Wertz: "Zu viel Rot, macht Schiene tot!"

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"Wenige Tage vor den Gemeinderatswahlen im Burgenland wurde ein weiterer, entscheidender Schritt zum endgültigen Abschied von der Eisenbahn im Südburgenland gesetzt: Die ÖBB-Tochter Rail Cargo Austria (RCA) hat zugegeben, die Bedienung der Güterverkehrskunden im Pinkatal einzustellen. Die nächste Scheibe im Südburgenland ist also der Salamitaktik von Bures, Niessl, und den politisch verantwortlichen Bürgermeistern im Pinkatal zum Opfer gefallen. Genau wie von „Südburgenland Pro Bahn“ vermutet fällt dieser Termin so knapp vor die GR-Wahl, dass eine Reaktion nur noch schwer möglich ist", kritisiert Dietrich Wertz in einer Aussendung.
"Deutlich feststellbar ist folgender Kontrast: Während sich das Land Steiermark – siehe Artikel im Anhang – für seine Unternehmen auf die Hinterbeine stellt, schlafen die politischen Vertreter der Region Mittel- und Südburgenland völlig unbeeindruckt in der Pendeluhr. Zuviel Rot macht Schiene tot!", so der "Südburgenland Pro Bahn"-Aktivist.

Überraschender Beschluss
"Die RCA hat in einer Vorstandssitzung am 3. 10. offensichtliche beschlossen den Bahnbetrieb auf den Bedienästen Friedberg, Altpinkafeld, Vorau, Oberwart, und Rohrbach-Vorau per 31.12.2012 einzustellen, was eher überraschend kommt. Die Restrukturierungsmaßnahmen der RCA werden somit konsequent durchgezogen", so Heimo Portschy, Unger Steel Group, der auf Verhandlungen hinweist, um die schlechte Kostenstruktur für die RCA noch zu verbessern und den Betrieb noch zu retten, "realistisch gehe ich nicht davon aus, dass diese den Erhalt noch ermöglichen".

Privatisierungsprogramm
Als Alternative soll ein Privatisierungsprogramm den Bahnbetrieb sichern.
"Ich gehe davon aus, dass eine Umstellung von der RCA auf einen Privatbahnbetrieb auf den genannten Streckenabschnitten kein wesentliches Problem darstellt. Ich gehe weiters davon aus, dass die Rail Cargo Austria zumindest so lange den Betrieb aufrechterhält, bis Privatisierungsanfragen in zumutbarer Frist angefragt, verhandelt, abgeschlossen und der Betrieb des neuen Privatbetreibers aufgenommen wird", so Portschy, der eine RCA-Frist bis 31. März 2013 für realistisch hält.
"Was die Infrastrukturerhaltung der Streckenabschnitte betrifft, so werden Verhandlungen mit der ÖBB Infrastruktur fortgesetzt werden, vielleicht ist bis dahin die Betriebsfrage auch schon gelöst. Werden die Frachtzahlen in Zukunft nur annähernd so sein wie jetzt, gehe ich davon aus, dass die Infrastrukturerhaltung dieser Streckenabschnitten weiterhin, trotz der Absichten der ÖBB-Infrastruktur aufgrund des Zielnetz 2025+ Programmes, nämlich die Infrastruktur abzugeben, durch die ÖBB-Infrastruktur erfolgen wird. Es ist nämlich nicht so leicht eine Infrastruktur, die laufend erfolgreich genutzt wird, einzustellen bzw abzugeben", hofft Portschy auf eine Zukunft mit Bahn.
"Sollte die ÖBB-Infrastruktur trotzdem mit allen Mitteln beabsichtigen, die Strecke zu schließen, gehe ich davon aus, dass das Land Burgenland entsprechende Lösungen zur Aufrechterhaltung der für den Betrieb notwendigen Bahninfrastruktur treffen wird", fordert Portschy zum Handeln auf.
Auf der bestehenden Strecke werden jährlich 130.000 Nettotonnen an Gütern transportiert.

Autor:

Michael Strini aus Oberwart

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