Oberwart: ÖAMTC-Pannenfahrer befreit in Oberwart Kind aus versperrtem Auto

Christoph Kurz rettete Kind aus verschlossenem Auto.
  • Christoph Kurz rettete Kind aus verschlossenem Auto.
  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Michael Strini

OBERWART. Am Stützpunkt Oberwart ging ein Notruf ein. Am anderen Ende der Leitung bittet eine aufgeregte Frauenstimme um Hilfe – ihr Pflegekind wurde am EO-Parkplatz versehentlich im Fahrzeug eingeschlossen.
Die Schaltermitarbeiterin reagiert angesichts der Notsituation und den warmen Temperaturen sofort und gibt ihrem Kollegen Christoph Kurz, der sich gerade am Stützpunkt befindet, den Notruf weiter. Keine fünf Minuten später trifft er am Einsatzort ein, wo schon die aufgeregte Pflegemutter und einige andere Passanten auf das Eintreffen des ÖAMTC-Pannenfahrers warten.

Auto irrtümlich verriegelt

Die Pflegemutter hat das rund einjährige Kind vorschriftsmäßig im Maxi Cosi gesichert. Der Autoschlüssel wurde am Beifahrersitz abgelegt und dabei dürfte die Funkfernbedienung auf „Schließen“ betätigt worden sein. Als die Fahrzeugtür geschlossen wurde, war das Unglück passiert und das Auto verriegelt.
„Das Auto war an einem halbschattigen Platz abgestellt. Dennoch war es schon ziemlich warm im Auto“, berichtet ÖAMTC-Techniker Christoph Kurz. „Die Pflegemutter war sehr aufgeregt und das Kind weinte im Fahrzeug. Schnelle Arbeit war somit gefragt.“
Christoph Kurz hatte aber die Situation mit seiner ruhigen Art unter Kontrolle, legte das Werkzeug an und konnte das Fahrzeug binnen weniger Minuten öffnen. Mutter und Kind waren wieder vereint. Zum Dank fiel die Pflegemutter, nachdem der größte Schock verflogen war, dem Gelben Engel um den Hals und bedankte sich für die schnelle und „schadenfreie“ Hilfe.

Lob für Einsatzfahrer

Lob gab es auch von der inzwischen anwesenden Polizei, die zur Sicherheit, falls das Fahrzeug nicht rasch genug geöffnet werden hätte können, den Nothammer zum Einschlagen der Scheibe griffbereit hatte.
„Gerade in derartigen Notsituationen geht es um jede Sekunde. Das Kind ist aber wohlauf“, berichtet Christoph Kurz und erzählt weiter: „Die Eltern sind in derartigen Situationen meist sehr aufgelöst und machen sich Vorwürfe. Aufsperrdienste und versehentlich im Fahrzeug eingeschlossene Kinder oder Tiere kommen jedoch öfter vor als man glaubt. Dann gilt es aber Ruhe zu bewahren und so rasch als möglich zu regieren.“ Insbesondere im Sommer bzw. wenn das Fahrzeug in der prallen Sonne steht, kann das extrem gefährlich werden. Besonders Kinder und Tiere dürfen nicht im parkenden Auto zurückgelassen werden – selbst wenn es nur für kurze Zeit ist.

Polizei sofort verständigen

„Wer bei großer Hitze im Auto eingeschlossene Kinder oder Tiere entdeckt, sollte sofort Polizei, Rettung bzw. den Pannendienst rufen“, empfiehlt der ÖAMTC-Techniker und rät weiter: „Bei heißen Temperaturen versucht man im Idealfall bis Hilfe eintrifft das Fahrzeug zu kühlen. Beispielsweise indem man kaltes Wasser über das Auto gießt. In Notsituationen ist es ratsam die Scheibe einzuschlagen – der Schaden ist geringer als im Fahrzeug kollabierende Personen und Tiere.“

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