ÖAMTC warnt, Skischuh kann zum 100-kg-Geschoss werden

Die Schier und Schischuhe gehören entsprechend im Auto gesichert.
  • Die Schier und Schischuhe gehören entsprechend im Auto gesichert.
  • Foto: ÖAMTC
  • hochgeladen von Michael Strini

BGLD. Für viele Familien steht in den kommenden Wochen der Skiurlaub vor der Tür. Beim Bepacken des Autos sind einige leichtsinnig. "Skischuhe auf der Rücksitzbank, Ski und Snowboard ungesichert auf den umgeklappten Sitzen – was man da teilweise sieht, ist wirklich gefährlich. Denn ungesicherte Ladung kann schon bei einem Frontalcrash mit ca. 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 50-fachen des Eigengewichts entsprechen. Dann prallt ein 2-kg-schwerer Skischuh mit einer Wucht von bis zu 100 kg auf einen Fahrzeuginsassen", erklärt Walter Kuh, ÖAMTC-Stützpunktleiter in Oberwart, Oberpullendorf und Güssing. Mit höherer Geschwindigkeit potenziert sich die Gefahr sogar – doppelte Geschwindigkeit bedeutet also vierfache Aufprallenergie.
Nicht gesicherte Ladung kann auch strafbar sein. "Bis zu 5.000 Euro sind möglich. Außerdem kann die Weiterfahrt verboten werden", weiß der ÖAMTC-Mann. Verstöße gegen die Ladungssicherungspflicht werden sogar mit einer Vormerkung geahndet, wenn die Verkehrssicherheit gefährdet wurde. "Eine Tasche auf dem Rücksitz gehört hier nicht dazu. Sehr wohl aber beispielsweise eine falsch beladene Dachbox, die sich selbständig macht, auf der Straße landet und den Nachfolgeverkehr gefährdet", so Kuh.

Ski aufs Dach, Skischuhe in den Kofferraum

  • Schweres in den Kofferraum und nach unten. "Koffer und Taschen gehören im Kofferraum möglichst weit unten an der Rückseite der hinteren Sitzbank platziert oder im hinteren Fußraum", erklärt Kuh. Auf der Hutablage sollte gar nichts liegen, auf Rücksitzen nur, wenn es mit Zurr- oder Sicherheitsgurten gesichert ist. Werden Ski oder Snowboard im Innenraum transportiert, sollten die Kanten abgedeckt werden (Skisack oder Decke).
  • Sperriges aufs Dach: Sicherer werden Gegenstände wie Ski oder Snowboard am Autodach transportiert – in einer Dachbox oder auf einem geeigneten Skiträger. Allerdings muss man auch in der Dachbox die Ladung verzurren. "Ohne stabile Spanngurte zur Fixierung des Inhalts der Dachbox kann das Ladegut in einer kritischen Fahrsituation zur Gefahr werden", warnt der ÖAMTC-Stützpunktleiter. Beim Beladen muss man die maximal zulässige Nutzlast der Dachbox sowie die erlaubte Dachlast des Autos beachten.
  • Zurrgurte verwenden. Schwere Gegenstände sollten immer mit Zurrgurten oder -netzen gesichert werden. Bei neueren Fahrzeugen sind Zurrpunkte, wo man die Gurte anhängen kann, serienmäßig.
  • Lose Teile abdecken. "Taschen, die lose Teile enthalten, sollten verschlossen oder zugedeckt werden", so Kuh. Bei Fahrzeugen mit Fließheck sorgen Sicherheitsnetze und Trenngitter für zusätzliche Sicherheit.
  • Freie Sicht. Wichtig ist beim Packen auch, dass die Sicht frei bleibt. "Der '3-S-Blick' also über Innenspiegel, Außenspiegel und über die Schulter, muss möglich sein", so der Tipp des ÖAMTC-Stützpunktleiters.

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