ÖVP Burgenland
ÖVP fordert "Chancengleichheit für das Südburgenland"

Sie fordern mehr Maßnahmen für Infrastruktur, Ärzte und Mobilität - v.a. im Südburgenland: Bernhard Hirczy, Georg Rosner, Thomas Steiner und Walter Temmel
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OBERWART. „Das Burgenland ist ein wunderbares Land. Doch es gibt viele – vor allem im Südburgenland – die an diesem Erfolg nicht teilhaben können und die keine Chance haben, mit dem Tempo der Zeit mitzukommen“, so ÖVP-LPO Thomas Steiner.
Das Burgenland entwickelt sich derzeit in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. „Deswegen müssen wir diese Herausforderung – die richtigen Rahmenbedingungen für die Entwicklung unserer strukturschwachen Regionen zu schaffen - endlich strukturiert und vor allem bewusst diese Dinge in Angriff nehmen“, betont Steiner.

Steiner will Schulterschluss

"Als ein erster wichtiger Schritt wollen wir die Verankerung eines Anspruchs auf gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Burgenland in der Landesverfassung. Bereiche wie Infrastruktur, Mobilität oder auch Gesundheit sind da besonders wichtig. Finanzielle Mittel gebe es genügend, aber liegt an der Schwerpunktsetzung. Wir wollen gleichwertige Chancen von Kalch bis Kittsee, darum wünsche ich mir einen politischen Schulterschluss. Rot-Blau muss in die Gänge kommen und endlich vom Reden ins Tun kommen", erklärt er.
„Die rot-blaue Verfehlungspolitik – Stichwort Vergleichszahlungen, rechtliche Beratungen und Gerichtskosten – kosten dem Land Unsummen an Geld, das woanders dringend gebraucht wird“, ist Steiner überzeugt. Ihm fehlen vor allem Initiativen für das Südburgenland.

Gute Voraussetzungen überall schaffen

Gerade diese Regionen stehen vor besonders vielen Herausforderungen, denn es mangelt an vielen Ecken wie der Infrastruktur. „Der Erfolg des Landes, den Rot-Blau immer feiert, muss allen Menschen im Land dienen – und nicht nur jenen im Landhaus. Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, dass es dem Land auch Zukunft gut geht. Daher müssen wir Maßnahmen setzen und dafür die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen“, der auch die 49 Ideen anspricht, die die ÖVP beim Südburgenlandkongress ausarbeitete. „Wir haben der Landesregierung diese 49 Ideen vorgelegt und fordern nun eine rasche Umsetzung“, so Steiner.

Landärzte stärken

Drei von vier Hausärzten gehen in den nächsten zehn Jahren in Pension. „Wir stehen in der Gesundheitsversorgung vor großen Herausforderungen: Landärzte werden immer mehr zu Mangelware, das Krankenhaus Oberwart entwickelt sich zum zweiten Krankenhaus Nord und die rot-blaue Landespolitik hat keine Lösungen dafür parat. Die Menschen im Südburgenland brauchen ihren Hausarzt als ersten Ansprechpartner und Vertrauten in der medizinischen Versorgung. Denn eine gute Gesundheitsversorgung bedeutet auch Lebensqualität, Sicherheit und Geborgenheit. Und genau das wollen und müssen wir den Menschen im Südburgenland bieten. Ein positives Projekt, das auch im restlichen Burgenland gut angelaufen ist, ist die Akutordination, die als Pilotprojekt in Oberwart erfolgreich umgesetzt wurde“, so Oberwarts Bezirksparteiobmann LA Bgm. Georg Rosner, der eine bessere Entlohnung für Allgemeinmediziner fordert.

Ausbau des Regionalverkehrs

LA Bgm. Walter Temmel, VP-BPO von Güssing, fordert einen Ausbau des regionalen öffentlichen Verkehrs: "Einerseits ist es großartig, eine gute Verbindung in die Bundeshauptstadt zu haben, so ist es einfach von Güssing nach Wien zu fahren, aber kaum möglich von Güssing nach Hasendorf zu kommen. In unserem Plan für das Südburgenland haben wir eine Lösung für dieses Problem. Mit regionalen, gemeindeübergreifenden Bussystemen könnten wir mehr Mobilität und damit eine bessere Lebensqualität schaffen.“

Arbeitsplätze schaffen

Jennersdorf Bezirksparteiobmann Bernhard Hirczy will Maßnahmen gegen Abwanderung und fehlende Infrastruktur: "Abwanderung, Überalterung und fehlende Infrastruktur sind die Folgen von fehlenden Arbeitsplätzen am Land. Die Realität zeigt, dass junge Menschen und vor allem auch Familien aus ländlichen Gebieten abwandern, weil sie keinen Job finden oder das Pendeln nicht mehr möglich ist. Die Lage wird durch Abwanderung bzw. Schließung von Betrieben noch mehr forciert - ich denke da an Tridonic, das im Vorjahr 90 Mitarbeiter abbaute oder auch die Schließung des Bezirksgerichts in Jennersdorf. Das Südburgenland braucht dringend Arbeitsplätze, damit die Menschen nicht abwandern.“

SPÖ: ÖVP spielt Süd gegen Nord aus

SPÖ-LGF Christian Dax weist die Kritik der ÖVP zurück: "Nun wissen die Burgenländer, dass die Volkspartei dort weitermacht, wo sie 2018 aufgehört hat, nämlich das Burgenland schlecht zu reden! Das Burgenland ist ohne Zweifel eine der lebenswertesten Regionen Österreichs. Immer wieder den Süden gegen den Norden auszuspielen, ist wirklich verantwortungslos. Wir sind ein Burgenland! Jede Region hat ihre Stärken. Darauf können wir stolz sein!"
"Unser Ziel ist es jedenfalls nach wie vor, im gesamten Burgenland etwas weiter zu bringen. Wenn Thomas Steiner öfters im Südburgenland wäre, würde er sehen, dass die Menschen hier tagtäglich Großartiges leisten und wie stark das Südburgenland in den letzten Jahren aufgeholt hat. Als Südburgenländer bin ich stolz auf diese Entwicklung!", erklärt Dax.

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