BAfEP Oberwart
Neues Kolleg für Elementarpädagogik vorgestellt

Lehrerin Carina Pinzker, Lehrerin Ines Brugner, Direktor Herwig Wallner (hinten), Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz, Landesrätin Daniela Winkler und Lehrerin Jutta Pradl-Hoics (vorne).
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  • Lehrerin Carina Pinzker, Lehrerin Ines Brugner, Direktor Herwig Wallner (hinten), Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz, Landesrätin Daniela Winkler und Lehrerin Jutta Pradl-Hoics (vorne).
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BAfEP Oberwart feiert 50-jähriges Bestehen und neuen Ausbildungszweig, der im Herbst startet.

OBERWART. Anlässlich des Tages der Elementarpädagogik am 21. Jänner lud Familien- und Bildungslandesrätin Daniela Winkler mit Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz und Direktor Herwig Wallner in die BAfEP Oberwart zu einer Pressekonferenz.
Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen sind die ersten Bildungsstätten mit einem breiten Betätigungsfeld. Das Angebot an der BAfEP wird ab Herbst um ein Kolleg erweitert. Winkler betonte, wie wichtig die Elementarpädagogik für die persönliche Entwicklung der Kinder: "Es ist immer wieder wichtig, die Bedeutung der Elementarpädagogik hervorzustreichen. Kindergärten sind die erste Bildungseinrichtung. Je besser unsere Kinder in den elementaren Einrichtungen mit pädagogischer Begleitung auf das Leben vorbereitet werden, umso mehr profitieren wir alle davon.“

Große Leistung in schwierigen Zeiten

Winkler würdigte die Arbeit in diesem Bereich: "Es ist keine einfache Zeit. Gerade deshalb merken die Menschen, wie wichtig die Elementarpädagogik im Bildungssystem ist. Ein großes Dankeschön an die Kindergartenpädagogen und das gesamte Personal für die Leistungen und den Einsatz in den vergangenen Monaten. Elementarpädagogik ist ein sehr komplexer Bereich, sie verdient deshalb auch einen entsprechenden Stellenwert."

LR Daniela Winkler: „Kindergärten und Kinderkrippen sind für die Kinder die wichtigsten Stationen in ihrer Entwicklung. Besonders in Krisenzeiten sind die Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen für viele Familien ein Rettungsanker!“

„Die Angehörigen dieser Berufsgruppe sind Schlüsselkräfte so wie die verschiedenen Einsatzkräfte, das medizinische Personal oder die Kassiererin im Supermarkt! Würde es keine Kinderbetreuung geben, so stünde auch die Wirtschaft still! Kindergärten, Kinderkrippen und die Kinderbetreuung in all seinen Formen sind in diesen Zeiten ein Anker für die Familien und Erziehenden. Die Arbeit und die Stellung der in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen tätigen Personen kann nicht hoch genug gewürdigt werden. In der öffentlichen Wahrnehmung wird diesem Umstand zu wenig Beachtung geschenkt. Das ist für mich nicht nachvollziehbar, denn aus meiner Sicht sind diese Institutionen den Schulen gleichzustellen", so die Landesrätin.

Weitreichendes Betätigungsfeld

"Das Betätigungsfeld der Elementarpädagogen ist weitreichender als jenes in der Schule. Die Pädagogen können auf ihren Beruf sehr stolz sein. Sie sind Profis in der frühen Kinderpädagogik und glücklicherweise haben wir uns schon längst von dem Klischee verabschiedet, dass dort auf Kinder ‚aufgepasst‘ und mit ihnen ja nur ‚gespielt‘ wird", betont sie.
Die großen Entwicklungsschritte, die im Burgenland rund 11.000 Kinder in den Kindergärten und Kinderkrippen machen, sind für die Zukunft der Kinder besonders wichtig. "Die Kinder werden nicht nur auf die Schule vorbereitet, sondern professionell ins Leben begleitet. Es ist mir ein persönliches Anliegen anlässlich des Tages der Elementarpädagogik den pädagogischen Wert hervorzuheben und mich für den großartigen Einsatz zu bedanken“, so Winkler 

Tests und Impfungen

Die Schwierigkeiten in den Kindergärten sind, dass aufgrund der Umstände die allgemeinen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nicht in dem üblichen Umfang angewandt werden können. Kinder brauchen Nähe und eine intensive Betreuung.
Um bestmögliche Sicherheit zu bieten, stellt das Land den Einrichtungen im Burgenland Gratis-Antigen Tests zur Verfügung. Diese können in den Bezirksvororten bei den Außenstellen der Bildungsdirektion angefordert bzw. abgeholt werden. Es werden auch laufend Gespräche und Verhandlungen geführt, um künftig laufend kindergerechte und rasche Testmöglichkeiten zur Verfügung stellen zu können. Darüber sprach sich Winkler dafür aus, dass das Personal der Kindergärten und Kinderkrippen in der Impfstrategie prioritär berücksichtigt wird: "In der Impfstrategie des Burgenlandes werden die Personen in Kindergärten und Schulen in Phase 2 geimpft." 

Symbolfoto (Tag der offenen Tür / 31.1.2020)
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Ausbildungsangebot

Neben der klassischen Ausbildung in Form der fünfstufigen berufsbildenden Bundesbildungslehranstalt mit Matura gibt es Alternativen, die auch berufsbegleitend den Weg zur Kindergartenpädagogin/zum Kindergartenpädagogen ermöglichen. So wird ab Herbst 2021 das Angebot an der BAfEP um ein Kolleg für Elementarpädagogik erweitert. Zielgruppe dafür sind Maturanten, aber auch Quereinsteiger mit Berufsreifeprüfung oder Studienberechtigungsprüfung.
Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz bezeichnet die BAfEP als eine Unikatschule, die den Absolventen viele Möglichkeiten bietet: "Die Schule beweist hohe Qualität und eine große Breite der Ausbildung. Ein wesentlicher Punkt ist für mich eine gelebte Transition - jener Phase, in der Kinder auf den Umstieg vom Kindergarten in die Schule vorbereitet werden. In dieser Phase muss man auf die Kinder sehr behutsam zugehen. Ich begrüße auch die neue Ausbildung in Form des Kollegs. Dieses bietet die Chance, in das Berufsfeld der Elementarpädagogik einzutauchen, um diese schöne, fordernde und erfüllende Tätigkeit ausüben zu können.“

Symbolfoto (Tag der offenen Tür / 31.1.2020)
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BAfEP feiert 50 Jahre

Direktor Herwig Wallner: "Insgesamt gibt es 15 Klassen mit 374 Schülerinnen und 26 Schülern. Die Zusatzausbildung für Horterziehung absolvieren 88 Schülerinnen und 5 Schüler und die drei Klassen der Fachschule für pädagogische Fachassistenz besuchen 73 Schülerinnen und 3 Schüler. Im Praxiskindergarten haben wir vier Gruppen, im Praxishort drei Gruppen. Es gibt auch eine gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde und anderen Schulen wie der EMS Oberwart oder MS Markt Allhau. Unsere Pädagogen zeigen dort im Bereich Berufsorientierung, was bei uns alles möglich ist."
Die Oberwart ist der erste Standort, der eine dreijährige Ausbildung zur Fachassistenz anbietet und gleichzeitig die einzige derartige Schule in Österreich, die kroatisch und ungarisch von der 1. bis zur 5. Schulstufe als Unterrichtsfach anbietet. „Die BAfEP feiert heuer 50 Jahre. Seit fünf Jahrzehnten bietet sie ein gutes Ausbildungsangebot für die Jugend, das durch die Fachschule für pädagogische Fachkompetenz und die Kollegs für Sozialpädagogik und Elementarpädagogik erweitert wird. In diesem Betätigungsfeld sind die Berufschancen sehr hoch. Die Kollegs sind eine Alternative zum Studium, aber auch zu einer beruflichen Neuorientierung für Quereinsteiger. Mit den unterschiedlichen Ausbildungsformen werde auch die Heterogenität in den Kindergarten gefördert“, sagte der Direktor der BAfEP.
Aktuell werden rund 100 Schüler pro Tag an der Schule betreut. "In den letzten Wochen waren zwischen 55 und 132 Schüler an der Schule. Derzeit laufen abwechselnd auch Praxiszeiten in den unterschiedlichen Klassen", so Wallner.

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