Das Jugendtaxi fährt ab 2019 auch in Pinkafeld

Viktoria Bittner, Eduard Posch, Stefanie Markowitsch, Thomas Mantsch und Florian Kager freuen sich, dass die Initiative Wirkung gezeigt hat.
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  • Viktoria Bittner, Eduard Posch, Stefanie Markowitsch, Thomas Mantsch und Florian Kager freuen sich, dass die Initiative Wirkung gezeigt hat.
  • Foto: NEOS Pinkafeld
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PINKAFELD. Die Liste "Miteinander für Pinkafeld - NEOS" hat vor einigen Wochen die Initiative "Jugendtaxi für Pinkafeld statt Discobus" gestartet. Über 370 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift an der Petition beteiligt.
In der Sitzung vom 4. Mai hat der Pinkafelder Gemeinderat die Einführung des Jugendtaxis ab dem Jahr 2019 beschlossen. Gleichzeitig wurde einstimmig dafür gestimmt, dass die Gemeinde aus dem Projekt Discobus aussteigt.

Flexibel und sicher

„Die Pinkafelder Jugendlichen können in Zukunft flexible, kostengünstige und sichere Fahrten machen. Wann und wohin sie wollen. Mit Pinkafelds Taxibetrieben. Das ist ein toller Service für unsere Jugend", freut sich Gemeinderat Eduard Posch.
Die Beweggründe für die NEOS-Initiative sind leicht erklärt: "Jederzeit sicher nach Hause kommen. Das wünschen wir uns für Pinkafelds Jugend. Das Jugendtaxi macht es möglich. Wir wollen, dass Pinkafelds Jugend dieses Service nutzen kann. Der heutige Gemeinderatsbeschluss macht es möglich", erklärt Thomas Mantsch, warum man dieses Anliegen in den Gemeinderat gebracht hat. Der breite Zuspruch ist für Posch und Mantsch "ein schönes Zeichen. So funktioniert das Miteinander in der Gemeindepolitik." Gemeinsam wurden Rahmenbedingungen und Richtlinien erarbeitet und einstimmig verabschiedet.

Vier wesentliche Punkte

Aus Sicht der NEOS sprechen vier Punkte besonders fürs Jugendtaxi.

  • Sicher: Das Jugendtaxi fährt an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Es bringt die Jugendlichen sicher nach Hause.
  • Flexibel: Das Jugendtaxi fährt dorthin, wo die Jugendlichen hin wollen. Es ist individuell und flexibel nutzbar.
  • Einfach: Das Jugendtaxi wird von der Gemeinde gefördert. Im Rathaus kann man sich die geförderten Fahrscheine kaufen.
  • Verlässlich: Das Jugendtaxi wird von den Pinkafelder Taxibetrieben gefahren. Sie kennen uns persönlich. Sie sind verlässlich.

Zustimmung auch der anderen Fraktionen

"Trotz mehrmaligen Interventionen der FPÖ Pinkafeld zur Evaluierung der Jugendmobilität wegen des sinkenden Interesses der Jugendlichen am Discobus und der sehr geringen Inanspruchnahme wurde in Pinkafeld von den Stadtverantwortlichen jahrelang an diesem Projekt festgehalten. Darum freuen wir uns, denn es war wirklich an der Zeit, dass die Stadt Pinkafeld aus dem „Discobus“ aussteigt und stattdessen endlich das Projekt „Jugendtaxi“ ins Leben ruft“, so FPÖ-Stadtparteiobmann Christoph Theiler.
"Die Volkspartei hat in den letzten 10 Jahren mehrfach auf die mangelnde Auslastung des Discobusses und die dadurch nicht gerechtfertigten Ausgaben von jährlich 16.500 Euro hingewiesen. Der Vertrag mit dem Verein Discobus wird mit Ende 2018 eingestellt! Ab 1.1.2019 können Jugendliche von 14 bis 24 Jahren mit Hauptwohnsitz in Pinkafeld das Jugendtaxi mit 50% Selbstkostenanteil nach ihren Bedürfnissen in Anspruch nehmen. Dadurch wird die Flexibilität in Bezug auf Zeitpunkt und Fahrtziel entscheidend verbessert. Die Ausgabe der Tickets erfolgt am Stadtamt", so die ÖVP in einer Aussendung.
"Ich finde es toll, dass sich die Stadtgemeinde Pinkafeld nun auch dafür entschlossen hat, das Projekt Jugendtaxi durchzuführen. Aus meiner Sicht hat das Jugendtaxi einige Vorteile gegenüber dem Discobus. Die Jugendlichen sind durch das Jugendtaxi nicht an gewisse Zeiten gebunden und auch im Bezug auf den Nachhauseweg erscheint das Jugendtaxi komfortabler zu sein", meint GR Mirjam Kayer, Die Grünen.
Bgm. Kurt Maczek (SPÖ): "Es ist die Zeit nun reif geworden, nachdem auch andere Gemeinden aus dem Discobus ausstiegen, dass wir ebenso Alternativen und ansehen. Darum haben wir beschlossen, den Discobus mit Ende des Jahres auslaufen zu lassen und versuchen nun mit Beginn 2019 das Jugendtaxi-Projekt. Es war uns wichtig, dass diese Variante nicht mehr kostet, als der Discobus und darum haben wir eine Deckelung eingezogen. Wir wollen uns das dann anschauen, wie das Jugendtaxi angenommen wird."

Verkehrsberuhigende Maßnahmen

Einstimmig wurde auch ein FPÖ-Antrag auf verkehrsberuhigende Maßnahmen für die Marktfeldstraße beschlossen. Diese wird von vielen aus dem Raum Wiesfleck kommenden Pendlern als Abkürzung zum Park&Ride beim Flugplatz Pinkafeld genützt. Auch viele andere Verkehrsteilnehmer nehmen diese Abkürzung. Die Tendenz ist steigend, denn es sollen sich dort weitere Geschäfte ansiedeln.
„Auf Antrag der FPÖ wurde beschlossen, dass zur Verkehrsberuhigung in der Markfeldstraße nun baldmöglichst Maßnahmen angedacht, rechtlich geprüft und zeitnah Vorschläge dem Gemeinderat vorgelegt werden sollen“, so FPÖ-Gemeinderätin Verena Hofer. „Ziel soll eine Verkehrsentlastung und eine Verlangsamung des verbleibenden Verkehrs sein, insbesondere soll der ortsfremde Verkehr auf die Wiener Straße verdrängt oder nach Möglichkeit sogar umgeleitet werden“, so FPÖ-Gemeinderat Thomas Supper.

Zusammenarbeit mit Müllverband

Weiters wird der von der ÖVP gestellte Antrag zur Konzepterstellung für ein regionales Abfallzentrum in Zusammenarbeit mit dem burgenländischen Müllverband weiterverfolgt.
"Die derzeitige Situation der Müllentsorgung - Müllsammelstelle - Müllinseln verteilt in der Ortschaft, Grünschnitt am Kalvarienberg, Baumschnitt neben Flugfeld - ist schon mehrmals als Handlungsbedarf definiert worden. Derartige Zentren werden durch den Müllverband errichtet, die Stadtgemeinde muss nur einen geeigneten Platz zur Verfügung stellen", so die Vertreter der ÖVP.

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