Schulschließung wegen Corona-Virus
Österreich steigt auf Online-Unterricht um

Mit Online-Plattformen wie "LMS" und "Skooly" soll der Unterricht bis Ostern ersetzt werden.
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  • Mit Online-Plattformen wie "LMS" und "Skooly" soll der Unterricht bis Ostern ersetzt werden.
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Ab dem 16. März 2020 soll der Unterricht an sämtlichen Schulen in Österreich nur mehr Online stattfinden.

OBERWART. Mit der Schulschließung am 16. März 2020 in sämtlichen Schulen ab der 9. Schulstufe und am 18. März in Schulen für Kinder bis 14 Jahren stellten sich nun alle Schüler die Frage wie es mit dem Unterricht bis Ostern weitergehen wird. Bei Unterstufen und Volksschulen wird vom klassischen Unterricht auf Betreuung umgestellt.
Das heißt, dass jene Kinder, die zu Hause eine Betreuung haben, von dort lernen und andere die Betreuung in der Schule besuchen dürfen. Jenes gilt auch für Kindergärten und Kinderkrippen.

Online-Plattformen ersetzen regulären Unterricht

Ab sofort soll der Unterricht Online abgehalten werden. Mit Online-Plattformen wie „LMS“ und „Skooly“ wird der bereits gelernte Stoff durch Übungsaufgaben vertieft. Eine Herausforderung für Schüler, die man nur schafft, wenn man sich jeden Tag konsequent hinsetzt und lernt.
„Ich finde die Schulschließungen eine gute Maßnahme. Denn somit hat man die größte Überträgergruppe unter Kontrolle und kann die Infizierung um einiges einschränken. Ich werde mich diese 3-4 Wochen nicht verbarrikadieren. Sich mit ein paar Freunden ein paar Mal zu treffen wird nicht zu vermeiden sein, denn auf eine so lange Zeit überhaupt keine sozialen Kontakte zu pflegen, ist für unsere Generation beinahe unmöglich. Es ist wichtig das wir die Situation trotzdem nicht unterschätzen, in Panik zu geraten hat keinen Sinn und würde alles nur noch verschlimmern!“, findet Elisa Ergasti von der HBLA Oberwart.

Elisa Ergasti: "Wichtig ist es, jetzt darauf zu achten, dass wir als Schülerinnen und Schüler nicht zu viel mit fremden Meschen in Kontakt kommen und große Treffen oder Partys meiden."

"Ich find es definitiv besser, die Schulen jetzt zu schließen, bevor die Fälle noch weiter steigen. Es steigt alles exponentiell, dadurch kann die ganze Situation einfach und sehr schnell eskalieren. Ich hoffe allerdings, dass die Lehrer, Professoren, etc. schnell genug lernen, mit Online-Plattformen wie LMS, oder der Vorgestellten Eduthek, umzugehen. Sonst verhält sich das ganze wie Ferien, wo keiner lernen muss und man kommt nach den Osterferien wieder zurück und keiner hat aus der Situation gelernt. Das heißt, solange alles wieder nach der "Schulpause" weitergeht, ansonsten wäre das ein komplett anderes Problem", beschreibt Paul Wunderer die Situation.

Auch für Schulen eine große Herausforderung

„Es handelt sich gerade um eine Notsituation, mit der wir auch keine Erfahrung haben. Trotzdem möchten wir den Schülern gewährleisten, dass sie lernen können, beschäftigt sind und vieles weiter geht. Mit Online Plattformen wie „LMS“ wollen wir keine Zeit verlieren und den Lehrstoff vertiefen“ , meint HBLA-Oberwart Direktor Aristoteles Papajanopulos.

NMS Oberschützen-Dir. Petra Jelencsits: "Über Online-Plattformen wie „LMS“ und „Skooly“ bekommen Schüler Übungsmaterialien zur Festigung und Vertiefung des aktuell im Unterricht behandelten Lernstoffes.

Schulen für Kinder bis 14 Jahre bieten für Schüler die zu Hause keine Betreuung haben einen Journaldienst an. NMS-Oberschützen Direktorin Petra Jelencsits sagt: „Meine Kollegen und ich unterstützen die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung. Diese dienen zum Schutz der Bevölkerung. Die Schüler und Schülerinnen der NMS Oberschützen werden über „Distance Learning“ betreut. Wir arbeiten sowohl Online als auch Offline. Über Online-Plattformen wie „LMS“ und „Skooly“ bekommen Schüler Übungsmaterialien zur Festigung und Vertiefung des aktuell im Unterricht behandelten Lernstoffes. Weiters wurde auch Übungsmaterial im Unterricht ausgeteilt. Am Montag können Schülerinnen und Schüler noch fragen dazu stellen, wenn etwas unklar ist. Außerdem haben wir einen Journaldienst in unserer Schule eingerichtet, das heißt dass es direkt am Standort eine Betreuung gibt.“

An der HTL Pinkafeld gibt es bereits seit zwei Jahren an mehreren Stellen die Möglichkeit für eine hygienische Händedesinfektion.
  • An der HTL Pinkafeld gibt es bereits seit zwei Jahren an mehreren Stellen die Möglichkeit für eine hygienische Händedesinfektion.
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Zentralmatura könnte verschoben werden

Bezüglich der Zentralmatura gibt es noch keine genauen Informationen. Eine Verschiebung kann für einige Schüler aber Probleme aufgrund der späteren Plänen darstellen. „An der HTL gibt es bereits seit zwei Jahren an mehreren Stellen die Möglichkeit für eine hygienische Händedesinfektion. Diese wurden nicht nur in Grippezeiten gerne genutzt, in den letzten Tage hatten sie natürlich eine noch wesentlich größere Bedeutung. An der HTL Pinkafeld bereiten sich die Schüler und Lehrer seit Dienstag auf die kommenden Tage und Wochen vor. Dazu haben wir gut funktionierende Kommunikationskanäle wie LSM.at oder die schuleigenen E-Mail-Adressen für alle Schüler und Lehrer. Damit können die Schüler die kommenden Tage und Wochen gemeinsam mit den online verfügbaren Lehrern für eine eigenverantwortliche Vertiefung des Lehrstoffes und zum Üben nutzen", so HTL Pinkafeld-Dir. Wilfried Lercher.

HTL-Dir. Wilfried Lercher: "Mit Freitagmittag haben wir auf E-Learning-Betrieb umgestellt. Auch die üblicherweise am Freitag und Samstag anwesenden Erwachsenen der Abendkollegs werden bereits diese Woche über „Distance Learning“ betreut."

Zur Zentralmatura gibt es noch keine gesicherten Informationen. "Eine mögliche Verschiebung hängt laut Bildungsministerium von den weiteren Entwicklungen ab. Leider wurden in den letzten Tagen auch Gerüchte verbreitet, die jeder Grundlage entbehren. Der aktuelle Wissensstand der Schulleitung ist, dass kein Schüler oder Lehrer der HTL Pinkafeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde oder derzeit behördlich in Quarantäne ist“, erklärt Lercher.

Autor:

Bettina Homonnai aus Oberwart

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