Güterverkehr Oberwart
Geplanter Kauf der Eisenbahnstrecke Oberwart-Friedberg fällt ins Wasser

Christian Sargatz und Bgm. Georg Rosner kritisieren die Nichteinhaltung der Versprechungen bezüglich des Güterverkehrs im Bezirk Oberwart.
  • Christian Sargatz und Bgm. Georg Rosner kritisieren die Nichteinhaltung der Versprechungen bezüglich des Güterverkehrs im Bezirk Oberwart.
  • Foto: ÖVP Burgenland
  • hochgeladen von Karin Vorauer

OBERWART. Für die erst kürzlich gekaufte Bahnstrecke Unterwart-Großpetersdorf fehlt laut einer Aussendung der ÖVP die Fahrgenehmigung. Die 2017 angeblich erworbene Strecke Oberwart-Friedberg sei jetzt doch nicht vom Land gekauft worden. Kosten werden unter Verschluss gehalten. Ein Nutzungskonzept für die Bahnstrecken suche man vergebens. Auch die Holzverladung in der Oberwarter Innenstadt soll bleiben.
„Ständig werden im Südburgenland Verbesserungen im öffentlichen Verkehr angekündigt, in der Realität passiert aber nichts. Die 2015 versprochene Verlegung der Holzverladung bleibt weiterhin ein Traum“, kritisieren Klubobmann Christian Sagartz und Verkehrssprecher Georg Rosner.

Bahnstrecke Oberwart-Friedberg

Das Land Burgenland sei bereit gewesen, die Strecke anzukaufen, damit der Güterverkehr auf dieser Strecke weiter aufrechterhalten werden kann, heißt es in einer Aussendung. In den letzten Wochen habe es allerdings einen Strategiewechsel des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) dahingehend gegeben, dass der Ankauf durch das Land Burgenland nicht notwendig sei und der Güterverkehr trotzdem aufrecht bleibe. Derzeit laufen die Planungen zwischen der ÖBB Infrastruktur AG, der Rail Cargo Austria AG und der Straßenbauabteilung des Landes Burgenland darüber, wohin der Holzverladeplatz in Oberwart verlegt werden soll.
„Die ÖBB werden nun doch die Strecke Oberwart-Friedberg weiter betreiben. Und all diese Entwicklungen, die sich in der Zwischenzeit ergeben haben, haben Auswirkungen auf die Standorte für die Verladung. Deswegen konnte in dieser Phase keine endgültige Festlegung einer Verladestation außerhalb von Oberwart erfolgen“, sagt Verkehrskooridantor des Landes Peter Zinggl gegenüber dem ORF.

Region stärken

Das Südburgenland ist eine sehr lebenswerte Region, deren zukünftige wirtschaftliche Entwicklung vor allem von einer guten Verkehrsanbindung abhängt. „Die Erfahrung zeigt, dass Regionen mit einer guten Verkehrsinfrastruktur keine Probleme mit fehlenden Arbeitsplätzen oder Abwanderung haben. Hier geht es aber nicht nur um Straßen, sondern vor allem auch um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs“, ist Sagartz überzeugt.

Streit um Holzverladung

Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Oberwart Georg Rosner könnte mittlerweile Bücher über die Geschichte der Holzverladung in der Oberwarter Innenstadt schreiben. „Jahrelang hat Alt-Landesrat Helmut Bieler die Verlegung der Holzverladestation aus der Oberwarter Innenstadt nach Rotenturm versprochen. Danach haben das Land und seine Vertreter immer wieder Maßnahmen angekündigt. Bis heute ist aber nichts passiert“, bemängelt Rosner. „Wir können die Belastung durch Lärm, Staub und große Lkw mit Holz in der Innenstadt nicht weiter einfach so hinnehmen. Es braucht rasche Lösungen, damit die Menschen in Oberwart endlich wieder mehr Lebensqualität und Sicherheit im Straßenverkehr haben.“
Trotz eines positiven Bescheides für eine Holzverladung in Rotenturm und Kosten von 10.000 Euro für Stadt und Land, hat man weiter untätig zugesehen“, ist Rosner verärgert. Auch beim Kauf der Bahnstrecke Unterwart-Großpetersdorf Ende Juli wurde die Verlegung großartig angekündigt.
Die Errichtung einer Holzverladestation werde so schnell wie möglich erfolgen, so Zinggl. Auf ein konkretes Datum wolle er sich nicht festlegen.

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