt werden. Das Wohnhaus ist derzeit nicht bewohnbar. Am Freitag werden die Erhebungen betreffend der Explosionsursache weitergeführt.

Ursache: Unsachgemäß geschlossene Gasleitung

Die Ursache der Gasexplosion war eine nicht sachgemäß geschlossene Gasleitung. Im Feber 2016 erfolgte ein Umbau des Badezimmers und WC durch den Untermieter. Eine alte Gasleitung wurde unsachgemäß abgedichtet, das dazu führte, dass mit der Zeit Gas unkontrolliert in den WC-Raum ausfließen konnte.
Zum Zeitpunkt der Explosion war die Konzentration des Gases so hoch, dass es aufgrund der offenen Flamme (Duftkerze), welche sich im WC befand, zur Explosion mit geringer Druckwirkung kam. Laut Sachverständigen bestand eine akute Gefahr für alle anwesenden Personen im Objekt.
Das Opfer erlitt Verbrennungen 3. Grades und befindet sich in einem Krankenhaus. Das Gas wurde für das gesamte Gebäude durch die Energie Burgenland abgeschaltet und wird erst nach fachgerechter Reparatur wieder freigegeben.

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