Leserbrief: Feuerwehr ist kein Hobby, sondern eine Berufung!

Feuerwehrkommandant Kurt Tripamer schrieb einen offenen Brief nach den Unwettereinsätzen.
  • Feuerwehrkommandant Kurt Tripamer schrieb einen offenen Brief nach den Unwettereinsätzen.
  • Foto: Stadtfeuerwehr Pinkafeld
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Liebe Freunde der Stadtfeuerwehr Pinkafeld, liebe Pinkafelderinnen und Pinkafelder!
Die vergangene Woche war die einsatzreichste Woche seit dem Bestehen der Stadtfeuerwehr Pinkafeld. Innerhalb von zwei Tagen mussten meine Kameraden fast 200 Einsätze absolvieren. Ich möchte mich auf diesem Weg bei jedem einzelnen recht herzlich bedanken.
Stundenlang im Regen zu stehen, vollkommen durchnässt zu sein um anderen zu helfen, das ist nicht selbstverständlich. Viele sind in den letzten Tagen bis an ihre Belastungsgrenze gegangen. Oftmals wird vermutet, dass unsere Mitglieder bezahlt werden – aber keine Feuerwehrfrau und kein Feuerwehrmann bekommt auch nur einen Cent. Umso mehr ist die Leistung aller Kameraden hervorzuheben. Ich bin stolz auf so eine top ausgebildete Mannschaft zählen zu können.
Ich möchte die Gelegenheit auch nutzen und mich bei den benachbarten Wehren bedanken, die uns unterstützt haben – ohne ihre Hilfe wäre es niemals möglich gewesen, diese hohe Anzahl an Einsätzen abzuarbeiten. Ein aufrichtiges „Vergelts Gott“ an die Feuerwehren Hochart, Kroisegg, Neustift an der Lafnitz, Oberwart, Schreibersdorf und Wiesfleck. Auch den Mitarbeitern des Bauhofes der Stadtgemeinde Pinkafeld gilt mein Dank. Sie waren innerhalb kürzester Zeit verfügbar, um Straßen zu sperren und Vermurungen zu beseitigen.

Dank an Arbeitgeber

Nicht vergessen möchte ich all die Arbeitgeber, die es den Florianis ermöglichen, den Arbeitsplatz kurzfristig zu verlassen, um ihren Feuerwehrdienst leisten zu können.
Ohne diese Unterstützung würde es traurig aussehen im Burgenland. Dem Team der Landessicherheitszentrale (LSZ) möchte ich meine Hochachtung aussprechen – ihr macht einen sehr guten Job! Gerade bei solchen Großschadensereignissen ist es nicht immer einfach, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn hunderte Betroffene den Notruf wählen.

Auch wenn wir uns die größte Mühe geben, schaffen wir es nicht, überall gleichzeitig zu sein. Falls jemand länger auf unsere Hilfe warten musste, möchte ich mich dafür entschuldigen. Sämtliche Feuerwehrleute, die in Pinkafeld eingesetzt waren, haben in den letzten Tagen wirklich ihr Bestes gegeben.

Abschließend möchte ich noch unsere Familien vor den Vorhang holen. Wieder einmal war es ein Wochenende, an dem sie viel zu kurz gekommen sind. Ohne das Verständnis und den Rückhalt der Angehörigen wäre die Arbeit der Feuerwehr gar nicht möglich.
Das größte Kompliment hat mir dieses Wochenende meine Tochter gemacht. Als ich nach dem letzen Einsatz nach Hause gekommen bin, hat sie mich erwartet und gesagt „Papa, was ihr macht ist toll und ich bin stolz auf euch“. Genau diese positiven Rückmeldungen sind es, die uns Feuerwehrleuten die Kraft geben, weiterzumachen.
DANKE!
Ihr Kurt Tripamer, Stadtfeuerwehr Pinkafeld

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