Stadtgemeinde Oberwart
Hans Peter Hadek neuer Vizebürgermeister

Neue Funktionen bei der ÖVP: Hans Peter Hadek ist neuer Vizebürgermeister, Marion Friedl neue Gemeinderätin, Ilse Frühwirth bleibt Stadträtin
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Bei der Gemeinderatssitzung in Oberwart wurde Hans Peter Hadek zum neuen Vizebürgermeister gewählt. Ilse Frühwirth bleibt Stadträtin, Marion Friedl folgt als Gemeinderätin Helmut Gabriel.

OBERWART. Die Gemeinderatssitzung in der Sporthalle Oberwart am 24. September 2020 stand im Zeichen der Veränderung. Mit Helmut Gabriel schied ein ganz Großer der Stadt Oberwart nach 38 Jahren aus dem Gemeinderat aus.
Mit Hans Peter Hadek wurde ein neuer Vizebürgermeister gewählt, sowie mit Marion Friedl eine neue Gemeinderätin und Johann Benkö ein neuer Ersatzgemeinderat. Ilse Frühwirth, die mit Ende August ihre Funktion als Vizebürgermeisterin zurücklegte, bleibt als gewählte Stadträtin im Gemeindevorstand. Auch bei den Grünen gibt es eine personelle Änderung, denn Gemeinderätin Maria Racz legte ihr Mandat zurück. Dagmar Frühwirt-Sulzer durfte aufgrund verpasster Behördenfristen - die Bestätigung, dass sie als neue Gemeinderätin einzieht, war bei der Sitzung noch nicht eingetroffen. Somit blieb der grüne Sitz leer.

Wechsel beim Vizebürgermeister

Nach 2,5 Jahren übernahm Stadtrat Hans Peter Hadek das Amt des Vizebürgermeisters von Stadträtin Ilse Frühwirth. Frühwirth tritt einen kleinen Schritt - aus beruflichen Gründen - zurück, bleibt aber Stadträtin. Die ÖVP Oberwart bedankt sich bei Ilse Frühwirth für die Zeit und die Aufopferung als Vizebürgermeisterin in den letzten beiden Jahren. "Dem neuen Vizebürgermeister wünschen wir alles Gute und viel Kraft im neuen Amt", so Gemeinderat Stefan Rath.
2. LT-Präs. Bgm. Georg Rosner dazu: „Ich danke Ilse Frühwirth für die hervorragende Arbeit in den letzten 2,5 Jahren. Sie ist mir treu zur Seite gestanden und hat mir wo es ging unter die Arme gegriffen. Hans Peter Hadek ist kein Unbekannter und setzt sich seit 2009 im Gemeinderat für die Anliegen der Bewohner ein. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vizebürgermeister. Weiters danke ich Marion Friedl und Johann Benkö, die sich bereit erklären eine Funktion im Gemeinderat zu übernehmen.“

Wechsel beim Vizebürgermeister in Oberwart: Hans Peter Hadek folgt Ilse Frühwirth, die Stadträtin bleibt.
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Verantwortungsvolle Aufgabe

Neo-Vizebürgermeister und ÖVP-Stadtparteiobmann Hadek: „Ich danke Ilse für ihre hervorragende Arbeit als Vizebürgermeisterin und bin sehr froh, dass sie uns als Stadträtin erhalten bleibt und dort mit voller Energie für unsere Stadt arbeiten wird. Weiters danke ich meiner Fraktion für das große Vertrauen und der einstimmigen Wahl. Das Amt des Vizebürgermeisters von Oberwart ist ein ehrwürdiges Amt, dass mit großer Verantwortung einher geht. Ich nehme dieses respektvoll an. Mir ist der respektvolle Umgang mit allen im Gemeinderat, egal von welcher Fraktion, wichtig. Die gute Zusammenarbeit für Oberwart ist mir wichtiger als eine Parteifarbe.“

Hans-Peter Hadek: "Ich stelle das Miteinander in den Mittelpunkt. Mir ist unsere Stadt wichtiger als eine Partei!"

Stadträtin Ilse Frühwirth zum Wechsel: „Auch ich danke der Fraktion für ihr Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung in den letzten 2,5 Jahren und freue mich auf die nächsten 2,5 Jahre. Es war eine ehrenvolle Aufgabe, die mich mit viel Freude erfüllt hat. Der kleine Schritt zurück ist beruflich begründet. Als Allgemeinmedizinerin ist es durch Corona immens schwierig, da täglich neue Herausforderungen und stetig mehr Arbeit zu bewältigen sind. Dadurch fehlte immer mehr die Zeit für offizielle Termine, die man als Vizebürgermeisterin wahrnehmen sollte. Darum fiel der Entschluss, diese Funktion abzugeben. Mein Herz brennt aber weiterhin ungebrochen für Oberwart und die Kommunalpolitik. Darum freue ich mich fürs Vertrauen, dass ich als Stadträtin einstimmig gewählt wurde."
Auch die Opposition gratulierte. "Vizebürgermeister ist ein verantwortungsvolles Amt. Wir gratulieren Hans-Peter Hadek zur Wahl und werden ihn an seinen Taten und Worten messen", meinte SPÖ-Stadtrat Ewald Hasler. "Danke für die bisherige Zusammenarbeit und weiterhin Alles Gute", ergänzte FPÖ-Stadtrat Christian Benedek.

Helmut Gabriel sagte "Servus"

Ein weiterer Wechsel bei der ÖVP betraf den langjährigen Mandatar Helmut Gabriel, der stets durch seine Ruhe und Besonnenheit auffiel. Nach 38 Jahren trat er aus dem Gemeinderat zurück. Für ihn gab es ein paar Geschenke und eine Ehrenurkunde.

Bgm. Georg Rosner: "Bei Themen, für die sein Herz brannte, setzte sich Helmut mit vollem Herzblut ein, suchte nach Lösungen, Mehrheiten und war meist erfolgreich."

Bgm. Rosner: „Seit 1982, manch ein Gemeinderat war hier noch nicht einmal geboren, arbeitet Gabriel Helmut im Gemeinderat von Oberwart mit. Durch seine Ruhe, auch in aufgeregten Zeiten, war er immer ein wichtiger Teil. Durch seine Expertise und Bescheidenheit, welche sich auch dadurch zeigte, dass er alle seine Sitzungsgelder der Gemeinde gespendet hat, war er bei allen Fraktionen beliebt.  Mit Gemeinderat Gabriel geht ein ganz großer Oberwarter in seine politische Pension. Im Namen der Stadtgemeinde Oberwart und der Volkspartei Oberwart danke ich Helmut Gabriel für seine herausragende Arbeit. Ich wünsche ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute und hoffe ihm dennoch oft bei Veranstaltungen der Stadt und als Hörer von Gemeinderassitzungen begrüßen zu dürfen.“

SPÖ-Stadtrat Ewald Hasler: "Danke für dein jahrelanges Engagement und dein Wesen!"

"Danke für die gute Zusammenarbeit über viele Jahre. Ich wünsch dir eine schöne Pension", sagte FPÖ-Stadtrat Christian Benedek.
Im folgt als Gemeinderätin Marion Friedl, die auch zu neuem Mitglied im Prüfungsausschuss, Integration und Kultur sowie Familie, Familie und Bildung durch die ÖVP gewählt wurde. Mehrheitlich im Gemeinde wurde sie auch zur neuen Umweltgemeinderätin (21 Stimmen, 2 Gegenstimmen) gewählt.

Bgm. Georg Rosner verabschiedete den Langzeit-Gemeinderat Helmut Gabriel.
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Zahlreiche Projekte in Umsetzung

Im Bericht des Bürgermeisters fasste dieser etliche Projekte zusammen, die in Umsetzung bzw. kurz vor der Fertigstellung sind. "Fuß- und Radweg in der Prinz-Eugen-Straße sind fertig, mit der Straße wird nächste Woche begonnen. Die Straße am Telek ist fertig, einige Spritzkussdecken werden staubfrei gemacht - wie zwischen Malerei Janisch und C16-Stützpunkt, im Bereich Phytoniq oder bei der Marillengasse", so Rosner.
"Die Malerarbeiten bei der alten Volksschule in St. Martin sind im Gange und der erste Teil der Hangwasserschutzmaßnahmen sind ebenfalls abgeschlossen", sagt Rosner. Die Alu- und Glascontainer wurden von der Beethovengasse verlegt und befinden sich nun im Bereich Park & Ride nahe Lidl. Auch der Nachtragsvoranschlag wurde mehrheitlich mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ-Gemeinderätin Silvia Staudinger.

Ruf Taxi in Oberwart wird neu aufgestellt

Neue Ruftaxi-Gutscheine

Mit zwei Taxi-Unternehmen wurde eine Einigung über die Fortsetzung der Ruftaxi-Gutscheine getroffen. Einzulösen sind diese bei Taxi Roland Horvath und Taxi Shahid OG.
Vizebgm. Hadek freut sich über den Erhalt des Ruftaxis: „Das Ruftaxi ist ein wichtiger Bestandteil der Mobilität und Flexibilität in Oberwart und St. Martin. Die Rettung von diesem war uns daher ein besonderes Anliegen. Gerade Jugendliche und ältere Menschen, die nicht mehr selbst mobil sind, bleiben mobil und können wichtige Erledigungen, wie Einkäufe, Arztbesuche oder das Treffen mit Freunden weiterhin sicher durchführen. 6 Euro kostet eine Fahrt innerhalb der Stadt. Der Gutschein hat einen Wert von 3 Euro. Die restlichen 3 Euro übernimmt die Stadtgemeinde. Die Anzahl der ausgegebenen Gutscheine bleibt bei 10 Stück. Das Beförderungsgebiet wurde im Vertrag detaillierter beschrieben und umfasst nun, neben der Stadt Oberwart und St. Martin, auch das Industriegebiet Unterwart. Neben den Ruftaxigutscheinen gibt es für Jugendliche auch das Jugendtaxi das im ganzen Burgenland angenommen wird. Beide Gutscheine erhält man in der Stadtgemeinde.“

SPÖ-Vorwürfe bei Sommergewinnspiel

Beim Sommer-Gewinnspiel der Stadtgemeinde wurden von 2.174 Teilnehmern Rechnungen in der Höhe von über 821.000 Euro eingeschickt. "Ein großartiger Erfolg. Die Hauptgewinne wurden bereits verlost", so Rosner.
Einen schweren Vorwurf gab es von SPÖ-Stadtrat Ewald Hasler: "Wir haben dem Gewinnspiel zugestimmt, da es die Oberwarter und St. Martiner Unternehmen unterstützt. Es gab nun aber Stimmen, dass es bei den Verlosungen nicht immer mit rechten Dingen zuging. Um das zu entkräften, dass es zu keinen Freunderlwirtschaften kam, wollen wir die Auflistung aller Gewinner bis 30.9. vorgelegt erhalten." Hasler weiter: "Auch bei der Abfallsammelgebühr haben wir in Form einer Pressekonferenz unser Vorschläge eingebracht. Wir tun dies schon seit zwei Jahren, da uns die Höhe der Gebühren als nicht gerechtfertigt erscheint. Direkte Gespräch haben bislang nichts gebracht." Auch FPÖ-GR Barbara Benkö-Neudecker weist die Kritik an ihrer Person zurück: "Ich arbeite für die Bevölkerung und habe meinen Eid nicht vergessen. Gerade deshalb ist es notwendig, Dinge aufzuzeigen und anzuprangern, die falsch laufen."

ÖVP-Gemeinderat Stefan Rath: "Alle Ziehungen wurden protokolliert, mitgefilmt und von Parteiunabhängigen durchgeführt."

Jugendgemeinderat und stv. ÖVP Obmann Stefan Rath: „Der Vorwurf der möglichen Vetternwirtschaft und Bevorzugung von Freunden, beim Gewinnspiel der Stadtgemeinde Oberwart, gegenüber der Verwaltung ist ungeheuerlich und an Frechheit nicht zu überbieten. Alle Gewinner wurden zeitgerecht informiert und haben sich über die Gewinne sehr gefreut. Die gewonnen Gutscheine für Oberwarter und St. Martiner Betriebe, aus eingesandten Rechnungen von in der Stadt getätigten Einkäufen, geht somit direkt wieder zurück in unsere Wirtschaft. Ich danke dem Bürgermeister für die Klarstellung und die Gelegenheit in die Unterlagen einzusehen. Ich erwarte mir in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung von der SPÖ, in Form des Fraktionsvorsitzenden Stadtrat Hasler, eine Entschuldigung bei der Verwaltung.“

Sommer-Gewinnspiel brachte über 821.000 Euro

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