Land Burgenland baut Güterverkehr bis nach Großpetersdorf aus

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ROTENTURM (kv). ROTENTURM (kv). Mit dem Kauf der Bahnstrecke will die Verkehrsinfrastruktur Burgenland GbmH die Region weiter stärken. Neben der Ausweitung des Güterverkehrs bis nach Großpetersdorf soll auch die Holzverladestation aus Oberwart verlegt werden - möglicherweise zu Fischer Holz nach Rotenturm.

"Die Bahnstrecke ist für die Region von größter Bedeutung." (Norbert Hofer)

13 Millionen Schilling

Ende der 1980-er Jahre stellte die ÖBB den Bahnverkehr Oberwart-Steinamanger ein. "Viele Betriebe wussten nicht, wie es weitergehen soll", erinnert sich Franz Schuch. Da die Verhandlungen zur Wiederaufnahme scheiterten, kaufte Franz Schuch die Bahnstrecke für 13 Millionen Schilling. "Gemeinsam mit der Landesregierung konnte die Strecke saniert und der Betrieb wieder aufgenommen werden", so Schuch.

Neue Arbeitsplätze

Mit dem Zukauf von weiteren 8,4 km Schiene beträgt die Gesamtlänge Friedberg-Großpetersdorf 34,2 Kilomenter. Ab wann der Zug wieder fährt, kann noch nicht gesagt werden. "Unser endgültiges Ziel ist der Ausbau bis nach Steinamanger", so Andreas Reiner, Geschäftsführer der Verkehrsinfrastruktur Burgenland GmbH.
Der Ausbau der Infrastruktur macht das Südburgenland attraktiver für Betriebsansiedlungen, was wiederum zu neuen Arbeitsplätzen führt. Die Verlagerung der Transportwirtschaft auf die Schiene bringt obendrein weniger CO2-Belastung mit sich und reduziert die Staub- und Lärmbelastung.

"Wir wollen neue Projekte umsetzen, die Forschung weiter ausbauen und gute Rahmenbedingungen schaffen." (Hans Niessl)

In die ganze Welt

Für Fischer Holz war der Güterverkehr die Grundlage für die damalige Betriebsansiedlung. Das Unternehmen veredelt Holz zu einem High-End-Produnkt und liefert in die ganze Welt. "Mit dem Güterverkehr können wir das Marktpotential voll ausschöpfen", so Bernhard Fischer. Der Betrieb hat bereits mit dem Bau eines neuen Logistikzentrums begonnen. "Wir haben in der Region viele tolle Betriebe, die für den An- und Abtransport in Zukunft auf die Bahn als zusätzliches Benefit zurückgreifen können", sagt LR Alexander Petschnig.

Güterverkehr verdoppelt

Schon vor dem Kauf habe das Land viele Millionen Euro investiert, weshalb sich die künftigen Ausgaben laut Niessl in Grenzen halten sollen. Aktuell werden 100.000 Jahrestonnen via Bahn transportiert, laut Studien wird sich das auf 200.000 Tonnen erweitern. Mit dem Ausbau nach Ungarn würden es sogar 450.000 Jahrestonnen werden. Diese Maßnahmen wären auch entscheidend für eine Neubelebung des Personenverkehrs. "Es sollen durch die bessere Infrastruktur nicht nur die Ballungszentren besser ereichbar sein, die Region selbst soll ein Ballungszentrum werden", so BM Norbert Hofer.

Kommentar: Das Südburgenland ist nicht mehr aufzuhalten

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