Tag der Streuobstwiesen
Astrid Eisenkopf stellt Projekt in Rechnitz vor

Streuwiesenprojekte in Rechnitz vorgestellt: Thomas Böhm (Regionalmanagement Burgenland), Geschäftsführer Klaus Michalek (Naturschutzbund Burgenland), LH-Stv. Astrid Eisenkopf und Engelbert Kenyeri (Obmann Naturpark-Geschriebenstein)
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  • Streuwiesenprojekte in Rechnitz vorgestellt: Thomas Böhm (Regionalmanagement Burgenland), Geschäftsführer Klaus Michalek (Naturschutzbund Burgenland), LH-Stv. Astrid Eisenkopf und Engelbert Kenyeri (Obmann Naturpark-Geschriebenstein)
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Erster Internationaler "Tag der Streuobstwiesen" findet am 30. April 2021 statt.

RECHNITZ. Am Freitag, 30. April 2021, findet europaweit der erste „Tag der Streuobstwiesen“ statt. Damit soll die Bedeutung der Streuobstwiese für die Tier- und Pflanzenwelt und die Gesellschaft in ganz Europa hervorgehoben werden.
Das Land Burgenland arbeitet gemeinsam mit den Naturparken an einem Managementkonzept und diversen Projekten für den Erhalt der Streuobstwiesen. LH-Stv. Astrid Eisenkopf präsentierte dazu am 29. April gemeinsam mit Thomas Böhm (Regionalmanagement Burgenland), Klaus Michalek (Geschäftsführer Naturschutzbund) und Engelbert Kenyeri (Obmann Naturpark-Geschriebenstein) die Initiativen in Rechnitz.

Über 3.000 Obstsorten

Mit über 5.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Nach Schätzungen gibt es allein in Österreich mehr als 3.000 verschiedene Obstsorten.

LH-Stv. Astrid Eisenkopf: „Das Land Burgenland arbeitet gemeinsam mit den Naturparken an einem Managementkonzept und diversen Projekten für den Erhalt der Streuobstwiesen."

„Der Streuobstbau ist wesentlich für die Erhaltung der Biodiversität und der Sortenvielfalt im Obstbau. Im Burgenland gibt es 400 Sorten und einige Hundert lokale Sorten, die noch nicht erhoben wurden. Diese Vielfalt ist nur mehr auf den traditionellen Streuobstwiesen zu finden. Bisher liegen nur grobe Schätzungen über die Streuobstbestände vor. Nach diesen gibt es im Südburgenland noch ca. 3.000 ha Streuobstwiesen, das sind ca. 220.000 Bäume. Wir können davon ausgehen, dass sich ca. 70 % der Streuobstbestände des Burgenlandes im Landessüden befinden“, so Eisenkopf.

Streuobstwiesen sind akut gefährdet

Vor 1960 gab es in Österreich noch ca. 35 Mio. großkronige Obstbäume in der Landschaft. Heute sind nur mehr ca. 4,5 Mio. Bäume vorhanden und der Rückgang hält an. Die Streuobstbäume sind oft überaltert, in einem schlechten Zustand, wenig gepflegt und es fehlt an Nachpflanzungen, die den Streuobstbau langfristig sichern.
„Mit dem Rückgang der Obstbäume ist ein enormer Verlust an Lebensräumen und an Vielfalt in der Kulturlandschaft einhergegangen. Das Land Burgenland arbeitet gemeinsam mit den Naturparken an einem Managementkonzept und diversen Projekten für den Erhalt der Streuobstwiesen“, sagt Eisenkopf.

Projekt BANAP

In diesem Interreg-Projekt "BANAP – Balance for Nature and People" (Interreg Slowenien-Österreich) wird zum Thema Streuobst unter anderem an einem Managementkonzept gearbeitet. Dazu wurden in den drei südlichen Naturparken Workshops mit jeweils 30 interessierten Teilnehmern abgehalten und Ideen zur gemeinsamen Pflege, Bewirtschaftung und Produktentwicklung gesammelt. Diese Ideen werden in einer zweiten Workshop-Runde Anfang Juni weiterbearbeitet.
„Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass wir seitens des Landes Projekte zum Erhalt der Streuobstwiesen unterstützen. Mit den Naturparken wurden beispielsweise ein Managementkonzept für den Erhalt des Lebensraums "Streuobstwiese" erstellt. Es wurden auch Obstraupen und Saftpressen angeschafft. Ein weiteres Ziel ist es, dass sich mehrere Streuobstbauern zusammenschließen, um ihre Produkte gemeinsam vermarkten zu können“, betont Eisenkopf.

ELER Projekt Zwergohreule

Der Naturschutzbund Burgenland hat ein Streuobstwiesenprojekt im Südburgenland gestartet, das den Schutz der Zwergohreule im Fokus hat. Diese Art ist im Südburgenland ein sehr seltener Brutvogel und gilt in Österreich nach der Roten Liste als „Stark Gefährdet“.
Es besteht also ein akuter Handlungsbedarf zum Erhalt dieser Vogelart in Österreich. Als Ergebnis werden ein Habitatmodell und ein Maßnahmenkatalog mit genauen Handlungsanleitungen zur Verbesserung des Lebensraumes der Zwergohreule erstellt. Projektbegleitend werden Beratungen der Streuobstwieseneigentümer und Bewirtschafter sowie Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsarbeit durchgeführt.

Streuwiesenprojekte in Rechnitz vorgestellt: Thomas Böhm (Regionalmanagement Burgenland), Geschäftsführer Klaus Michalek (Naturschutzbund Burgenland), LH-Stv. Astrid Eisenkopf und Engelbert Kenyeri (Obmann Naturpark-Geschriebenstein)

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