Verein "Rund ums moor" erhält den Regionalitätspreis 2015

Die Zahl der Zickentaler Moorochsen ist auf 150 begrenzt. Sie können sich frei bewegen und feinstes Gras fressen.
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  • Die Zahl der Zickentaler Moorochsen ist auf 150 begrenzt. Sie können sich frei bewegen und feinstes Gras fressen.
  • Foto: Verein Rund ums Moor
  • hochgeladen von Martin Wurglits

ROHR/HEUGRABEN/EISENHÜTTL. Seit 2003 sorgen der Verein „Rund ums Moor“ und der Verein „Rinderweide am Zickentaler Moor“ für den nachhaltigen Schutz des größten Niedermoores im pannonischen Raum. Dieses Europaschutzgebiet ist die Heimat seltener Tiere und Pflanzen. Das Moor im Naturschutzgebiet „Auwiesen Zickental“ entstand vor rund 12.000 Jahren. Es war das Anliegen von 42 Bauern, Naturschutz und Landwirtschaft zu verbinden. Rund 108 Hektar Ackerland wurden auf Grünland umgestellt.

Über das Moor

Die Feuchtwiesen im Zickental wurden 1991 durch eine Verordnung der burgenländischen Landesregierung zum Naturschutzgebiet erklärt. Es handelt sich um ein Niedermoor mit einer Fläche von 42 Hektar und einem bis zu 13 Meter mächtigen Torfboden. Das Gebiet ist auch Natura-2000- und Europaschutzgebiet.

Glückliches Weidevieh

150 Ochsen der Rassen Galloway und Angus grasen auf den ungedüngten Weiden rund um das Moor und leben ausschließlich vom Gras oder Heu der Wiesen. Zahlreiche seltene Kräuter geben dem Fleisch den charakteristischen Geschmack.
Die Ochsen kommen im Alter von sechs bis acht Monaten in das Gebiet und verbleiben bis zur Genussreife, die sie mit etwa 36 Monaten erreichen. In den letzten Reifemonaten wird zusätzlich Gersten- oder Weizenschrot gereicht. Die Tiere lagern rein weißes Fett in die Muskelfasern ein. Das macht den Braten saftig. Die Tiere sind friedlich, genetisch bedingt hornlos und äußerst genügsam.

Genussreife statt Turbomast

Das Entscheidende für die Zucht sind neben der besonderen Umgebung vor allem Zeit und Ruhe. Der Moorochse nimmt nur langsam zu und hat kein überschüssiges Fett auf seinem Körper. Man folgt dem Motto: keine Turbomästung, sondern Genussreifung.

Humane Schlachtung

Neben der gerechten Tierhaltung steht auch die Schlachtung im Zeichen der Menschlichkeit. Die Tiere werden ohne Stressbelastung zu dem in nächster Nähe liegenden EU-Schlachtbetrieb gebracht.

Wo kann man ihn kaufen?

Die Firma Stefri-Frischeteam in Oberdorf ist ein Vertriebspartner. Außerdem bietet die Fleischerei Halper in Oberdorf das Fleisch an. Ein neuer Abholstandort für vorbestellte Ware liegt nun auch im Industriegebiet in Kemeten-Steinbrückl.

Zahlreiche Auszeichnungen

Somit sind Naturschutz, sanfter Tourismus und Landwirtschaft in partnerschaftlicher Zusammenarbeit verbunden. Diese Vernetzung ist vorbildlich und wurde nach zahlreichen anderen Preisen auch mit dem Regionalitätspreis der Bezirksblätter gewürdigt. „Wir sind stolz, dass nach so vielen Jahren die harte Arbeit auch Anerkennung findet. Es ist unser Anliegen, dieses einmalige Naturschutzgebiet nachhaltig vor den Einflüssen der Umgebung zu bewahren. Wir konnten schädigende Einflüsse abwenden und das Moor und die unberührte Natur erhalten“, sagt Vereinsobmann Jürgen Frank.

Natur pur

Dem Naturfreund erschließt sich das Kleinod am besten bei einem Streifzug. Der 2,6 Kilometer lange Erlebnispfad ist das ganze Jahr begehbar und vermittelt nachhaltige Eindrücke der Naturlandschaft.
Ab April stehen wieder Moor-Experten als Begleiter bereit. Gebucht werden können Drei- oder Sechs-Stunden-Touren inklusive Moorschlamm und Moorjause. Für Schulklassen, Vogelkundler, Pflanzenfreunde und Sterngucker gibt es eigens zugeschnittene Führungs-Angebote.

Gäste-Information

Auskünfte und Anmeldungen unter 0664/5966858.


Wirtschaftskammer Burgenland I LA 21 - Dorferneuerung im Burgenland I Arbeiterkammer Burgenland I Energie Burgenland I Burgenländische Landwirtschaftskammer I Leier

Autor:

Karin Vorauer aus Oberwart

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