Vortrags- und Gesprächsabend mit Irmgard Griss und Albert Lichtblau

Albert Lichtblau, Thomas Klein, Irmgard Griss und Eduard Posch luden zum Gesprächsabend
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PINKAFELD. Am 21. 8. luden die NEOS Pinkafeld unter der Leitung von Eduard Posch zu einem Vortrags- und Gesprächsabend in das Kellergewölbe des Stadtmuseums zum Thema „Die Konzentrations- und Vernichtungslager im Dritten Reich unter besonderer Berücksichtigung von Auschwitz-Birkenau“.
Zu Gast waren NEOS Allianzpartnerin und Abgeordnete zum Nationalsrat Irmgard Griss und Albert Lichtblau, Professor an der Universität Salzburg und stellvertretender Leiter des Zentrums für jüdische Kulturgeschichte in Salzburg, um gemeinsam mit allen interessierten Gästen über die Thematik der Geschehnisse rund um das Konzentrationslager in Polen zu reflektieren.

Prozessanalyse

Die Hauptfrage, die im Raum stand, lautete: „Kann das wieder passieren?“ Die Referenten analysierten den Prozess, wie die damalige Gesellschaft in diese Haltung gegenüber Juden hineinschlitterte und welche Parallelen in der heutigen Zeit in Punkto Islamfeindlichkeit existieren.
„Die wichtigsten Werte sind Demokratie, Rechtsstaat und Bildung“, betonte Irmgard Griss. Auch eine Wahrung der Unabhängigkeit der Richter sei unerlässlich. Sie wünsche sich auch, dass den Kindern frühmöglichst in einem eigenen Unterrichtsfach kritisches Denken angeeignet werden würde. Denn nichts sei größer als die Gefahr, als falsche Wahrheiten zu glauben und einer Dynamik der Aggression und Fremdenfeindlichkeit zu folgen. Neue Medien seien hier ein Segen und ein Fluch gleichzeitig. „Wir müssen miteinander reden und das Gespräch suchen, mit Bewusstseinsbildung und Zivilcourage sind wir auf einem guten Weg, dem Muster der Ausgrenzung, Feindbilder und geschürten Ängsten entgegenzuwirken“, zeigte sich Irmgard Griss zuversichtlich.

Gedenktafel wird begrüßt

Prof. Albert Lichtblau erzählte über damalige Geschehnisse in Ausschwitz und wie auch Einwohner von Pinkafeld davon betroffen waren. „Ich wünsche mir eine ausgeprägte Erinnerungspolitik und ein Lebendig-halten durch bewusstseinsbildende Brücken zur Gegenwart“, so der Historiker. Er begrüßte das Projekt der neuen Gedenktafel der Pinkafelder NS-Opfer, initiiert durch die NEOS und Eduard Posch. Es sei wichtig, Gedenkstätten in den öffentlichen Raum zu holen.
Die Gäste hielten durch angeregte Fragen und eigene Anekdoten das Gespräch mit den Referenten auf hohem Niveau und sprengten auch den zeitlichen Rahmen, so wurde auch nach der offiziellen letzten Abschlussfrage noch untereinander bei einem Glas Uhudler weiterdiskutiert.

Fahrt nach Ausschwitz

Eduard Posch bedankte sich zuvor noch bei beiden Referenten und Moderator Thomas Klein, bei den Verantwortlichen des Stadtmuseums und bei den zahlreichen interessierten Gästen, die den Kellersaal bis auf den letzten Platz gefüllt hatten.
Anlässlich des Gedenk- und Erinnerungsjahr 2018 organisiert NEOS Pinkafeld eine Fahrt ins Konzentrationslager Auschwitz/Birkenau von 24.-26. August.

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