"Gott schenkte uns seinen Sohn!"

Stadtpfarrer Erich Seifner stellte sich den Fragen der Bezirksblätter
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Die Bezirksblätter sprachen mit Stadtpfarrer Erich Seifner über das kommende Weihnachtsfest, Geschenke und persönliche Momente.

BEZIRKSBLÄTTER: Weihnachten wird vor allem als Familienfest gesehen. Bedauern Sie, dass der christliche Gedanke immer mehr in den Hintergrund gerät?
Seifner: "Jesus Christus, dessen Geburtsfest wir Christen zu Weihnachten feiern, ist in einer Familie geboren und dort aufgewachsen. Insofern ist Weihnachten auch ein Fest der Familie. Weihnachten ist natürlich mehr. Es ist für uns Christen das Fest der Menschwerdung Gottes. Das sollte im Vordergrund stehen."

BB: Wie sollte Weihnachten gefeiert werden? Wie haben Sie in Ihrer Kindheit Weihnachten gefeiert?
Seifner: "Zum christlichen Weihnachten gehört die Feier in der Kirche. So war es in meiner Familie in Steinberg - Dörfl, wo ich aufgewachsen bin, selbstverständlich, am Heiligen Abend nach der Feier in der Familie in der Kirche die Mette und dann am Christtag die heilige Messe mitzufeiern."

BB: Wie stehen Sie zum Einkaufsrausch, der mit dem Weihnachtsfest verbunden ist? Wieviel darf man schenken?
Seifner: "Ich habe persönlich nichts gegen Weihnachtsgeschenke. Nur sollten sie sinnvoll sein und uns den Blick für das eigentliche und größte Weihnachtsgeschenk nicht verstellen: Gott schenkt uns seinen Sohn Jesus Christus, der als Kind in Bethlehem geboren wurde, und mit ihm sein „ein und alles“, seine ganze Liebe. Das ist das Weihnachtsgeschenk schlechthin. Unsere Geschenke sollten ein Ausdruck dafür sein, dass er, Gottes Sohn, uns geschenkt ist.
BB: Wen beschenken Sie persönlich?
Seifner: "Von mir bekommen zu Weihnachten nur meine engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pfarre ein kleines Geschenk. Darüber hinaus überweise ich einen entsprechenden Geldbetrag an diverse Institutionen, die armen und notleidenden Menschen helfen."

BB: Wird in der Vorweihnachtszeit mehr gebeichtet? Sind die Kirchen im Advent besser besucht als sonst im Jahr?
Seifner: "Im Advent sind wir Christen aufgerufen und eingeladen, Jesus Christus, dem von Gott gesandten Retter und Erlöser, den Weg in unser Leben zu bereiten. Dazu gehört, dass wir die heilige Messe mitfeiern, uns auch Zeit nehmen zur Besinnung und zum Gebet, über unser Leben nachdenken, an der Bußfeier teilnehmen, das Sakrament der Versöhnung (= Beichte) empfangen, … Es ist sehr erfreulich, dass bei uns in Oberwart besonders im Advent mehr als sonst, vor allem auch junge Menschen, alle diese Angebote annehmen und relativ viele auch die Roratemesse am Montag und am Freitag um 6 Uhr früh in der Marienkapelle mitfeiern."

BB: Wie verbringen Sie das Fest? Bleibt überhaupt Zeit für Privates?
Nach einer kleinen Feier mit einem eher einfachen Abendessen (meistens Fische und mit einem Glas Wein) und nach dem abendlichen Spaziergang mit meinem Hund ziehe ich mich am Heiligen Abend schon sehr bald zurück, um zu beten und mich auf die Feier der Mitternachtsmette und der Festmesse am Christtag einzustimmen und vorzubereiten.

BB: Bei vielen Familien steht der Festtagsbraten auf dem Speiseplan. Was gibt es bei Ihnen am Christtag?
Seifner: "Das Mittagessen am Christtag ist bei uns im Pfarrhof auch nicht viel anders als an Sonn- und anderen Feiertagen. Es ist sehr gut."

Welches ist Ihr liebstes Weihnachtslied?
Seifner: "Es gibt viele schöne Weihnachtslieder. Eines, das ich sehr gerne singe, beginnt mit den Worten: „Nun freut euch, ihr Christen, singet Jubellieder“."

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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