Silvester
Glücksbringer im Überblick (mit Umfrage)

Rauchfangkehrer gelten seit dem Mittelalter als "Glücksbringer".
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  • Rauchfangkehrer gelten seit dem Mittelalter als "Glücksbringer".
  • Foto: Helmut Klein
  • hochgeladen von Alfred Jungwirth

Zu Silvester werden gerne die verschiedenen Glücksbringer verschenkt - vom Glücksschweinderl bis zum Fliegenpilz.

BEZIRK OBERWART. Zu Silvester ist es beliebter Brauch, kleine Glücksbringer zu verschenken (u.a. Hufeisen, Schweinderl, Fliegenpilze, Rauchfangkehrer usw.). Aber woher kommen diese Glückssymbole und welche Bedeutung haben sie. Die Bezirksblätter Oberwart haben das ein wenig beleuchtet.

Glücksschwein

In der nordischen Mythologie war der wilde Eber ein heiliges Tier der Götter (Eber Gullinborsti zog den Wag des Gottes Freyr). Seither steht das Schwein für Wohlstand, Fruchtbarkeit und Glück. Im antiken Griechenland bzw. Rom galt jemand als besonders priviligiert, der über viele Schweine verfügte.
Die Redewendung "Schwein haben" bedeutet somit "Glück haben".

Fliegenpilz

Warum der Fliegenpilz zum Glücksbringer avancierte, ist umstritten. Aufgrund seiner psychoaktiven Wirkung wird er mit der Zauberei in Verbindung gebracht und früher auch dazu verwendet. Diese übersinnlich Verbindung und sein besonderes Aussehen könnten ihn zum Glückssymbol gemacht haben.

Hufeisen

Pferde sind immer schon ein Symbol für Stärke und Kraft, deshalb werden sie als sehr wertvolles Tier angesehen. Durch das Beschlagen der Pferde mit Hufeisen entwickelten sich diese weitverbreitet zu Glücksbringern, da sie die wertvollen Pferde schützten. Hufeisen galten in vielerlei Bereichen als Glücksbringer (z.B. Haus und Hof, Schifffahrt).

Vierblättriges Kleeblatt

Vierblättrige Kleeblätter sind eine Seltenheit und darum benötigt man viel Glück, um ein solches zu finden. Vor allem auf Reisen soll es vor dem Bösen (Unglück) schützen. Einer Legende zufolge soll Eva bei der Vertreibung aus dem Paradies ein vierblättriges Kleeblatt als Andenken mitgenommen haben. Der Besitzer eines vierblättrigen Kleeblatts hat somit ein Stück vom Paradies.

Rauchfangkehrer

Im Mittelalter fingen Häuser leichter und häufiger Feuer als heute. Wenn der Rauchfang verstopft war, bedeutete dies zudem eine Katastrophe für den Haushalt, da kein Essen zubereitet werden konnte und es im Haus kalt war. Der Rauchfangkeher säuberte den Kamin und schützte mit seiner Arbeit so die heimischen vier Wände und brachte damit auch Glück ins Haus.
Heute soll es Glück bringen einen Rauchfangkehrer zu berühren oder den goldenen Knopf anzufassen.

Marienkäfer

Der Marienkäfer gilt seit dem Mittelalter als Glücksbringer, da er als Himmelsbote der Gottesmutter Maria geweiht wurde. Er soll Kinder beschützen und Kranke heilen, wenn er ihnen zufliegt. Man darf ihn niemals abschütteln oder töten, weil das das Unglück anziehen würde.

Glückspfennig

Der Glückspfennig gilt als Symbol für Reichtum. Man wünschte beim Verschenken dem Empfänger, dass ihm nie das Geld ausgehe. In früheren Zeiten sollte er im Volksglauben auch bösen Zauber vertreiben und die Liebeskraft stärken.

Glücksbringer aus anderen Ländern

In der indischen Kultur gilt der Elefant als Glücksbringer (vergleichbar mit dem Glücksschwein). Im arabischen Raum wird "Fatimas Hand" gerne als Schmuckanhänger verschenkt. Maneki Neko (winkende Porzellan-Glückskatze) stammt aus Japan, ebenso wie die vier (drei) Affen Mizaru, Kikazaru, Iwazaru und Shizaru, die auch beliebte Emoticons sind.
Im alten Äqypten galt der Skarabäus als Glücksbringer. In Tibet gibt es acht Glücksymbole (Fische, Schirm, Muschel, Endlosknoten, Rad, Lotosblum, Vase, Fahne), die auch im Buddhismus, Hinduismus, China und Indien verbreitet sind.

Neujahrsvorsätze

Rauchfangkehrer gelten seit dem Mittelalter als "Glücksbringer".
Schweine, Fliegenpilze oder Marienkäfer sind gängige Glücksbringer.

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