Umweltschutz
Strategie für die Herausforderung Klimawandel

Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf und DI Markus Puchegger, Forschung Burgenland, unterstützen die Gemeinden und BürgerInnen im Kampf gegen den Klimawandel
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BURGENLAND. Natur- und Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf sieht Gemeinden als wichtige Multiplikatoren

Wärmstes Jahr 2018

Zunehmend mehr Hitzetage, längere Trockenperioden, Niederschläge, die zwar seltener, aber dafür umso heftiger ausfallen - der Klimawandel ist angekommen! Das bestätigt auch ein Bericht der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, der zeigt, dass das Jahr 2018 das wärmste in der 251-jährigen Messgeschichte war.

"Klimawandelanpassungsmodellregionen"

Für das Burgenland wurde im Vorjahr eine Temperaturabweichung von 1,8 Grad Celsius verzeichnet. Das ist von besonderer Brisanz, wenn man bedenkt, dass internationale Klimaziele eine Erwärmung von maximal 2 Grad anstreben. Um hier entgegenzuwirken und die Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten gibt es die vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus gestartete Förderinitiative Klimawandelanpassungsmodellregionen, kurz „KLAR“ genannt. Im Burgenland hat sich rund um die Gemeinden Pinkafeld und Riedlingsdorf bereits die erste Klimawandelanpassungsregion etabliert. Weitere sollen folgen.

Klimaziele im Burgenland

„Natürlich wollen wir auch im Burgenland die Klimaziele erreichen. Deshalb haben wir auch eine Klimastrategie entwickelt. Wir müssen uns aber auch schon Gedanken um die Klimawandelanpassung machen, denn der Klimawandel betrifft vor allem jene Bereiche, die mit den Gemeinden und der öffentlichen Versorgung in Zusammenhang stehen. Nämlich, das Bauwesen, die örtliche Raumplanung, die Wasserver- bzw. Wasserentsorgung, den Katastrophenschutz und die Erhaltung der Gemeindestraßen. Es ist mir daher ein sehr großes Anliegen, dass wir, das Land und die burgenländischen Gemeinden, sich für den Klimawandel wappnen, dass wir Herausforderungen erkennen und Chancen nutzen. Wir wollen deshalb vordergründig das Bewusstsein zum Umgang mit den Folgen des Klimawandels bei den lokalen Akteuren schaffen und haben deshalb in den letzten Jahren die sogenannten ‚Dialogveranstaltungen zu Klimawandelanpassung‘ ins Leben gerufen“, betonte Natur- und Umweltschutzlandesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf.

Bewusstseinsbildung

Die Gemeinden sollen dadurch nicht nur fit für den Klimawandel gemacht werden, sondern - weil sie selbst extrem wichtige Multiplikatoren sind - die Bevölkerung generell für das Thema Klimawandel sensibilisieren, aber auch ein gutes Vorbild sein, damit auch Privatpersonen sich dieses Themas annehmen. Wichtige Multiplikatoren sind hier auch die KEM- und KLAR-Regionen, die über die Regionalberatungsprogramme des Klima- und Energiefonds finanziert werden. Ziel der KLAR-Initiative ist es deshalb, Regionen und Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und die sich eröffnenden Chancen zu nutzen. Zahlreiche bewusstseinsbildende Maßnahmen, unter anderem in den Bereichen Katastrophenschutz, klimawandelangepasste Raumplanung, Strategien zur Vermeidung von Austrocknungen, sowie optimierte Wassernutzung - all das wird im Zuge einer KLAR-Region der Bevölkerung nähergebracht.

Einzigartiges Projekt

„Pinkafeld-Riedlingsdorf soll durch das zugrundeliegende Vorhaben dahingehend angepasst werden, dass bis 2050 gegenüber der prognostizierten Trockenheit bestmöglicher Schutz vorhanden ist und keine Einbußen in Lebensqualität oder Wirtschaftsleistung eintreten. Das Projekt stellt daher eine einzigartige Chance für die Region dar. Wir haben im Burgenland insgesamt 7 Klima- und Energiemodellregionen (KEM) und eine Klimawandelanpassungsregion (KLAR). Alle diese Modellregionen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz in den burgenländischen Gemeinden. Wir müssen auch weiterhin alles unternehmen und uns mit den Veränderungen des Klimawandels auseinandersetzen und haben hier mit DI Markus Puchegger von der Forschung Burgenland viel Know-How, um interessierte Gemeinden zu unterstützen“, so Eisenkopf, die damit weitere Kommunen des Burgenlandes dazu animieren will, die Fördermöglichkeiten als Klimawandelanpassungsmodellregion in Anspruch zu nehmen. Die Ausschreibung läuft noch bis 29. März 2019. Infos dazu sind unter https://www.klimafonds.gv.at/ausschreibungen/ abrufbar.

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