Bürgermeisterwahl in Oberdorf

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Auch in Oberdorf bleibt die Spannung um den ersten Mann in der Gemeinde bis 4. November aufrecht. Denn bei der Wahl am 7. 10. konnte kein Kandidat die 50 Prozent Hürde schaffen.
So gehen Bgm. Josef Lorenz (ÖVP) mit 42,04% und Johann Szimits (SPÖ) mit 47,89% in die Verlängerung.

Bezirksblätter - Interview

Die Bezirksblätter Oberwart luden beide Kandidaten kurz vorm Wahltag zu einem Online - Interview mit 13 Fragen und einem kurzen Word-Rap ein.

Bezirksblätter: Mit welchen drei Worten würden Sie Oberdorf beschreiben?
Josef Lorenz: "Schöne Heimat, liebe Leute, Dorf mit Zukunft."
Johann Szimits: "Lebenswert, idyllisch, interessant!"

BB: Was liegt Ihnen in Oberdorf besonders am Herzen?
Lorenz: "Oberdorf ist ein schöner Ort zum Leben mit liebenswerten Menschen. Ich möchte nichts hervorheben, ich mag Oberdorf so wie es ist, es ist schön hier zu leben."
Szimits: "Gleichbehandlung aller Gemeindebürger, Einbindung der Meinung und Ideen von Ortsbürgern."

BB: Worin sehen Sie die größte Herausforderung für die nächsten fünf Jahre?
Lorenz: "Die vorhandenen Finanzen so einzusetzen, dass die Bevölkerung den bestmöglichen Nutzen davon hat."
Simits: "Die finanzielle Situation in der Gemeinde zu verbessern, effizient und gezielt die Budgetmittel einzusetzen. Sanierung von Straßen- und Wegnetz."

BB: Was soll sich in der Gemeindepolitik ändern bzw. wollen Sie verändern?
Lorenz: "In der Vergangenheit waren wir zwischen den Fraktionen sehr zerstritten, da sind wir aber eindeutig auf dem Weg der Besserung und das muss auch noch besser werden. Nur bei guter Zusammenarbeit kann gute Arbeit geleistet werden."
Szimits: "Die Zusammenarbeit im Gemeinderat soll sich verbessern. Einnahmen von Friedhofgebühren und Jagdpachten sollen zweckgebunden verwendet werden."

BB: Welche Erfolge heften Sie sich auf Ihre Fahnen? Welche Niederlagen müssen Sie zugestehen?
Lorenz: "Wir haben fast alle Wahlversprechen der vorigen Periode umgesetzt. Hervorheben möchte ich den Ankauf des neuen Feuerwehrautos, die Erweiterung des Wohngebietes in der Schmiedgasse und die Leistungen der
Gemeinde bei der Erneuerung der Edelbergstrasse. Wichtig für mich war auch
die Einstellung eines unendlichen Prozesses, der fast 10 Jahre gedauert hat.
Wirkliche Niederlagen hat es nicht gegeben. Es tut mir aber leid, dass ein
großer Betrieb abgewandert ist."
Szimits: "Sämtliche Vorschläge seitens der SPÖ wurden von der ÖVP in der letzten Legislaturperiode mit ihrer Mehrheit abgelehnt."

BB: Welche Projekte sollen in den kommenden Jahren für die Kinder, Jugend und ältere Generation umgesetzt werden?
Lorenz: "Wir bieten gute Leistungen im Kindergarten und in der Volksschule, z.B. Fahrtendienst im Kindergarten, erweiterte Öffnungszeiten, Nachmittagshort, drei Wochen Sommercamp, etc. Das muss erhalten bleiben und wenn es Bedarf gibt, sollen die Leistungen ausgebaut werden. Viele Jugendliche sind in Vereinen aktiv, auch da haben wir ein gutes Fördersystem. Für die ältere Generation haben wir ein Projekt mit betreutem Wohnen vor."
Szimits: "Einführung einer Kinderkrippe und flexiblere Öffnungszeiten im Kindergarten. Erweiterung des Sport und Freizeitangebotes für Jugendliche (z.B. Beachvolleyballplatz), kostenloser Zugang zum Internet an öffentlichen Plätzen (W-Lan), Rücklagenbildung für individuelle Altenbetreuung."

BB: Wie sieht Ihre Förderphilosophie für die Vereine in der Gemeinde aus?
Lorenz: "Wir haben ein reges Vereinsleben und fördern alle Vereine. Ein intaktes Vereinsleben ist auch ein wichtiger Teil des Dorfes. Abhängig von der Größe des Vereines fällt auch die finanzielle Zuwendung aus. Der Fußballverein
leistet sehr gute Arbeit im Bereich Kinder und Jugend. Daher sind dort die
Förderungen auch höher. Hat ein Verein ein besonders Projekt vor, gibt es
auch immer zusätzliche Förderungen."
Szimits: "Weitere Subventionierung der Vereine, sofern es unser finanzieller Rahmen erlaubt."

BB: Was schätzen Sie an Ihrem Bürgermeisterkontrahenten?
Lorenz: "Er ist noch relativ neu in der Ortspolitik und muss sich in seiner zukünftigen Rolle als Vizebürgermeister erst behaupten ;). Da er früher Sportler war, hoffe ich auf eine faire Konfrontation."
Szimits: "Er ist Ruhig und gelassen."

BB: Worin unterscheiden Sie sich von ihm besonders?

Lorenz: "So groß werden die Unterschiede nicht sein, vor allem bei den Hobbys und in der Freizeitgestaltung, denke ich, gibt es einen Unterschied."
Szimits: "Ich lege sehr viel Wert auf ein konstruktives Miteinander und versuche sämtliche Anregungen, sofern sie im finanziellen und gesetzlichen Rahmen machbar sind, zu ermöglichen."

BB: Wie schwierig wird es Bürgermeister ohne Mehrheit zu sein?
Lorenz: "Es wird gar nicht schwierig, denn laut Aussagen im Wahlkampf wollen alle, Parteien das Beste für unseren Ort und das glaube ich auch. Somit werden wir alle am gleichen Strang ziehen."
Szimits: "Es gilt einfach, den Gemeinderat zu überzeugen im Sinne und zum Wohle unserer Gemeindebürger zu arbeiten."

BB: Warum werden Sie die Stichwahl am 4. November gewinnen?
Lorenz: "Ich konnte in den letzten fünf Jahren viel Erfahrung sammeln und habe einiges bewirkt. Ich denke die OberdorferInnen werden das honorieren. Ausserdem habe ich mit meinen Kollegen ein realistisches Programm erstellt. Wir versprechen nichts was wir nicht halten können und dreschen keine leeren Wahlkampfschlager. Das hat mich bei meinem Gegenkandidaten etwas verwundert, denn da hat es schon ein paar fragwürdige Aussendungen gegeben."
Szimits: "Weil es an der Zeit ist, für jeden Oberdorfer und jede Oberdorferin ehrliche, transparente und effiziente Gemeindepolitik zu machen."

BB: Was machen Sie, wenn Sie die Stichwahl verlieren?
Lorenz: "Man soll sich bei gar nichts zu sicher sein, aber ich bin zuversichtlich, dass sich diese Frage nicht stellt."
Szimits: "Sollte ich die Stichwahl verlieren, werde ich weiterhin die Zusammenarbeit mit allen vertretenen Parteien suchen und zum Wohle unserer Gemeinde handeln."

BB: Was wollen Sie den OberdorferInnen noch sagen?
Lorenz: "Das wichtigste ist zur Wahl zu gehen! Bitte schenken Sie mir Ihr Vertrauen. Ich werde auch in den nächsten fünf Jahren mit meinem Team das Beste geben."
Szimits: "Machen sie von ihrem Wahlrecht Gebrauch!"

WORD-RAP

Bgm. Josef Lorenz
Beruf: Karosseur, zur Zeit bin ich Kraftfahrer.
Hobbies: Bin leidenschaftlicher Jäger und sehr gerne bei der Feuerwehr.
Meine Stärken: In der Ruhe liegt die Kraft
Meine Schwächen: Gutes Essen und eine gute Zigarette
3 Dinge für die Insel: Meine Familie, meine Freunde, ein Rückfahrticket nach
Oberdorf
Peinlich ist mir: wenn ich bei Terminen zu spät komme.
Mein Vorbild in der Politik bzw. überhaupt: Ein Vorbild für mich war und ist
immer mein Vater. Sonst hab keine großen Vorbilder. Aber jeder der sich für
die Öffentlichkeit einsetzt, ist für mich ein Mensch mit Vorbildwirkung.
Mein Lieblingsplatzerl in meiner Gemeinde: In der Rennleiten fühle ich mich
besonders wohl. Dort ist es sehr idyllisch und ruhig.
Lebensmotto: Tue Gutes und rede nicht darüber

Johann Szimits
Beruf: Vertragsbediensteter
Hobbies: Radfahren, wandern, Fußball
Meine Stärken: Fleißig, ruhig, besonnen, scharfer Verstand, hilfsbereit
Meine Schwächen: Kritisch, pedantisch
3 Dinge für die Insel: Wasser, Lebensmittel und ein gutes Buch
Peinlich ist mir: Versprochenes nicht zu halten
Mein Vorbild in der Politik bzw. überhaupt: Bruno Kreisky
Mein Lieblingsplatzerl in meiner Gemeinde: Aussichtswarte am Edelberg und Fischteich
Lebensmotto: Immer für meine Familie da zu sein – Menschen die in Not geraten sind zu helfen

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