Unsere Erde
Müll einsammeln beim Spazierengehen in Bezirk Oberwart

Günter Pfingstl aus Badersdorf hatte mit seinen Söhnen eine tolle Idee - familiäre Müllsammelaktion beim Spaziergang
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  • Günter Pfingstl aus Badersdorf hatte mit seinen Söhnen eine tolle Idee - familiäre Müllsammelaktion beim Spaziergang
  • Foto: Günter Pfingstl
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Nachdem in vielen Gemeinden Flurreinigungen abgesagt wurden, nehmen Privatpersonen die Sache selbst in die Hand und sammeln beim Spaziergang gleich Müll mit ein.

BEZIRK OBERWART. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronaviruses fallen in den kommenden Wochen auch geplante Flurreinigungen im Bezirk Oberwart aus.
Nun hatten einige Personen aus dem Bezirk Oberwart die Idee, den täglichen Spaziergang gleich zu nutzen, um Müll vom Straßenrand einzusammeln und somit auch dem Umweltgedanken gerecht zu werden.

Günter Pfingstl in Badersdorf

Nachdem die Flurreinigung in Badersdorf abgesagt wurde, nutzte Familie Pfingstl-Csecsinovits einen Spaziergang in Badersdorf die Gelegenheit, um mit einem Müllsack herumliegenden Abfall einzusammeln.
Bgm. Daniel Ziniel zeigte sich begeistert: "Herzlichen Dank dafür! Leider fällt aufgrund des Corona-Viruses heuer unsere gemeinsame Flurreinigung aus. Daher sind Nachahmer dieser Aktion herzlich Willkommen. Die Gemeinde wird wieder sauber und die Umwelt wird es Euch danken! Wenn sich noch jemand beteiligen will, einfach einen Sack zum Spazieren mitnehmen, den herumliegenden Müll einsammeln und gerne auch ein Foto schicken."

Theresa Sauhammel in Buchschachen

Auch Theresa Sauhammel aus Buchschachen hatte die gleiche Idee: "Da in vielen Gemeinden die Flurreinigungen ausfallen und eventuell nicht nachgeholt werden, bleibt der Müll am Straßenrand wahrscheinlich liegen. Wir könnten zum  „gemeinsamen“ Müllsammeln aufrufen - natürlich aber nur alleine und nicht in Gruppen. Viele Leute gehen gerade jetzt fast täglich spazieren und könnten ganz einfach ein Sackerl einstecken und den Müll am Straßenrand aufsammeln."
Theresa setzte ihre Idee um: "Am Samstag fand ich bei Buchschachen auf einer Strecke von 2,5km soviel Müll, dass ein Sack voll wurde. Am Sonntag waren meine Mutter und ich wieder unterwegs und haben einiges gefunden."

Theresa Sauhammel und ihre Mutter beim Müll einsammeln in Buchschachen.
  • Theresa Sauhammel und ihre Mutter beim Müll einsammeln in Buchschachen.
  • Foto: Theresa Sauhammel
  • hochgeladen von Michael Strini

Norbert Pimperl in Wolfau

Nicht erst seit "Corona" ist Norbert Pimperl aus Wolfau immer wieder im Dienste der Umwelt unterwegs, um die Straßengräben in und rund um seine Heimatgemeinde vom Dreck anderer Menschen zu befreien. "Da ich diese Straßen häufig befahre, ist es mir ein Bedürfnis den Müll in meiner Freizeit zu entfernen. Es macht mir auch Spaß und es ist ein Beitrag für eine intakte Umwelt. Das verbinde ich nun eben auch mit dem Spaziergang an der frischen Luft", meint Pimperl.

Sebastian Koller in Wolfau

Sebastian Koller nutzt seine Spaziergänge ebenso: "Da ich aufgrund des Coronaviruses nicht meine volle Stundenanzahl arbeiten darf, will ich dennoch einen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten, in dem ich beim Spazierengehen Müll sammle. Die letzten Tage habe ich das gemeinsam mit meiner Freundin gemacht. Es ist nicht nur gut für meine/unsere eigene Gesundheit, sondern auch für die unserer Natur. Wald und Wiesen möchten genau so gesund bleiben wie ich. Und da sollten wir mehr drauf schauen. In fünf Tagen kamen so 60 Kilogramm Müll zusammen (!)."
"Es ist schon erschreckend für mich, wie viel Müll wir Menschen unserer Natur „schenken“. Ich finde, dass das einfach nicht sein muss und dass es eine Verhöhnung unserer Natur gegenüber ist. Ein großer Teil des Mülls muss bewusst in den Wald gebracht worden sein. Ich Kann mir nicht vorstellen, dass ganze gelbe Plastiksäcke zufällig im Wald landen", so Koller.

Sebastian Koller: "Pflegen wir unsere Natur doch wie unseren eigenen Garten. Wir möchten doch auch nicht in unserem Vorgarten Bierdosen, Jägermeisterflaschen, Ölkanister, kaputte Plastikeimer, gebrauchte Taschen- und Feuchttücher etc. herumliegen haben. Schauen wir so auf die Natur wie sie auf uns schaut. Sie wird es uns mit Sicherheit danken."

Marlen Wohlmuth in Unterwart

"Ich war vor einem Monat unterwegs. Am 23. Feber habe ich auf einer Strecke von rund einem Kilometer vier Müllsäcke vollgemacht. Das kommt raus, wenn man den Müll, denn die Leute einfach aus dem fahrenden Auto werfen, zusammensammelt. Angefangen von Bierdosen über Verpackungen bis zu Batterien, Besteck oder Flaschen usw.", berichtet Marlen Wohlmuth über ihre Aktion bei Unterwart.

Fotos, Berichte und Videos

Wir finden diese Idee super und freuen uns über Nachahmer im gesamten Bezirk, denn das tut der Umwelt gut und auch der Gesundheit.
Schickt uns zu euren privaten Müllsammelaktionen auch Fotos (oder sogar Videos) - über Facebook, per E-Mail oder ihr stellt einen kurzen Bericht als Regionaut online. Wir berichten darüber gerne online und auch im Print!

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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