Gefahrengut-LKW gestern bei Loipersdorf geborgen

Gemeinsam mit einer Bergefirma konnte die Stadtfeuerwehr Pinkafeld gestern Vormittag den LKW bergen.
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LOIPERSDORF/PINKAFELD. Am Vormittag des 27.06.2017 fand die Bergung des in der Vorwoche verunfallten Gefahrgut - LKW durchgeführt werden. Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld stellte den Brandschutz sowie Schutzanzugträger während der Bergung des mit 27 Tonnen Phthalsäureanhydrid beladenen LKW- Zugs.
Die Stadtfeuerwehr Pinkafeld rückte mit einem ELF (Einsatzleitfahrzeug), einem ULF (Universallöschfahrzeug), einem SRF (schweres Rüstfahrzeug), einem KSF (Körperschutzfahrzeug), einem WLF (Wechselladerfahrzeug) und vierzehn Mitgliedern zum Einsatz aus.

Keine rasche Bergung möglich

Mit der sehr aufwendigen LKW-Bergung ist die Gefahr einer Umweltkatastrophe endgültig gebannt. Umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen waren am Dienstagvormittag notwendig, um den verunfallten Sattelaufleger zu bergen.
Aufgrund des brisanten Ladegutes war eine rasche Bergung nicht möglich, erklärte Martin Ulreich, Referent für gefährliche Stoffe bei der Feuerwehr Pinkafeld. „Der Gefahrguttransporter hat eine brennbare Säure bei heißen Temperaturen gelagert. Es ist aufgrund der Beschädigungen des Tanks besser gewesen, das Ladegut abkühlen zu lassen, dadurch wird das nämlich fest und dann kann beim Transport nicht viel passieren“, so Ulreich.

Unfallstelle bewacht

Wenn die Säure ausgetreten wäre, wäre es zu einer Umweltgefährdung gekommen, weil es sich um eine heiße Säure handelt, die zusätzlich brandgefährlich sei und es auch nahe bei der Autobahn sei, so Ulreich.
Der Transporter musste in den vergangenen Tagen rund um die Uhr bewacht und kontrolliert werden, so Christian Ulreich von der Stadtfeuerwehr Pinkafeld. „Es hat eine permanente Sicherung der Unfallstelle durch einen privaten Sicherheitsdienst gegeben, damit nichts abhanden kommt und auch keine Personen zur Unfallstelle gelangen können“, so Ulreich.

Keine Säure ausgetreten

Zur Bergung des Fahrzeugs ist schweres Gerät aufgefahren, sagte Thomas Labi von der verantwortlichen Bergefirma: „Das Problem ist momentan, dass die Ladung noch voll ist, also müssen wir mit zwei Autokränen die Bergung durchführen.“
Weil es eine Riskiobergung war, waren auch Spezialisten der Feuerwehren mit Schutzanzügen vor Ort. „Der Anhänger ist stark deformiert. Wir werden versuchen unter Schutzstufe zwei und Atemschutz, sollte Produkt austreten, es so schnell wie möglich zu unterbinden“, sagte Andreas Braunsteiner vom Landesfeuerwehrkommando Burgenland.

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